<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-16122447</id><updated>2011-12-02T16:41:32.537+01:00</updated><title type='text'>reisenreisen</title><subtitle type='html'>Reisen, Reisen, Reisen -</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://reisenreisen.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://reisenreisen.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Fireandice</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16037986541965065076</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/200/JB3.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>6</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16122447.post-115138551646051545</id><published>2006-06-27T07:12:00.000+02:00</published><updated>2006-06-27T07:22:25.396+02:00</updated><title type='text'>Island 99 - Im Land von Feuer &amp; Eis</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:180%;"&gt;ICELAND 99 - Eine Reise durch´s Land von Feuer und Eis.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs mit dem Allrad-Wohnmobil (Mitsubishi L300 4x4 2.5TD)&lt;br /&gt;Dieser Bericht enthält das,was ich vor dem Urlaub gerne über Island gewußt hätte. Vielleicht kann er dem Leser Anreiz bieten, selbst einmal dorthin zu fahren.&lt;br /&gt;Der Reisebericht wurde vor Ort am gleichen Tag in den PC gehackt und spiegelt daher die Eindrücke ziemlich genau so wieder, wie wir sie empfanden. (Kann ich übrigens jedem empfehlen: Das Reisetagebuch enthält Details, an die sich sonst Zuhause keiner mehr erinnert...)&lt;br /&gt;&lt;a href="mailto:060268506-0001@t-online.de"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="mailto:060268506-0001@t-online.de"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag1"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 1: Freitag, 13. August 1999, 13:30 Uhr Aschaffenburg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach zweitägigem Packen und Verstauen haben wir unseren Mitsubishi L300 4x4 endlich in reisefertigem Zustand gebracht. Ersatzreifen in 30X9.5 Zoll wurden in letzter Minute auf passende Felgen gezogen, Alusandbleche auf dem Dach montiert, Seilwinde, Spaten, Stahlseile, und anderes Bergematerial sowie Benzinkanister verstaut oder verschraubt. Die Navigationsgeräte wurden vorher schon auf ihre Tauglichkeit hin überprüft und für gut befunden. Wir werden uns voll auf GPS&amp;amp;Notebook, verlassen. Nur zum Spaß haben wir auch einen echten Kompaß dabei... „Was vergessen wurde, wird gekauft..“ war schließlich nach langer Packerei unser Wahlspruch. Nach mehr als einem Jahr der Vorbereitung (hauptsächlich geistig...) kommen wir uns heute doch irgendwie recht unvorbereitet vor. Wo ist das zweite Regencape? Aha, schon im Rucksack... Wo ist die grüne Versicherungskarte? Keine Ahnung – muß aber nicht sein. 25 Beutelsuppen, 2-3 Paletten Dosenbier, 5 Flaschen Rotwein müssen teilweise raffiniert vor den Zollbehörden versteckt werden. Man ist ja schließlich Bayer... Nun haben wir Zeit bis morgen Abend um 20:00 Uhr. Dann fährt die „Norröna“ nach Island ab. Vermutlich werden wir in Dänemark übernachten, wenn möglich am Meer. Im Moment ist strahlendes Wetter, ca. 25 Grad. In Island soll es dagegen 7 Grad haben. Brrr?! Die Autobahn 45 ist leer, wir kommen gut voran. Der Ersatzreifen auf dem Rammschutz vibriert ein bißchen. Wird der Heckträger die Strapazen aushalten? Wir werden sehen. Was sagen die Herren in Grünweiß zu unserem unbeleuchteten, in 1,50m Höhe angebrachten Nummernschild? Na ja, bis zur Grenze sind es nur noch 650 Km, dann gibt es damit keine Probleme mehr.&lt;br /&gt;Göttingen, 17:45 Uhr&lt;br /&gt;Erste Wutanfälle: Wir haben unser Zelt zuhause vergessen. Damit wollten wir eine Nacht in der Odadarhaun-Wüste verbringen. Nach 20 Minuten Fahrt durch die Göttinger Fußgängerzone ist ein Outdoorshop ausgemacht. Weitere 10 Minuten später ist die Reisekasse um 600.—DM geschmälert. Dafür sind wir stolze Besitzer eines Sonderangebotes: Ein Zweimannzelt, welches, laut Auskunft des Verkäufers, Islandfest sein soll. Dabei wiegt es zur 2.1 Kilo und besitzt ein neuartiges Drainagesystem. Wir werden sehen, ob wir die Drainage brauchen...?!&lt;br /&gt;Husum 22:30 Uhr&lt;br /&gt;Wir übernachten in Husum, wo gerade das Husumer Hafenfest stattfindet. Man kann es mit dem Aschaffenburger Stadtfest vergleichen, nur daß die Leute zu 80% Blond sind. Die Shrimps, die Muscheln und die Preise sind saftig... Genächtigt wird auf dem Parkplatz nebenan, wo sich noch andere Camper einfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 2: Samstag, 14. August 1999,&lt;/strong&gt; 10:00 Uhr Parkplatz auf der B5 nähe Sylt&lt;br /&gt;Wir haben gut und ruhig geschlafen. Frühstück auf einem Parkplatz in Richtung der dänischen Grenze. Das Wetter ist nicht sehr einladend, aber trocken. Später wollen wir noch einen Strandspaziergang in Dänemark machen. Noch 8,5 Stunden bis zur Abfahrt der Fähre.&lt;br /&gt;Hanstholm, 20:30&lt;br /&gt;Der Strandspaziergang war von Wind und Regen geprägt, aber abwechslungsreich und erholsam. Vielleicht ein kleiner Vorgeschmack. Ein Tiefdruckgebiet über Schottland wird uns heute Nacht beschäftigen. Wir haben Hanstholm zur rechten Zeit erreicht, um noch einen Blick auf unsere Miturlauber zu werden: Allradfahrzeuge mit „Mud-Terrain-Bereifung“ herrschen vor. Das bestätigt unsere Erwartungen, als auch unsere Befüchtungen: Da geht es wohl richtig zur Sache...? Man sieht Landrover mit 5 Benzinkanistern auf dem Aludach, Zebrafarbene Hanomags, ein 6X6 Rädriger Volvo Lappländer ist auch mit von der Partie. Als wir in Hanstholm eintrafen, kamen uns die Leute entgegen, die von hier nach Hause fuhren: Manche bedachten uns mit mitleidigen, wissenden Blicken (Oder kam mir das nur so vor?). Wir fühlen uns hier gut aufgehoben und erwarten mit Spannung die Überfahrt. Man hat ja schon schlimme Dinge vom Wetter auf der Nordsee gehört. Na ja, Brechbeutel haben wir in der 2m^2 großen Kabine jedenfalls gefunden. Wenigstens haben wir ein Fenster, sonst bekämen wir sicher Platzangst. Komische Sitte: Die Beifahrer mußten bei der Einfahrt in die Fähre das Fahrzeug verlassen, sodaß an Bord erstmal alles durcheinanderlief. So eng wie hier war ich noch niemals eingeparkt. Selbst die Schiebetüre war nicht mehr zu öffnen... Jetzt ist es 20:45 Uhr: Wann legen wir ab??&lt;br /&gt;An Bord der Norröna, Nordsee , +57°19´ O 07° 58´, 22:30 Uhr OT&lt;br /&gt;Wir haben abgelegt und sind nun ca. 50 Km vom dänischen Festland entfernt. Das Wetter ist schlecht und die Norröna schwankt so stark, daß die Leute beim Laufen die Breite der Gänge voll ausnutzen. Ich habe eben schon eine Dame sich über die Reling übergeben sehen. Jetzt weiß ich, wozu die Pappbecher auf den Gängen gut sind... Mir geht es (noch) gut, Petra schläft. Wir haben noch ca. 600 Km bis zu den Shetlands und ca. 1000 Km bis zu den Färöern vor uns. Gute Nacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag3"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag3: Sonntag, 15. August 1999, Norröna, Nordsee, +59° 10´ O 01° 11´, 11:30 Uhr OT&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter ist heute morgen freundlich, es hat zu regnen aufgehört und die Sonne lacht zwischen den Wolken hervor. Wir haben ca. 18-20°C und frühstücken ausgiebig im Bordrestaurant. Danach ist Liegestuhl aufbauen und sonnen angesagt. Interessant, zu sehen, daß hier an Bord jeder zweite mit GPS-Geräten hantiert, Positionen, Geschwindigkeiten und Ankunftszeiten bestimmt. Ich gehöre auch dazu – OK, schönes Spielzeug! Ein älterer Mann malt mit Kugelschreiber die aktuelle Schiffsposition auf eine unter Deck angebrachte Seekarte und erklärt mir, daß wir etwas vom Kurs abgewichen seien. Ich zeige ihm mein GPS (Er hat das Gleiche) und frage ihn, ob wir den Kapitän darüber informieren sollten? Er lacht und meint, das sei wohl noch nicht nötig.&lt;br /&gt;Einig sind sich die Passagiere auch bei der Lektüre: Die einen lesen Krakauer´s „Auf den Gipfeln dieser Welt“, die anderen „Färöer, Inselwelt im Nordatlantik“. Der Rest spielt an Deck mit GPS-Geräten herum Schade, ich habe versäumt, das „Gipfelbuch“ zu kaufen...&lt;br /&gt;Wir sind nun 165 Km von Lerwick, Shetland, entfernt.&lt;br /&gt;Norröna, Nordsee, +60° 01´ W 01° 57´, 18:30 Uhr OT&lt;br /&gt;Wir haben die Shetlandinseln passiert. Das Wetter ist immer noch sehr sonnig, wenn auch nicht mehr so warm, wie gestern. Mir war kurz schlecht, im Freien geht es mir aber wieder besser. Die Shetlands liegen sanft hügelig in der Abendsonne. Man bemerkt alle paar hundert Kilometer wie sich die Temperatur langsam absenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag4"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 4, Montag, 16. August 1999, Auf den Färöer Inseln&lt;/strong&gt;. 6:50 Uhr&lt;br /&gt;Wir haben pünktlich angelegt und fahren nun durch das morgendliche Torshavn. Das Wetter ist schlecht, es regnet bei ca. 10°C. Wir haben eine Tankstelle ausfindig gemacht und warten nun, bis sie öffnet (10 Min.). Hier sieht es aus, wie bei uns im Herbst: Nebel, Regen, sichtweite im Moment 150m. Die Hauptstadt liegt noch im Schlaf – kein Wunder bei der Witterung!&lt;br /&gt;22:10 Uhr Faröerinsel Eysturoy, nähe Ort Elduvik&lt;br /&gt;Wir sind heute dem Wetter hinterhergefahren. Wenn es hier nebelig war, war es dort sonnig... Wenn man das mal kapiert hat, ist alles klar. Zuerst sind wir in der Früh bei Tjornuvik auf einen Berg gestiegen, bis wir vor Nebel nichts mehr gesehen haben (Ca. 300 Höhenmeter auf 1Km). Dann haben wir eine kleine Inselrundfahrt gemacht. Auf den Bergpässen gibt es nur single-track-roads mit Ausweichbuchten. Wenn dort jemand im Nebel (Sichtweite teilweise 20m) entgegenkommt, dann Gute Nacht..Ich hupe vor jeder Kurve und prompt kommt auch ein Mercedesjeep entgegen. Jetzt haben wir ein schönes Fleckchen gefunden, wo wir die Nacht verbringen werden. Wir sind an der Straße (1 Auto pro Std.) zwischen Elduvik und Funningsfjördur etwa 100m über dem Meer mit fantastischer Aussicht auf Fjorde, Berge und Wolken. Ich habe über 1 Std. lang mit dem Fernglas die Gegend angeschaut und es hat immer wieder anders ausgesehen. Das lag aber nicht nur am Rotwein, hoffe ich. Wir haben das Auto mit dem großen Tarp Wind- und Wasserdicht gemacht. Die Nebelfetzen treiben in greifbarer Entfernung an uns vorbei, treffen uns aber nicht. Hier ist es fast windstill. Jetzt Gute Nacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag5"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 5, Dienstag, 17. August 1999, Auf den Färöer-Inseln , 20:30 Uhr&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen sind wir nach gutem Frühstück die paar Meter nach Elduvik gefahren, haben am Friedhof geparkt (Immer der beste Parkplatz am Ort), und sind wandern gegangen. Diesmal ging es um ein Kap herum. Dabei trafen wir sage und schreibe vier Leute! Ich kam mir vor, wie am Bahnhof... Auf dem Rückweg haben wir Papageientaucher gesehen, dachte ich jedenfalls. In wirklichkeit waren es täuschend echte Holzfiguren, die zum Anlocken derselben dienen. Scheinbar ist die Brutzeit der Kleinen schon vorbei, denn wir sahen bisher erst zwei echte Exemplare.&lt;br /&gt;Nach der Wanderung haben wir uns fast die ganze Insel angeschaut. Ich muß sagen, Eysturoy ist schöner, wilder und bergiger als die Hauptinsel Streymoy. Außerdem kommen einem ständig Fahrzeuge entgegen, die man auf der Fähre gesehen hat, alles „alte Bekannte“. Die WoMo-Fahrer winken sich immer fleißig, und freuen sich, einen Landsmann zu sehen.&lt;br /&gt;Gegen Abend, und nach einer weiteren kurzen Wanderung, machen wir uns auf den Weg in Richtung der Hauptinsel. (Morgen Abend geht´s per Schiff weiter nach Island.) Ich suche gezielt nach gestrichelten Linien auf der Landkarte und werde bei dem Dorf Vestmanna fündig: Dort befindet sich ein Stausee, zu dem wir auf Schotterwegen hinauffahren. Dies ist der einzige Schotterweg, den ich auf den Färöern sah... Wir fahren ihn bis zum Ende und befinden uns in einem Wasserschutzgebiet. Das Ganze liegt in einem schönen Hochtal weit abseits aller Siedlungen. Wir haben wie immer eine grandiose Aussicht und können den Lauf der einzelnen Sonnenstrahlen tief unter uns beobachten. Regen, Wind und Sonne wechseln sich hier wirklich im Minutentakt ab. Eben erst die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, muß nun schon die Jacke wieder ausgezogen werden. Jetzt, während ich dies schreibe, geht es mir auf dem Campingstuhl genauso. Soll ich aufstehen oder sitzenbleiben??&lt;br /&gt;So, ich habe mich für aufstehen entschieden, da ich den Computer später vielleicht noch brauche. Wir stellen gerade fest, daß wir hier in der Einsamkeit auf alles verzichten könnten. Eigentlich bräuchten wir nur unseren Allradbus, das GPS, den PC, unser gutes Bier, den Rotwein, 100Liter Diesel, 20 Liter Ringheimer Wasser, Chips, und ein paar weitere Kleinigkeiten... Dann könnten wir es hier EWIG aushalte, glauben wir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://home.t-online.de/home/R.I.P/island99.htm" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 6. Mittwoch, 18. August 1999, 17:30 Uhr OT, Färöer-Inseln&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir sind nach kurzem Frühstück gleich in Richtung Torshavn aufgebrochen, wo um 18:00 Uhr die Norröna nach Seydisfjördur, Island weiterfährt. „Haben wir auch den richtigen Wochentag? Stimmt die Abfahrtszeit?“ Schießt es uns durch den Kopf. Wenn wir die Fähre verpassen, dann Guten Nacht... Wir haben noch genügend Zeit, sodaß wir einen Abstecher auf eine Militärstraße einen Pass hinauf machen, den wir schon vor zwei Tagen gefahren sind. Letztes Mal war es komplett Nebelig mit Sichtweiten unter 20m. Diesmal eröffnen sich uns einmalige Aussichten über Berge, Täler, Inseln und Fjorde aller Art. Wir fahren bis zum Verbotsschild hoch, den Rest laufen wir zu Fuß. Nach 100m kommt uns ein schwarzer Militärjeep entgegen. Ich denke :“Nichts anmerken lassen...“ und nicke freundlich. Die Besatzung des Wagens tut das Gleiche. „Die haben wohl nichts zu verbergen hier oben“ sage ich. In der Tat bietet sich am Ende des Weges nur eine Nebelwand vor einer Militärsendeanlage dar. Nichts interessantes, hätte aber sein können...&lt;br /&gt;Beim Auto angelangt, fahren wir weiter nach Torshavn und kaufen Souvenirs und Lebensmittel ein. Danach sehen wir uns noch eine Kirchenruine aus dem 12.Jhdt. in Kirkjubaer an. Dort essen wir zu Mittag. Die Kirche ist wohl das Einzige Monument auf den Färöern, für das man Eintritt verlangen kann: 6.—DM pro Person sind auch nicht zuviel verlangt, wenn man, wie wir erst hinterher davon erfährt... und sich fest vornimmt, beim nächsten Mal zu bezahlen.&lt;br /&gt;Wir fahren nun endgültig zum Hafen und stellen fest, daß die Fähre schon dort ist. „Fahren schon Autos rein? Sind wir die Letzten? Schaffen wir es noch?“ Schießt mir durch den Kopf. Nach kurzer Kontrollrunde stellen wir fest, daß noch genug Zeit zum Tanken ist und verlassen den Hafen wieder. Schließlich checken wir doch noch ein und haben endlich wieder mal 220Volt und eine Dusche. Alle möglichen Akkus müssen geladen werden, da kommt die Fähre gerade recht. Die Überfahrt verläuft, wie für die Nordsee typisch, recht ruckelig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag7"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 7, Donnerstag, 19.August 1999, Island&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Endlich in Seydisfjördur angekommen! Nach einer Stunde Zollabfertigung und Dieselsteuer dürfen wir endlich unsere Reifen in Island rollen lassen. Zum Glück sind unsere Biervorräte beim Zoll nicht dezimiert worden, sodaß wir auf den Beginn unseres Islandaufenthaltes anstoßen könnten... Aber halt! Erst müssen ein paar Kilometer abgespult werden. Der Diesel kostet hier ca. 1.—DM pro Liter. Dafür bezahlt man aber eine Dieselsteuer, die sich nach dem Leergewicht des Fahrzeuges richtet. Für uns sind das ca. 125.—DM. Wenn man bedenkt, daß Normalbenzin über 2.—DM/Liter kostet, rechnet sich das für uns. Als erstes fahren wir (Wie alle Fährteilnehmer) zur nächsten größeren Stadt: Egilsstadir. Dort verliert sich langsam der Touristenstrom. Wir sehen nur noch manchmal deutsche Autos, die dafür aber regelmäßig. Wir fahren Islands höchste Paßstraße an, von der aus man einen fantastischen Ausblick über Flußlandschaften, Berge und Täler hat. Am Horizont sehen wir schneebedeckte Berge. Ich glaube, wir haben Glück: Der Sommer scheint regenarm gewesen zu sein. Wir lernen auch die Isländischen Straßenzustände in allen Einzelheiten kennen. Teer, Schotter und, na ja, schweigen wir lieber, man will ja niemanden verschrecken! Jedenfalls sind entgegenkommende Autos eine halbe Stunde vorher an der Staubfahne zu erkennen. Das kann praktisch sein, man kann die ganze Straßenbreite benutzen, um Steinen auszuweichen. Wir kommen nach ein paar Stunden an Islands nördlichstem Punkt vorbei und schauen uns dort ein bißchen um: Ziemlich enttäuschend, diese Einöde! Man kann hier höchstens vom Verkauf des Strandgutes leben, das überall herumliegt: Hauptsächlich Baumstämme aus Sibirien, die alle die gleiche Länge haben – Praktisch! Hier am Polarkreis ist Island richtig trist und farblos: Wir sind froh, als wir aus diesem Landstrich wegkommen. Die Gegend um Asbyrgi ist da schon viel interessanter: Lavafelder, schwarze Strände und tiefblaue, wirklich tiefblaue Bachläufe. Ich hätte diese Farbenvielfalt nicht für möglich gehalten! Kommt das vom Stand der Sonne? Irgendwie herrscht hier ein anderes Licht, als bei uns in Deutschland. In Asbyrgi befindet sich angeblich der schönste Zeltplatz Islands. Ich kann da bis jetzt nur zustimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag8"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 8, Freitag, 20.August 1999, Dettifoss-Myvatn&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute morgen sind wir recht früh aufgestanden und haben uns gleich aufgemacht, das Asbyrgital zu bewandern. Die Wanderung fängt recht abenteuerlich mit der Besteigung einer senkrechten Canyonwand mittels eines angebrachten Seiles an, aber das ist kein echtes Problem, sondern gut für schöne Urlaubsfotos. Oben angekommen und nach weiteren 1,5 Stunden bietet sich ein großartiger Ausblick über die hufeisenförmige Schlucht, in der der Campingplatz liegt. Anschließend geht es weiter zur Schlucht der Jökulsa á Fjöllum, dem größten Gletscherfluss Islands. Pro Sekunde fließen hier 200000 Liter Wasser den Bach hinunter. Nach 4 Stunden sind wir wieder am Auto und fahren in Richtung Myvatn. Wir probieren die erste richtige Offroadpiste unseres Urlaubs aus. Sie führt uns am größten Wasserfall Europas, dem Dettifoss, vorbei. Im großen und Ganzen muß ich sagen: Mit einem normalen PKW möchte ich sie nicht fahren, Allradtechnisch ist die Fxxx jedoch nicht sonderlich anspruchsvoll. Lediglich der Wellblechcharakter nervt nach 2 Stunden. Wie lange hält unser Bus das aus? Wir jedenfalls, gewöhnen uns daran, alles, was nicht niet- und Nagelfest ist, vom Wagenboden aufzuheben. Besonders fies ist die scharfkantige Lava in der Nähe des kleineren Wasserfalls vorher. Eine genaue Prüfung der Reifen ergibt aber keinen Grund zur Beunruhigung. So fahren wir nach allen Besichtigungen weiter zur Krafla, einem Thermalgebiet. Die Krafla ist eine geologisch junge und aktive Erdspalte aus der immer noch Dämpfe und heißes Wasser aus dem Erdinneren austreten. Man fühlt sich dort an die Darstellungen der Hölle erinnert, wenn es aus allen Ecken und Enden Dampft, blubbert und nach Schwefel stinkt. Dazu kommt noch das tiefe Schwarz der Lava, die überall aus dem Erdinnern hervorgequollen ist und fantastische Skulpturen formt. Manche Steine fühlen sich warm an, andere sind so leicht, daß man das Gefühl hat, sie wären aus Styropor oder innen hohl. Die umliegenden Berge haben Farben von tiefem rot über gelb bis graublau. Überall steigen Dampfschwaden auf, die teilweise extrem nach Schwefelwasserstoff riechen.&lt;br /&gt;Der Hölle nochmal entkommen, übernachten wir schließlich auf einem Campingplatz bei Rejkahild. Ich habe noch nie so viele Mücken auf einem Haufen gesehen, wie hier. DAS IST Keine Plage, das ist eine Mückenkatastrophe! (Obwohl sie nicht stechen...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag9"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 9, Samstag, 21. August 1999 Husavik 9:30 Uhr&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nach einer Mückenfreien Nacht (Moskitonetz sei dank...) fahren wir die 150 Km hoch nach Husavik zum Whale-watching. Die dreistündige Fahrt mit der „Moby Dick“ war recht interessant, wenn sich statt der Wale auch nur Delphine zeigten... Die jedenfalls kamen ganz nahe an´s Schiff und ließen sich gut filmen. Nach dem anschließenden Einkauf im Supermarkt fuhren wir zum Godafoss zum Mittagessen. Der Godafoss-Wasserfall gibt auch ein gutes Fotomotiv ab. Man kann ganz nahe herangehen, ohne auf Verbotsschilder oder ähnliches zu stoßen. So, jetzt sind wir erstmal satt und fahren zurück zum Myvatn, dessen Sehenswürdigkeiten wir uns für heute aufgespart haben. Dort angekommen sehen wir uns eine interessante Kraterlandschaft aus der Nähe an. Man glaubt, Vulkane zu sehen, in Wirklichkeit sind es aber Explosionskrater. Die Weiterfahrt führt uns nach Grotagja, der einzigen mir bekannten Höhle mit Warmwasseranschluß. Das Wasser ist dort ca. 50 Grad heiß, und somit zum Baden nicht mehr geeignet. Man kann aber seine Füße kurz reinhängen. Tiefer im innern der Höhle wird es zunehmend heißer und schwüler, sodaß selbst die Videokamera ihren Dienst versagt. Naßgeschwitzt entsteigen wir dem Heizungskeller. Der nächste Abstecher führt uns nochmal zum auf die andere Seite der Krafla, wo interessante, kochende Schlammtöpfe auf uns warten. Außerdem gibt es dort dampfende und laut zischende Schlote, aus denen Schwefeldampf austritt.&lt;br /&gt;Anschließend wollen wir ernst machen: Die Hochlandpiste F88 wird in Angriff genommen. Zu Anfang geht es 20 Kilometer über übelste Wellblechpisten. Man kann sich seine Fahrspur zwar aussuchen, muß beim Abweichen von der Hauptpiste aber ständig mit tiefen Bodenwellen und 30cm hohen Lavasteinen rechnen. Also: Holzauge sei wachsam... Endlos zieht sich die Rüttelpiste bis zum Horizont. Wir nehmen auch Sandstürme vor dem nächsten Gebirge in ca. 25Km Entfernung wahr. Irgendwann merke ich, daß meine Augenlieder schwer werden und sehe im Rückspiegel jede Menge Staub im Wageninnern. Da freut sich die Technik... Wir kommen nach 25 Km an einem schwarzen See vorbei, die Sandpiste hat sich in eine Lavalandschaft verwandelt. Schwarzer Staub weht vor uns über die Strecke. Das Rütteln nimmt kein Ende. Irgendwann sehen wir einen See, der ein ganzes Tal ausfüllt. „Nein“, denke ich, „Das ist doch wohl nicht der Fluß, den wir furten müssen?!“. Später zeigt sich: Doch, aber es muß nur ein Seitenarm gefurtet werden, was aber für uns schon genug ist. Der Tag neigt sich dem Ende zu und wir schalten alle Lichter des Wagens ein. Die erste Furt ist ca. 40 CM tief und eigentlich kein Problem (Denkt man hinterher). Dadurch, daß es schon so spät ist, verirrt sich hierher kein anderes Fahrzeug mehr. Wir stoßen auf ein ausgedehntes, grobes Lavafeld, durch das die Strecke in Schlangenlinien, sowie Auf und ab führt. Ich schalte sicherheitshalber den Allradantrieb zu. Der Herdubreid kommt unendlich langsam näher. Als das Lavafeld geschafft ist, nähern wir uns wieder dem Fluß an. Die Lindaa will gefurtet werden. Diesmal ist das nicht mehr so witzig: Hinweisschilder stellen kritische Fragen und geben tolle Tips: Furten Sie nie allein, Haben Sie Ihr Fahrzeug abgedichtet? Laufen Sie die Furt erst zu Fuß ab, usw. Die Lindaa ist an dieser Stelle ca. 15 Meter breit und hat unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten. Der Boden besteht aus groben runden Kieseln. Ich ziehe meine Gummistiefel (30cm hoch) an und erkenne nach vier Schritten, daß das Quatsch war. Ich stehe 3 Meter im Fluß und habe das Tiefe, schnellfließende Stück noch 5 Meter vor mir. „Jetzt gilt´s“ denke ich mir und lege sicherheitshalber den Laptop und die Rückfahrtickets in Griffweite im Auto. Im ersten Gang fahren wir mit langsamer Geschwindigkeit in die Fluten hinein. Geht eigentlich, in der Mitte wird es kurz flacher um dann aber das Wasser bis über die Scheinwerfer ansteigen zu lassen. Ich stoße auf festeren Widerstand, gebe mehr Gas und wir stehen wenig später am anderen Ufer. Ich bin erleichtert und schockiert zugleich. Was wäre, wenn... Wenig später erreichen wir Herdubreidalindir, eine Schutzhütte bei der wir übernachten wollen. Wir bekommen einen warmen Empfang, trotz der Uhrzeit (21:45Uhr). Unser nächstes Problem fällt uns siedendheiß ein: Wir haben unser letztes isländisches Geld für Postkarten beim Myvatn ausgegeben. Ich gestehe es der Hüttenwärterin. Als Antwort zieht sie ein Abbuchungsgerät für Kreditkarten aus der Schublade und meint: „Es ist sehr einfach, in Island Geld auszugeben, nicht wahr?“ Ich bestätige das. Meine Bemerkung mit „Selbst auf dem Mond kann man per Karte zahlen“ versteht sie zum Glück nicht. Alles spielt sich hier im Kerzenschein ab, Strom gibt es nicht. Nur unser Neonlicht im Bus fällt aus der Reihe... Hier ist es absolut still und ich komme mir ziemlich einsam vor. Das Toilettenhäuschen liegt 50 Meter weit entfernt in der Dunkelheit. Vor zwei Monaten wurde die Hütte Herdubreidalindir evakuiert. Damals hatte ein Gletscherlauf die Lindaa auf das vierfache ihrer Breite anwachsen lassen – keine schöne Vorstellung. Gute Nacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag10"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 10, Sonntag, 22. August 1999 ,Hütte Herdubreidalindir, im Hochland, 9:00 Uhr&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die letzte Nacht war sehr stürmisch. Der Campingbus hat geschwankt wie ein Schiff. Heute früh hat es 10°C im Wageninnern. Wenn man hinaus in den Sturm geht, hat man das Gefühl, kalt zu duschen. Die Waschgelegenheiten sind im Freien angebracht. Guten Morgen! Hier auf dem Platz stehen ein Amerikanischer Dodge und ein Hanomag-Camper. Zwei Zelte werden gerade abgebaut. Die restlichen 3 Autobesatzungen haben in der kleinen Hütte nebenan in Schlafsäcken übernachtet.&lt;br /&gt;Wir fahren weiter zur Askja. Bis dorthin sind es zwei Stunden auf der Piste. Wir werden vor Treibsand gewarnt, mal sehen...(Sandbleche haben wir dabei.)&lt;br /&gt;2 Stunden Später: Der gefüchtete Treibsand ist nicht weiter tragisch: Wir haben kein Problem damit, vielleicht eine Glücksache? Vom Parkplatz 2KM hinter der Hütte Dreki aus sind es gute 40 Minuten Fußmarsch durch eine unwirtliche Vulkanlandschaft. Dort haben die Apollo-Astronauten für die Mondlandung geübt. Und tatsächlich, wenn ich meinen Schatten auf der Lava ansehe, bemerke ich Ähnlichkeiten: Total vermummt und dick eingepackt trotzen wir den kalten Winden, die hier wehen. 30 Minuten später erreichen wir den Kraterrand von Viti (Hölle). Dort schließt sich Islands tiefster See an. Wir jedoch steigen die 60 Meter in den Krater hinab um in der milchig-hellblauen Suppe zu baden. Ja, richtig gelesen! Außenherum stehen die Leute in Winterjacken und tragen Handschuhe und wir gehen baden... Das undurchsichtige Wasser hat ca. 20°C. Nach einer guten Viertelstunde trocknen wir uns ab und machen uns auf den Rückweg zum Auto. Dazu müssen wir wieder die kilometerlange Einöde durchqueren-und das nach dem Baden!&lt;br /&gt;Wir fahren zur Hütte Herdubreidalinder zurück, um zu erfragen, wie man um den Herdubreid herumfahren kann. (Wir wollen eine Nacht im Zelt abseits jeglicher Zivilisation verbringen) 10Km entfernt von Herdubreidalindir gibt es eine Stelle, an der Zelten erlaubt ist (Alles Nationalpark). Enttäuscht stellen wir fest, daß wir 15 Km Piste zurückfahren müßten um dann nach 2-3 Stunden Fußmarsch die Campingstelle zu erreichen. Jetzt ist es 19:00 Uhr, also wohl zu spät für das Vorhaben. Die Hüttenwirtin hat wohl schon gemerkt, daß wir wild zelten wollen und wiederholt, daß es verboten sei... Nach ein paar beschwichtigenden Worten fahren wir in Richtung Myvatn zurück. Nach den zwei Furten (An der Zweiten steht ein Jeepfahrer mit Sorgenfalten - wir fahren ohne zu zögern durch, da wir diese Furt schon kennen... Dafür ernten wir ein Kopfschütteln) fahren wir noch 10 Km und biegen dann von der Piste ab. Wir wollen unseren Mitsu verstecken, um unerkannt in die Hochlandwüste abzutauchen. Gesagt, getan. Wir verlassen unser Fahrzeug vollgepackt mit allem, was man für eine Nacht im Zelt so braucht und halten uns in westlicher Richtung. Auf dem ersten höheren Berg stellen wir fest, daß unser weißes WoMo in der schwarzen Lavawüste leuchtet, wie eine Laterne. Egal, das wird jetzt durchgezogen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://home.t-online.de/home/R.I.P/island99.htm" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Später bauen wir unser Zelt nahe eines ausgetrockneten Flußbettes auf. Ja, ich weiß... ich sagte: nahe bei, nicht darin! Die Häringe kann man mit dem Zeigefinger 10 cm tief im Sandboden versenken, den Wandersock noch viel weiter. Aber das Zelt bleibt irgendwie stehen. Absolut nervig ist der überall eindringende schwarze Sand. Er ist wirklich ÜBERALL! Selbst durch das Engmaschige Moskitogitter dringt er oben in das Zelt ein. Wir haben ständig ein Knirschen im Mund. Trotzdem schaffen wir es, ein Abendessen zuzubereiten und die Nacht gut zu verbringen. Der ständige Wind ist ziemlich gleichmäßig wird aber ab und zu durch kräftige Windböen ergänzt. Das sorgt für einen unruhigen Schlaf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag11"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 11, Montag, 23. August 1999, Sandwüste Odadahraun&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Der Tag beginnt früh. Wir erwachen mit einem dunklen Staubüberzug im Gesicht. Schlechtgelaunt packen wir die vertaubten Sachen in die Rucksäcke: Was für eine Sauerei! Überall rieselt Sand heraus! Ich verstehe jetzt, warum die Isländischen Straftäter früher in diese Wüste geschickt wurden... Ich möchte jedenfalls keine weitere Nacht hier verbringen. Zurück am Auto machen wir uns auf den Weg zum Myvatn. Unser Tank ist so gut wie leer, unser Geldbeutel mit IsKr schon lange.&lt;br /&gt;10:30Uhr: Reikjahlid am Myvatnsee Wir sind zurück in der Zivilisation: Das Radio findet einen Sender, die Straßen sind eben (Wenn auch nicht geteert) und eine Tankstelle haben wir ebenfalls ausgemacht. Wir tanken voll, denn heute wollen wir nach Akureyri, der kleinen Hauptstadt des Nordens. Die Strecke dorthin ist extrem windig und führt in die Berge. Ich benötige teilweise die ganze Fahrbahnbreite um den Mitsubishi auf Kurs zu halten. Dort angekommen, trifft mich an der Tankstelle der Schlag: Für 100 Kilometer haben wir 14,5 Liter Diesel verbraucht. Das ist mehr, als für die Sandpiste! Nach einem Stadtbummel wird uns Akureyri schnell langweilig, sodaß wir den nächsten Zeltplatz aufsuchen wollen. Der nähste ist jedoch nicht schön gelegen und außerdem ist es um 14:00 Uhr noch ein bißchen früh zum Einkehren (Selbst nach einer Nacht in der Wüste). Also fahren wir weiter in Richtung F821, der bekannten Sprengisandur-Piste. Wir stoßen auf keinen weiteren Campingplatz, also beschließen wir, die Hütte Laugafell im Hochland anzufahren. Die Fahrt verläuft zunächst zügig und auf guter Fahrbahn. Hinter Sandholar wird die Strecke jedoch schnell schlechter, steiler und steiniger. Wir befinden uns auf einer Straße, die einem groben Alpenpaß ähnelt. Die Steine, auf denen wir fahren sind spitz und recht grob. Teilweise fließt Wasser auf der Fahrbahn ins Tal. Wir schalten Allrad zu. Im großen und ganzen ist die Strecke problemlos machbar. Oben auf dem vermeintlichen Paß angekommen stelle ich fest: Das ist kein Paß, hier beginnt das flachere Hochland. Komisches Gefühl, wenn nach einer steilen Paßfahrt oben eine Ebene weitergeht... Wir fahren die üblichen Pisten, auf denen wir heute mehrmals von Sandstürmen heimgesucht werden. Um 17:30 Uhr kommen wir an der Laugfellhütte an. Wir sind die ersten und einzigen Gäste heute, sagt uns die Hüttenwirtin. Wir haben schon mal einen Finger in den bekannten Hotpool gehalten: Verlockend! Wenig später liegen wir im 30-40°C heißen Wasser und leeren eine Dose Weizenbier während außenherum ein Wind in unbekannter Stärke tobt.Ich glaube, in Deutschland würde man das Orkan nennen. Im heißen Wasser jedoch sitzt man, als ob man damit nichts zu tun hätte...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag12"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 12, Dienstag, 24.8.1999 Sprengisandur (F 26) bis Landmannalaugar (250Km)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir stehen gegen 10:00 Uhr auf und machen uns gleich auf den Weg, die Restlichen ca. 90 Km nach Landmannalauger zu fahren. Die Piste ist furchtbar ruppig. Das Auto altert um Jahre. Über zig Kilometer nichts als Wellblech... Dazu noch eine recht eintönige Landschaft, die nicht zu guter Laune beiträgt. Schließlich stoßen wir auf eine „Oase“: Die Raststätte Nyidal mitten im Hochland: Sowas haben wir bisher noch nicht gesehen. Hier gibt es Diesel, Kaffe, Kuchen und Postkarten. Schön! Gut auch für unseren Tank. Das ermöglicht ein sorgenfreieres Fahren. Frisch gestärkt geht es nach einer halben Stunde weiter. Die Strecke zieht sich, aber wenigstens gibt es hier keine Sandstürme. An das Furten haben wir uns inzwischen gewöhnt. Mißtrauisch werde ich nur, wenn man den Grund des Flusses nicht sehen kann. Wir erklimmen per Allrad den Berg Kistualda und haben einigermaßen Fernsicht über diese stürmische Einöde hier. Es ist sehr windig und wir bekommen den ersten Regen auf Island ab. Es folgen viele Seen, Furten und Bäche bis wir schießlich in Landmannalaugar ankommen. Hier ist die Landschaft sehr viel interessanter: Bunte Ryholitberge schillern in allen möglichen Farben: Es gibt Berghänge, die komplett grün, gelb oder rot sind: Fantastisch! Der dortige Zeltplatz ist durch eine tiefe Doppelfurt zu erreichen. Das ist die Attraktion für Zuschauer! Des weiteren gibt es hier noch einen riesigen, sehr warmen Hot-Pool, der zum Verweilen einlädt. Der Platz erinnert mich irgendwie an Fotos vom Mount Everest Base-Camp: Überall sturmfeste Zelte, Outdoor-People und ein Flair von Abenteuer und Freiheit (Ohne Marlboro-Lagerfeuer). Wir machen gleich eine 3-stündige Berg- und Gipfeltour in die Umgebung: Hier hat man fast alles, was Island zu bieten hat: Lavafelder, Flußbetten, Berge, Aussicht, Schotter, dampfende Schwefeltöpfe und heiße Quellen. Kurzum: Landschaft pur - der bisher interessanteste Teil Islands! Wenn jetzt noch die Standheizung richtig funktionieren würde... Sie hat wohl Wasser geschuckt oder ist durch das Gerüttel arg mitgenommen worden.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://home.t-online.de/home/R.I.P/island99.htm" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag13"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 13, Mittwoch, 25. August 1999, Landmannalaugar&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am späten Morgen brechen wir nochmal zu Fuß in die Berge auf. Mangels Wegbeschilderung verlassen wir uns auf unsere, vom Maßstab her ungünstige, Landkarte. Natürlich verirren wir uns in den unzähligen Schluchten, sodaß wir den angestrebten Berg nicht finden können. Nach zwei Stunden kehren wir wieder um. Wir müssen unzählige Male über den Bach, der in vielen Armen das ganze Tal ausfüllt, hinüberfurten: Eine anstrengende und feuchte Sache! Nach drei Stunden sind wir wieder am Auto und fahren in Richtung des Wasserfalls Ofaerufoss und Eldgja davon. Der Ofaerufoss soll ein Doppelwasserfall mit natürlicher, dünner Basaltbrücke davor, sein. Dort angekommen finden wir keine Brücke vor. Auf den Postkarten ist sie jedoch zu sehen. Später lesen wir in einem neueren Prospekt, daß die Brücke vor einigen Jahren eingestürzt sei. Aha! Weiter geht´s auf einer Genußstrecke für OFFroadfahrer in Richtung Eldgja, einer Vulkanspalte. Die gesamte Strecke ab Landmannalaugar ist ein Traum: sandige Wege, dutzende Furten, kaum befahren und nicht zu holprig...schön! Schließlich kommen wir nach 60 Km auf die Ringstraße und fahren in Richtung Südwesten auf die Hauptstadt Islands, Reykjavik, zu. Wir wollen morgen die Geysire anschauen. Übernachtet wird in der Ortschaft Vik (Südisland), wo ein netter Campingplatz zum Verweilen einlädt. Der nahegelegene schwarze Sandstrand zählt zu den Top 10 Sandstränden der Erde, las ich mal irgendwo. Schade, daß er nicht zum Baden oder Sonnen einläd...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag14"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 14: Donnerstag, 26. August 1999, Dyrholaey&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Der Campingplatz war doch nicht so berauschend: Kein warmes Wasser, das Duschen mußte ausfallen. Wir fahren zum nächsten Supermarkt (Der erste seit vielen Kilometern) und kaufen ein. Dann geht es weiter auf der Ringstraße in Richtung Westen. Dyrholaey liegt auf dem Weg. Dort gibt es Klippen, schwarzen Sandstrand bis zum Horizont und ein großes Felsentor, durch das sogar Boote durchfahren können. Einmal ist auch jemand mit einem Flugzeug unten durchgeflogen, sehr gewagt! Die kleine Höhle auf dem Weg dorthin ist jedoch Zeitverschwendung (3 Meter tief...)&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück geht es weiter zum Skogafoss, der 60 Meter in die Tiefe stürzt. Wir bekommen noch einen schönen Regenbogen gratis dazu. Hier in Südisland regnet es sehr viel häufiger, als im Norden. Trotzdem haben wir bisher noch keinen Tropfen gesehen. Wir stoßen im Trekkingführer auf eine Tour, die zwischen dem Eyjafjalla- und dem Myrdalsjökull über einen 1100 Meter hohen Paß verläuft. Dort ist im Text der Ausdruck „Jeep-Track“ zu lesen. Das macht uns neugierig. Wir finden den Bauernhof, hinter dessen Scheune der Track beginnt. Dazu müssen wir zwei Gatter öffnen. Die Bäuerin, die ich frage, versteht scheinbar nur Bahnhof, nickt aber zustimmend... Danach geht es gleich heftig zur Sache: Die Fahrspuren befinden sich in unterschiedlichen Höhen, der Bus fährt sich dort sehr kippelig. Wir halten uns seitlich fest und sind angeschnallt. Kopfgroße Steinbrocken säumen von nun an unseren Weg und wollen in 1-L (Erster Allrad-Gang, ca. 3 Km/h) überklettert werden. Häufig ist ein Teil der Strecke weggeschwemmt oder ausgehöhlt. Das ganze zieht sich über mehr als 10 Kilometer hin, mal besser, mal schlechter. Wir treffen unterwegs zwei verwunderte Wanderer, die uns gleich fotografieren. Zweimal bekommen wir Bodenkontakt mit 25-30 cm hohen ,spitzen Steinen. Unser Unterbodenschutz ziert nun deren Oberfläche. Sobald der Blick einmal ein paar Sekunden über die Landschaft schweift, übersieht man irgendeinen Steinbrocken oder eine hohe Felsstufe auf der Strecke. Das nenne ich OFF-ROAD! Ein ziemlicher Gegensatz zum bisherigen heizen auf Sand- und Schotterpisten (Was natürlich auch Spaß macht...). Wir kommen nur sehr langsam vorwärts.Die Kupplung hat heute viel zu tun. Nach 12 Kilometern stoßen wir auf eine Furt, die mir Angst einjagt: Man muß rechtwinklig in den Fluß einfahren, dann ca. 25 Meter gegen die Strömung um dann wieder im rechten Winkel aus dem Wasser herauszufahren. Das Ganze spielt sich bei Wassertiefen von mindestens 65 cm Tiefe ab. Dazu kommt noch, daß die unruhige Wasseroberfläche auf große Steinbrocken hindeutet, die auch am Rand überall herumliegen. Inzwischen sind wir richtige „Furtenkenner“ geworden: wir kommen überein, daß die Autotour hier enden sollte. (Man muß ja auch an die Heimreise denken und hier kommt SEHR SELTEN jemand vorbei...) Wir gehen über die Fußgängerbrücke per Pedes weiter und stellen fest, daß nach der Furt kaum noch Autospuren auf dem Weg sind (Warum wohl?). Eine Stunde später kommen wir in die Nähe der angestrebten Hütte und bemerken, daß sich die Gletscher, zu denen wir gelangen wollten, in zunehmenden Nebel (Oder Schneegestöber?) hüllen. Wir vertilgen unseren Proviant und machen uns auf den Rückweg. Den ganzen Nachmittag haben wir keinen Menschen hier oben angetroffen.&lt;br /&gt;Später, wieder auf der Ringstraße fahren wir in Richtung Geysir, nach dem alle Springquellen der Welt ihren Namen bekommen haben. Wir campen auf einem armseligen Platz nahe des Strokkur-Geysirs. Dies ist der einzige Campingplatz, der auf der Strecke noch offen hatte. Duschen kann man im Hotel gegenüber, welches auch zwei Hotpool-becken anbieten (Ziemlich schlecht gemacht, aber zum Duschen OK). Die Dampfschwaden ziehen knapp am Campingplatz vorbei und verschleiern die Sicht. Es nieselt und wir bemitleiden unsere Nachbarn ungemein, die im Zelt schlafen.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://home.t-online.de/home/R.I.P/island99.htm" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag15"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 15, Freitag, 27. August 1999 Reykjavik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir fotografieren und filmen den Strokkur. Leider hat sich das Wetter weiter verschlechtert, sodaß die Bilder einen regnerischen Hintergrund aufweisen. Die Gegend hier ist von Landwirtschaft geprägt und vergleichsweise nicht soo schön. Wir brechen auf nach Reykjavik. Hier leben 50% aller Isländer. Die Stadt ist sehr sauber, verfügt über zwei schöne Einkaufsstraßen, in denen wir auch fündig werden: Ich sehe ein kleines Antiquitätengeschäft und stoße sofort auf alte Landkarten im Schaufenster. Der Verkäufer, der sogar etwas Deutsch spricht, meint nach einem Kommentar von mir, die Sachen wären nicht teuer, es wäre nur viel Geld.. Da hat er zweifelsohne recht. Man kann hier alte Originallandkarten für Ein bis Zweitausend Mark kaufen. Wir entscheiden uns für ein altes Original der Färöer-Inseln. Wir zahlen in bar und in DM, sodaß wir fast 25% Rabatt herausschlagen können. Nach einem Essen im Mc Donald´s für 35.—DM fahren wir weiter in Richtung der Halbinsel Snaeffelsnes. „Island in einer Nußschale“ heißt es im Reiseführer. Wir dagegen sagen: „Island in Regen und Nebel“. Wir halten uns entlang der Küste, besuchen eine Lavahöhle, die erst seit kurzem bekannt ist, und treffen schließlich an einem einsamen Hotel in Buda ein. „Die schönste Bar Islands“ heißt es im Führer, und wir können das bestätigen. Man fühlt sich in´s vorige Jahrhundert zurückversetzt. Die Preise sind genauso saftig, wie das Fischfilet, das wir verspeisen. „Stary Ray“ heißt der Fisch, der auf dem Teller liegt. Das ist wohl eine Art „Glotzaugenrochen“ oder so... schmeckt aber sehr gut. Drei Stunden später verlassen wir den gastlichen Ort und fahren zum Nächtigen auf den Paß des Snaeffelsjökull, von dem Jules Vernes Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ handelt. Dort soll sich der Eingang zur Unterwelt befinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag16"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 16, Samstag, 28. August 1999 Snaeffelsnes-Langjökull&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen stellen wir fest, daß es immer noch regnet und verlassen die Halbinsel Snaefelsnes ohne den Gletschervulkan gesehen zu haben. Wir sahen nur ein paar Altschneefelder und Pistenraupenspuren, obwohl wir keinen Kilometer vom Gipfel entfernt waren. Die Halbinsel ist bestimmt schön anzuschauen, wenn dasWetter mitspielt... Berghänge, Wasserfälle, Küstenlinien mit Leuchttürmen, sowie Vulkanschlote deuten sich im Nebel aber nur an. Wir fahren die Piste F550, die zwischen dem Berg Ok, dem Langjökullgletscher und weiteren Gletschern verläuft. Diese Piste ist recht einfach zu befahren und führt durch schöne Landschaften. Furten gibt es keine. Manche sagen, die F550 wäre das „Hochland für Anfänger“. Kann man so sehen. Jedenfalls ist der Boden durch den Regen ziemlich matschig und unser L300 hat danach eine dunkelbraune Farbe. Wir kommen in Thingvellir an, wo wir gestern schon vorbeifuhren. Der Thingplatz (Versammlungsort der Isländer) interessiert uns nicht besonders. Außerdem gibt es auf dem hiesigen Campingplatz wieder keine Duschgelegenheit, sodaß wir weiterfahren. Die Isländer meinen wohl, wenn man ein Klohäuschen auf eine Wiese stellt, kann man das als Campingplatz bezeichnen... Die nächste Dusche befindet sich in Hella, haben wir telefonisch herausgefunden und fahren nun dorthin. Zwei Stunden später stehen wir auf dem bisher gepflegtesten und ansprechendsten Campingplatz Islands. (Richtige Duschkabinen, Aufenthaltsgebäude, Kochgebäude, und weitere Annehmlichkeiten findet man hier). Zur Info: Der Platz liegt vor Hella am Fluß und gehört zum Hotel Mosfell. Sicher trägt auch das inzwischen bessere Wetter zu unserer guten Laune bei (Oder ist es der mitgebrachte Bordeaux?). Heute haben wir fast 400 km abgespult.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://home.t-online.de/home/R.I.P/island99.htm" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag17"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 17, Sonntag, 29. August 1999 Zu den Laki-Kratern&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute fahren wir frisch gestärkt auf der Ringstraße Nr. 1 nach Osten. Wir möchten die Piste zu den Laki-Kratern unter die Räder nehmen. Die Laki Krater entstanden im 17.Jhdt. bei dem größten Vulkanausbruch Islands. Damals wurden 17 Kubikkilometer Lava freigesetzt und ein großer Teil der Bevölkerung Islands starb an den Folgen der Ausbrüche. Es entstanden auf 25 Kilometer über 100 Krater, die 1-2 Jahre aktiv waren. Nach der endloscheinenden Küstenlandschaft, die sich hinter der Ortschaft Vik auftut, stoßen wir auf die Abzweigung nach Laki. Nach 5 Kilometern essen wir erstmal zu Mittag. Wenig später geht es weiter auf der Piste. Fährt sich recht gut hier: kaum Wellblech, stattdessen viele spitze Steine im Pflastersteinformat. Zwei Stunden später kommen wir an den Lakivulkanen an und sind von der Umgebung sehr angetan. Warum steht in den Reiseführern so wenig darüber? Wir halten diese Gegend für unbedingt sehenswert: Krater an Krater reihen sich bis zum Horizont. Dabei hat jeder ca. 100 Meter Durchmesser und unterschiedliche Farben. Wir besteigen den Berg Laki, der nebenan liegt (ca. 800 Meter hoch). Von dort aus hat man prima die gesamte Umgebung im Blickfeld. Die Sonne schickt einzelne Strahlen in das Kratergebiet und erzeugt Farben, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Wir versuchen, das fotografisch festzuhalten und steigen danach wieder hinab zum Auto. Die Piste führt nun auf einen nahen Aussichtsberg, der allerdings mit dem Berg Laki nicht mithalten kann: Man muß halt doch aussteigen und selber laufen, um mehr zu sehen! Die Piste ist hier recht steil und voller Steine. Oben angekommen treffen wir auf einen Nissanfahrer, der uns den Rest der Strecke begleiten wird. Wir beschließen, eine andere Route zurück zur Ringstraße zu nehmen. Diese Route wird im Offroadbuch als gefährlich und nur im Konvoi zu befahren ausgewiesen. Wir stellen fest, daß es die schönere Strecke ist. Sowohl Landschaftlich, als auch Fahrtechnisch. OK, es sind ein paar Auswaschungen und Lavabrocken vorhanden, aber dafür hat man schließlich den Geländewagen dabei, oder? Wir fahren durch weichen, tiefschwarzen Lavasand. 250 Meter neben uns befindet sich die mit grellen Moosen bewachsene Laki-Kraterreihe. Die Sonne scheint so hell, daß man bei diesem Kontrast zeitweise die schwarze Piste nicht richtig sieht. Ich würde die Laki-Vulkane vom landschaftlichen Reiz her mit Landmanalaugar gleichstellen. Zu den ca. 8-10 Furten auf dieser Strecke ist zu sagen: Keine ist tiefer als 40-50 cm, kein Treibsand, also Keine Gefahr! (Wenn auch im Offroadführer anders beschrieben, oder haben wir einen EXTREM trockenen Sommer erwischt? Gestern hat es aber auch hier geregnet) Lediglich auf der Rückfahrt (Zweite Piste) kamen wir durch eine uns unbekannte Furt, bei der das Auto trotz 1-L Gang fast abgewürgt wurde, und das mitten im Flußbett! Wir waren auf einen im Wasser liegenden, unsichtbaren großen Lavabrocken aufgefahren – ein kurzer Schreck, aber kein echtes Problem! Nach insgesamt 125 Pistenkilometern und einem Tagespensum von fast 400 Kilometern kommen wir in Kirkjubaerklaustur II (Irgendwie schön, der Name!) auf einem Campingplatz an, der uns (Wie der von gestern) rundum zufriedenstellt und noch dazu zu den günstigsten unseres Urlaubs gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer meiner Lieblingsplätze: Die Laki-Spalte&lt;br /&gt;Natur pur, keine Touristen, unverfälschte Landschaft!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag18"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 18, Montag, 30.8.1999 Kirkjubaerklaustur&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um 10:00 Uhr morgens weckt uns eine freche Sonne. Sind wir etwa zu Hause in Deutschland? Es wird fast ungemütlich warm im Schlafsack... Wir stehen also auf und beschließen, die Wanderung zum Kirchenpflaster, einer Gesteinsformation, zu machen. Wir fahren an das Westliche Ende des Dorfes und steigen neben dem Wasserfall den Berg hinauf. Weiter geht es an einem See entlang in Alpenähnlicher Landschaft. Eine Stunde später steigen wir den Berg wieder hinunter und sehen einen Parkplatz mit der Aufschrift „Kirkjugolf = Kirchenpflaster“. Wir stellen außerdem fest, daß sich unser Ziel ca. 500 Meter neben unserem Zeltplatz befindet. Leicht verstimmt machen wir uns auf den Weg quer durch die Ortschaft, wo unser Auto steht... Weiter geht es auf der Ringstraßé zum Jökulsarlon, dem Gletschersee, in dem Eisberge schwimmen sollen. Wir schauen uns aber vorher noch einen Gletscher aus der Nähe an. Natürlich treffen wir dort bekannte Gesichter und Fahrzeuge aus von der Fährüberfahrt. Ich habe das Gefühl, daß sich die Touristen langsam auf den Südosten Islands konzentrieren, um rechtzeitig bei der Fähre zu sein. Nach ein bis zwei Stunden Gletschertour fahren wir weiter. Zusammen mit ein paar aufgelesenen tschechischen Trampern sehen wir uns einen kleineren Gletschersee im Hinterland an. Auch dort schwimmen Eisberge herum. Der Jökulsarlon ist natürlich um einiges größer. Dort schwimmen fast Hausgroße Brocken und treiben auf´s offene Meer hinaus. Der Abfluß befindet sich unter einer Brücke, wo die starke Strömung die Eisberge mit sich reißt und sich überschlagen läßt. Wir machen eine Bootsfahrt mit einem Amphibienfahrzeug und sehen uns die Monstren in ihrer natürlichen Umgebung an. Leider sehen wir nicht, wie sich einer umdreht oder auseinanderbricht. Später gehen wir am schwarzen Lavastrand entlang, wo Eisbrocken jeglicher Größe glitzernd wie Edelsteine herumliegen. Bei dem Versuch, mit einer Eisscholle nach Amerika zu schwimmen, büße ich das linke Glas meiner Brille ein. Es ist ziemlich schwierig, ein Stück Glas im Wasser zu finden, in dem noch Eisstücke treiben... Wir geben schließlich auf und fahren nach Stafafell, wo wir die einzigen Gäste auf dem Campingplatz sind. Auch nicht schlecht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag19"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 19, Dienstag. 31.8.1999 Jökulsarlon&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen bezahlen wir unser Quartier und begeben uns langsam, aber sicher auf den Weg zum Fährhafen. Wir nehmen eine „Abkürzung“, den Öxi-Pass, welches unsere letzte richtige Offroad-Unternehmung sein sollte. Die Piste zieht sich ziemlich in die Länge. Sie ist teilweise sehr steil und wartet auch mit einigen Wasserläufen auf. Alles in allem eine letzte Genußtour durch das Land aus Feuer und Eis. Die Aussicht ist wegen des Nebels aber auf 50 Meter begrenzt. Erst zum Ende der Piste hin lichtet sich der Vorhang und gibt den Blick auf schroffe Berghänge und grüne Moosflächen frei. Laut Offroadbuch erwartet uns kurz vor dem Ende eine tiefe, stufige Furt duch einen Gletscherbach. Diese ist jedoch durch ein großes Rohr „entschärft“ worden. Dafür sehen wir einige Kilometer zuvor eine ebenso entschärfte Furt, die jedoch von Jeepfahrern neben der Verrohrung wiederhergestellt, sprich fahrbar gemacht worden ist. Ich schätze die Wassertiefe auf mindestens 60 cm. Dazu geht es noch in ziemlich steilem Winkel hinein. Unser Mitsubishi quittiert das mit zwei lauten, metallischen Krachern, die sich nach Hinterachse anhören. Aber wir kommen trotz allem heil davon... Später erreichen wir Egilstadir, wo wir tanken und uns ein bißchen umsehen. Die Siedlung hat das Flair einer Autobahnraststätte, also fahren wir weiter. Ich sehe auf der Karte in Richtung Seydisfjördur-Fjord eine Piste an deren Ende sich ein Leuchtturm befindet. Vielleicht kann man um das Kap herumfahren? 50 Kilometer Berg-, Tal-, und Fjordfahrt später stellt sich heraus: Am Leuchtturm ist wirklich Schluß! Also fahren wir ein Stück zurück und verbringen die Nacht neben einem Bächlein, das unterhalb in´s Meer fließt. Wir haben Sonne und die Aussicht auf das Gegenüberliegende Fjordufer, welches völlig unangetastet und unbewohnt in der Abendsonne liegt. Haben schon einmal Menschen ihren Fuß dorthingesetzt? Auf unserer Seite schlängelt sich eine kleine Pistenartige Straße den Berghang entlang und beschert uns 1-2 vorbeikommende Autos in der Nacht. Das kann man akzeptieren! Abends stellen wir fest, daß die Stanheizung zum zweiten Mal Wasser geschluckt hat und somit für heute ausfallen wird. Uns ist in den Schlafsäcken aber dennoch mollig warm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr beeindruckend: Eisberge treiben in´s Meer und schmelzen auf schwarzem Lavastrand. Super Fotogen!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag20"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 20, Mittwoch, 1. September 1999 Egilsstadir&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen werden wir wieder von einer 20°C warmen Sonne geweckt. Dazu noch das Rauschen des Baches, der 5 Meter entfernt liegt... Ich wechsele eine Scheinwerferglühbirne (Habe ja gleich gewußt: Das kommt davon, wenn man den ganzen Tag mit Licht fahren muß!) während Petra sich um´s Frühstück kümmert. So gegen 11:30 Uhr fahren wir den Rest der Strecke zurück nach Egilsstadir, wo wir den heutigen Tag mangels Sehenswürdigkeiten verbringen werden. Nach einem Einkauf gehen wir in´s Ortsschwimmbad. Die Glastüre hinter der Dusche ist so hell erleuchtet, mir kommt da ein Verdacht: Tatsächlich, es ist ein Freibad... Fröstelnd prüfen wir die Wassertemperatur. Es scheint angenehm warm zu sein (Oder täuscht das bei der Außentemperatur und dem Wind?). Nebenan gibt es noch zwei Whirlpools mit je 39-40°C Wassertemperatur. Sehr angenehm, die Isländischen Schwimmbäder. Die Tramper, die wir gestern aufgelesen hatten, waren schon vor uns da (Wir haben sie noch öfters getroffen und sie waren IMMER ÜBERALL schon vor uns da – Vielleicht sollten wir nächsts Mal auch trampen?). Nach zwei Stunden kommen wir total erhitzt wieder am Auto an und fahren auf den einzigen, noch geöffneten Campingplatz (Natürlich auch mit Pool...). Hier sitzen wir in der Abendsonne und entspannen uns ein letztes Mal auf Isländischem Boden: Morgen Früh geht es zur Fähre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name="tag21"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Tag 21: Donnerstag, 2.9.1999, Seydisfjördur&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir machen uns auf zum Fährhafen. Unterwegs sehen wir jede Menge deutscher Autos, die den gleichen Weg vor sich haben. Alle fahren langsam und versuchen, die letzten Meter Islands in sich aufzusaugen. Es werden nochmal Berge, Täler und Wasserfälle fotografiert... Am Hafen angekommen reihen wir uns in die Warteschlange ein, die quer durch den ganzen Ort geht.&lt;br /&gt;Wir sind auf hoher See. Der Seegang auf der Hinfahrt war nur spaß im Vergleich zu dem, was jetzt draußen vorgeht: 4-6 Meter hohe Wellen schlagen seitlich an die Norröna, sodaß das ganze Schiff erzittert. Im Freien nimmt einem Gischt jede Aussicht und man bekommt die Türen in´s Innere des Schiffs kaum auf. Hat man es dann doch geschafft, bläst einem der Wind in die Gänge, daß man sich vorkommt, wie bei Moby Dick. Nachts höre ich ein paar Autoalarmanlagen unter Deck, die wegen der Schiffsneigung oder der Stöße losgehen. Wir legen alle empfindlichen Sachen gleich auf den Boden, weil sie ja doch herunterfallen würden. Man kann diese Umstände am besten im Bett liegend ertragen, sodaß wir bis 9:00 Uhr durchschlafen.&lt;br /&gt;&lt;a name="tag22"&gt;&lt;/a&gt;Tag 22, Freitag, 3. September 1999 Torshavn, Faröer-Inseln&lt;br /&gt;Nanu? Das Schiff liegt so still im Wasser? Ach ja, der Zwischenstop auf den Faröern. Es ist natürlich regnerisch draußen. Wir gehen zum Frühstücksbuffet und stärken uns erst einmal. Man muß schließlich die ruhige Lage des Schiffes ausnutzen, wenn man etwas zu sich nehmen will. So gegen 9:00Uhr (Faröer-Zeit) laufen wir wieder aus mit dem Ziel Hanstholn, Dänemark.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Tag 23, Samstag, 4. September 1999 Nähe Shetland-Inseln&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht die endlos scheinende Fahrt mit der Fähre. Langsam geht mir der Lesestoff aus. Die Kabine scheint immer kleiner zu werden, unseren Mägen geht es wieder etwas besser. Nach einem ausgedehnten Frühstück sieht die Welt auch nicht viel besser aus: Immer noch 8 Stunden Fahrt bei 35 Km/h...&lt;br /&gt;16:00 Uhr Hanstholm&lt;br /&gt;Endlich! Wir sitzen in unserem Fahrzeug und versuchen rückwärts aus der Fähre herauszufahren, was besser klappt, als beim ersten Mal. Ich kann nur wiederholen: Man wird hier von allen Seiten bis auf 2 cm eingeparkt... So, geschafft! Jetzt geht es schnell noch die 1000 km nach Hause, wo Arbeit und Streß warten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeit, Bilanz zu ziehen: Wir haben laut GPS 500 Kilometer auf den Färöern zurückgelegt und über 3000 km auf Island (Davon ca. 400-500 auf Offroadpisten). Die An- und Abfahrt von und nach Hanstholm verschlang über 2000 Kilometer (Mit kleinen Umwegen bei der Anfahrt). Treibstoffverbrauch Autobahn 90-110 km/h : 12.5 Liter Diesel Sandpiste 14.5 Liter Diesel Andere Pisten bis 15.0 Liter Diesel 0.5 Liter Motoröl nachgefüllt. Standheizung 2 Mal voll Wasser gelaufen 1 Glühbirne verbraten. Bergematerial, Sandbleche, etc wären nicht nötig gewesen.&lt;br /&gt;Man kann sagen, in Island ist Offroadmäßig ziemlich alles erlaubt, wenn man sich nicht gerade in einem Nationalpark befindet. Von den Straßen zweigen alle hundert Meter irgendwelche „wilden“ Pisten nach rechts oder links ab: Hier scheint jeder hinzufahren, wo er will. Man kann am schwarzen Lavasandstrand entlangfahren oder Flüsse furten, wo es beliebt (Wenn man sich traut). Die Isländer selbst nehmen ziemlich wenig Rücksicht auf ihre Natur. (Vielleicht, weil es nicht so viele Isländer pro km^2 gibt, wie Deutsche bei uns...)&lt;br /&gt;Ich würde wieder in den letzten Augustwochen dorthinfahren, weil alle Pisten in´s Hochland geöffnet waren. Das Wetter mag früher etwas besser sein, aber kommt es auf 2-3°C an? Kühl und windig ist es sowieso... Man muß eben die richtige Kleidung (Stirnband, Mütze,...) mitnehmen. Ich würde Island nicht als soo unberechenbar wild, gefährlich und extrem beschreiben, wie es in manchen Reiseführern getan wird (Vielleicht Geschmackssache?). Man kann zum Beispiel ohne weiteres trampen oder mit Hochlandbussen vorankommen. Radfahren und Zelten in Island halte ich allerdings nur für Extremisten für ratsam: Ich habe Radfahrer auf geteerten Straßen, durch Windböen erfaßt, auf die Schnau.... fliegen sehen – wie fährt man dann im Hochland? Dort schieben sie meistens und wollen mitleidig bestaunt werden. Dazu kommt noch der extreme Staub, die Flußfurten (Meist mehr als Knietief, 2-3°C, reißend) und die Rüttelpisten, die sich bis zum Horizont erstrecken. Ich würde als Reisefahrzeug doch zum Auto (4X4) oder zur Hardenduro raten. Die Ringstraße hat oft eine Qualität, die mit unseren Feldwegen zu vergleichen ist. Die Preise sind, außer für Diesel, ingesamt sehr hoch: Campingplatz (2Pers.) 20-25.—DM Duschen meist extra 1 Bier 0.33 Tuborg, in einer Kneipe am Abend: 8-10.—DM Guter Rotwein im Plastikkanister, 5 Liter im Alkoholgeschäft: ca.200.--DM 1 Brot 500g ca. 5-6.—DM 1 Fertigkuchen ca 500g bis 15.—DM 2 Liter Cola 6-8.—DM&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hoffen, daß Euch unsere Islandseite gefallen hat, und würden uns über einen Kommentar dazu freuen! Es grüßen Jürgen+Petra Baumann, Nachdruck, auch Auszugsweise, nur mit Genehmigung des Autors! ©1999 JB&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://freeweb.digiweb.com/entertainment/BaumannJ/bilder.htm"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="mailto:060268506-0001@t-online.de"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="mailto:060268506-0001@t-online.de"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="mailto:060268506-0001@t-online.de"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="mailto:060268506-0001@t-online.de"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://freeweb.digiweb.com/entertainment/BaumannJ/bilder.htm"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://home.t-online.de/home/R.I.P/biogra.htm"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16122447-115138551646051545?l=reisenreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://reisenreisen.blogspot.com/feeds/115138551646051545/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16122447&amp;postID=115138551646051545' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default/115138551646051545'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default/115138551646051545'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://reisenreisen.blogspot.com/2006/06/island-99-im-land-von-feuer-eis.html' title='Island 99 - Im Land von Feuer &amp; Eis'/><author><name>Fireandice</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16037986541965065076</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/200/JB3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16122447.post-113308935746133128</id><published>2005-11-27T12:02:00.000+01:00</published><updated>2005-11-27T12:39:33.963+01:00</updated><title type='text'>Trekking in Nepal - Annapurnarunde</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Trekking in Nepal im Okt. 2001&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;Annapurnaumrundung mit Thorung-La-Pass (5416m)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;©Von Jürgen &amp; Petra Baumann, Großostheim&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/nepal12.0.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/nepal12.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Nach halbjähriger Vorbereitungszeit kam der Abreisetermin plötzlich immer näher...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Dann war es plötzlich soweit:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;27.9.2001 13:00 Uhr - 28.9.2001 Kathmandu&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schwiegervater Holger fährt uns zum Flughafen Frankfurt. 16:00 Uhr: Abflug nach Amsterdam. Dann folgte der Weiterflug mit Zwischenlandung in den VAE (5:00 Uhr) bis Kathmandu (12:00 Uhr OT). Zeitverschiebung +4:30 Std.Es folgten nervige 1,5 Stunden vor dem Visumschalter bei 30°C. Leute, die ihr Visum schon zu Hause besorgt hatten, mussten genausolange warten. Als diese Hürde genommen war, konnten wir unsere Koffer entgegennehmen und uns der Meute vor dem Flughafengebäude stellen:100 Hotelabholer, Taxifahrer, Hotelschlepper etc... Auf irgendeinem Schild stand: Jürgen &amp; Petra. 6-7 Träger brachten unsere Koffer an´s Auto und nutzten meine Unkenntnis der neuen Geldscheine...Zusammen mit drei Personen fuhren wir zum ersten Mal durch Kathmandu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbeschreiblich!&lt;/strong&gt; Nicht in Bildern fassbar! Istanbul z. B., ist eine ruhige Oase dagegen!Linksverkehr, Rikschas, Kühe, Motorräder, Busse und hunderte von Fußgängern tun ihr Übriges zum Eindruck des totalen Chaos.Schließlich kamen wir im Büro von Govinda Poudel, unserem Veranstalter, an. Dort wurden wir auf´s herzlichste empfangen und auch gleich bewirtet.Nach ausgiebiger Lagebesprechung fuhren wir in´s Hotel "Greeting Palace". Dieses machte auf uns zuerst nicht den tollsten Eindruck; die Zimmer waren jedoch groß, sauber (!) und es gab eine funktionierende Dusche... War nach der langen Anreise wirklich nötig!&lt;br /&gt;Frisch geduscht streiften wir durch Kathmandu. Einen genauen Stadtplan gibt es hier scheinbar nicht. Ohne GPS (Welches ich immer bei mir trug!) wäre das Hotel für uns sicher unauffindbar gewesen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;br /&gt;Die ersten Eindrücke stürzten förmlich auf uns ein. Es ist aber nicht nur Armut und Schmutz, was man sieht - es sind vielmehr freundliche Menschen, die immer zu Späßen aufgelegt sind. Jeder kann ziemlich perfekt Englisch, sodaß man keinerlei sprachlichen Probleme hat. Beim Handeln stäßt man schnell an Grenzen: Die geforderten Preise sind einfach ehrlicher, als z. B. in der Türkei, oder Nordafrika.Handeln ist zwar möglich, aber nicht so sehr verbreitet, wie in den vorgenannten Gegenden.AUch die Aufdringlichkeit der Händler ist weniger aggressiv und leichter abzuwenden, als dort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 20:00 Uhr (Stockdunkel) gingen wir original Nepalisch essen. Beim Betreten des Lokals mussten wir die Schuhe ausziehen. Weiter ging es auf Teppichboden bis zu einem ca. 30 cm hohen Tisch mit Kissen davor. Interessante Geschmacksrichtungen streichelten unsere Gaumen! Der Reis schmeckte irgendwie nach vergorener Ziegenmilch, aber mit Baaht (Linsensoße) übergossen, war er recht gut. Wir aßen ein Gericht mit Hühnerfleisch.Aus dem geschnitzten Fenster konnten wir das Treiben auf der Straße verfolgen. Interessant! (Siehe Foto oben).Drei Kellner bemühten sich abwechselnd um uns.Die Rechnung betrug keine 10.-- Euro(Incl. zweier grosser Bier). Satt und zufrieden erreichten wir ber unbeleuchtete Geheimpfade unser Hotel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;29.9.2001 Kathmandu&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Tag begann nach unruhiger Nacht (Zeitumstellung, Hundegebell, Hitzt &amp; Stechmücken) mit einem leicht fettigen Frühstück. Tatendurstig schlenderten wir durch die Gassen der Altstadt von Kathmandu.Tees wurden dort auf Benzinkochern zubereitet. Schuster nähten auf der Straße. Scherenschleifer,Schuhputzer und allerhand Heilige kreuzten unseren Weg.&lt;br /&gt;Sadduh auf dem Durbar Square&lt;br /&gt;Zwischendurch bekamen wir Glück und ein langes Leben von einem Heiligen (sadduh) versprochen,was unsere Reisekasse um 20 Rupies schmälerte...Anschließend versuchten wir stundenlang mit Hilfe von Polizisten, Passanten, Rikscha- und Taxifahrern den weltberühmten Durbar Square von Kathmandu zu finden, was uns schließlich doch noch gelang.Dort angekommen, kamen wir mit zahlreichen "Führern" in Kontakt. Nichtsdestotrotz ist der Durbar Square mit seinen verschiedenen Tempeln eine einzigartige Attraktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hervorzuheben sind die "Sadduhs". Das sind Heilige in roten Umhängen, die sich sehrfotogen in Szene setzen und gerne ablichten lassen.&lt;br /&gt;Auf den Sogenannten Affentempel hingewiesen, begaben wir uns mit einem Führer auf den Weg dorthin.Nach längerem Fußmarsch und Anschließenden Aufstieg auf unseren ersten Trekkinggipfel (365 Stufen; Kassenhäuschen an der 360. Stufe).bekamen wir einzigartige Tempelanlagen zu sehen. Unter dem kritischen Blick Buddahs bestaunten wir Stupas, Chörten und Gebetsmühlen. Auch wilde Affen trieben dort ihr Unwesen.&lt;br /&gt;Auf dem Heimweg versorgten wir Bettler, Händler und Taxifahrer mit Bargeld. Wir benötigten ohne den Führer ein Taxi, eine Rikscha und zwei Stunden, um unser Hotel wieder zu finden!Gegen 17 Uhr kam unser Trekkingguide vorbei, um unsere Garderobe zu begutachten.Von unserem Arzneimittelvorrat war er sehr beeindruckt.(Wir hatten sogar Infusionen mit Zubehör dabei: Danke, Werner!)&lt;br /&gt;Später gingen wir wieder Abendessen: Besonders die Potatoe wedges (mit Indischer Bezeichnung) schmeckten hervorragend! (Restaurant: Thamel House)&lt;br /&gt;Von Fleischgerichten nahmen wir Abstand. Die WIldschweinhälften, Ziegenköpfe und Hähnchenbeine, die wir morgens am Straßenrand (!) sahen, wurden abends immer noch feilgeboten... Trotzalledem wurden wir satt und es schmeckte klasse!&lt;br /&gt;In der Nacht wurden wir 2x vom Monsumregen geweckt. Dafür war die Luft danach aber sehr klar, kühl und sauber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;30.9.2001 Busfahrt Kathmandu-Besisahar (750m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Frühstück mit viel Tee brachte uns Prasanta, unser Führer, zum Busbahnhof.Dort warteten ziemlich urwüchsige Busse (Marke "Seidenstrasse") auf uns.Gegen 9 Uhr fuhren wir los in Richtung Annapurnagebirge.&lt;br /&gt;Nachmittags um 4 Uhr hatte die Strapaziöse Fahrt ein Ende. Zwischenzeitlich passierten wir unzählige Erdrutsche, kleine Dörfer und Märkte. Alle paar Stunden wurde zum Tee trinken, Mittagessen und aus sonstigen Gründen angehalten.Unser Guide war uns in dem Gemenge von Händlern, Bettlern und Hotelschleppern eine große Hilfe. Einmal kamen wir an einen Militärposten, der alle Insassen aussteigen ließ und kontrollierte. Später stieg ein Musikant zu, der vielleicht 45 Minuten lang auf einer Art Geige seine Sangeskünste zum Besten gab. Auch Ziegen wurden während kurzer Abwesenheit des Fahrers heimlich an Bord gebracht.&lt;br /&gt;Die Landschaft wurde immer grüner und fruchtbarer: Bananenpflanzen, Orchideen udn alle möglichen Urwaldpflanzen überziehen die Berghänge. Im Tal fließen reißende Flüsse in grauer und gelber Farbe.&lt;br /&gt;Wir bezogen ein Hotel mit Dachterrasse. Die Nacht war sehr kurz: 26° im Zimmer und Mücken auf jedem Körperteil, das aus dem Schlafsack ragte, ließen uns kaum Schlaf finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.10.2001---&gt; 1. Trekkintag Beshisahar (750m) - Bahundada (1310m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;6 Uhr Aufstehen, 6:59 Uhr Frühstück mit Müsli, 7:30 Abmarsch.Ich rief vorlaut: "Auf geht´s" (Was Prasanta sehr gefiel).Mingmar, unser Träger, marschierte mit seinen ca. 30 Kg im Seesack los, als wäre der Sackmit Stroh gefüllt. Petra und ich hatten jeder ca. 12Kg zu tragen (Jede Menge Wasser).Der Weg führte in den frühen Morgenstunden dicht am Fluss entlang, der recht wilde Eskapadentrieb. Dann folgte die erste Hängebrücke:"Vergesst alle Hängebrücken, die Ihr bisher gesehen und betreten habt!" Dieser Übergangbestand aus einigen zusammengenagelten Bambusrohren, die sich bei jedem Schritt in eine andere Richtung bogen. Man könnte ganze Bildbände mit den Verrenkungen füllen, die nötig waren, um diese Brücke zu passieren.&lt;br /&gt;Es folgten 4-5 weitere Flußüberquerungen gleicher Art. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/nepal13.0.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/nepal13.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Mittlerweile war es Mittag geworden undwir schwitzten aus allen Poren.Bis wir abends das Dorf Bahundada erreichten, waren mehrere Liter Schweiß vergossen worden.Zwischenzeitlich regnete es ein paar mal leicht. Wir sind aber nie richtig naß geworden, es war mehr eine willkommene Abkühlung...Für Nepal war dieses Jahr touristisch gesehen kein Gutes: Unruhen im eigenen Land und späternoch der USA-Afghanistan-Konflikt brachten 30% weniger Touristen in´s Land.Für uns war es jedoch OK: Wir hatten stets eine Gute Auswahl an Unterkünften und waren denganzen Tag über ziemlich unter uns...Im abendlichen Hotel nächtigten vielleicht 12 Touristen. Unser Führer kam heute ganz schön in´s schwitzen und wurde von mir durch herzhafte "Auf geht´s!"-Rufeangefeuert. Abends erlaubte er uns noch ein Bier für zwei Personen und als wir uns um 18 Uhrzurückziehen wollten, gab er mir hinter vorgehaltener Hand noch einen entscheidenden Tip:"Men should sleep ALONE at night, or the next day will be REALLY HARD!"Wir hielten uns daran...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Trekkingtag Bahundada (1310m) - Tal (1640m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach einem stärkenden Frühstück verließen wir das Hotel, das auf einem Hügel über dem Dorf lag(Super Aussicht, Nebelschwaden im Tal, etc...). Es war eine angenehme Nacht gewesen. Dann folgte eine ernsthafte Tagestour, die durch grüne Täler, Reisterrassen, Bergrutsche und unzählige Dörferführte. Es war schönes, leicht bedecktes Wetter und 22°C. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/nepal9.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/nepal9.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Uns kamen viele Eselkarawanen entgegen. Träger transportierten Äpfel von der anderen Seite des Passes herüber (Kg für 1 ca. Euro). Manche schleppten 60-65 Kg(!). Die meisten trugen einfacheBadelatschen. Einmal fiel ein Träger ca. 50m vor uns hin und konnte sich nicht mehr unter seiner Lastbefreien. Wir hoben das Paket von ihm herunter (zu dritt!) und versorgten ihn notdürftig mit Medizin.Weiter ging es durch atemberaubend grün bewachsene Schluchten. Selbst Marijuanapflanzen fehlten nicht als Unkraut am Wegesrand.Prasanta (Vormals Grundschullehrer) kannte sich mit allen Pflanzen,Tieren, Land und Leuten bestens aus.Wir hängten noch 2,5 Stunden an die heutige Etappe dran, um einen Tag einzusparen (Zur späteren Verwendung). Nach 10 Stunden wandern reichte es uns aber dann doch...Dafür wurde unser Führer von seinen Kollegen am abend bestaunt.Wir gingen um 20.30 Uhr in unser 3,5m^2 großes Zimmer und schliefen sofort wie tot ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Trekkingtag 3.10.2001 Tal (1675m) - Kotho (2590m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute starteten wir eine halbe Stunde früher. Wir folgten dem Wildbach über 5 Hängebrücken bergauf.Das Auf und Ab des Weges führte uns bis über 2700m.Pünktlich ab 2500m bemerkte ich eine kleine Konzentrationsschwäche und ein minimales Schwindel-gefühl. Hätte aber auch die Anstrengung sein können. Meinem rechten Fuß ging es über den Tag hinwegnicht schlechter, als gestern. Dem brutalen Muskelkater vom Vortag stand heute ein moderates gegtenüber.Wir kamen an mehreren Mani-Mauern mit tibetischen Gebetsmühlen vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vielzahl der Menschen auf dem Trekk spiegelten ein bunt gemischtes Volk mit freundlicher Lebens-auffassung wider. Man kam sich in jedem Dorf wie ein Gast aufgenommen vor.Abends stiegen wir in einem urigen Hotel im Tibetischen Stil ab. Der Gastraum war gemütlich von Kerzenerleuchtet, von der Decke hin getrocknetes Yakfleisch in Streifen herab (Schmeckt übrigens wie Rind).Zur Krönung tranken wir einen original tibetischen Yakbuttertee. Wir hatten schon viel über dessen Geschmack gehört und wollten einfach mal selbst probieren:Yakbutter und Salz geben dem Tee einen fremdartigen und irgendwie Bouillonartigen Geschmack.Jedenfalls nicht unangenehm. Auch interessant: Mustang Coffee (Aus dem Kg.reich Mustang)Während wir wegen der zu erwartenden Höheneffekte striktes Alkohol- und Rauchverbot hatten,trank unser Guide den einheimischen Branntwein aus Limogläsern...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Trekkingtag, 4.10.2001 Kotho (2590m) - Pisang (3200m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben heute gut geschlafen und machten uns früh auf den Weg. Das Wetter war regnerischund die Auswirkungen der zunehmenden Höhe machten das Wandern nicht leichter. Petra bekamgegen 10 Uhr erste Kopfschmerzen. Mir ging es eigentlich recht gut. Ich hatte mir angewöhnt,mit zwei Wanderstöcken zu laufen, was die Gelenke sehr entlastet. Wir begannen im T-SHirt undsteigerten uns über Fleecejacken bis zum Regenzeug.Schon gegen 15 Uhr kamen wir in Pisang, unserem Tagesziel an. Zum Mittagessen wurde uns wieder eine Knoblauchsuppe verordnet. Schwarzer Tee wurde ab heute ebenfalls gestrichen.Pisang liegt schön neben einem Gletscherfluß. Es ist zweigeteilt: Upper Pisang thront ein paar hundert Meter über Lower Pisang. Ganz oben findet man ein Buddhistisches Kloster.Hier ist es kalt und windig. Es regnet öfter ein bißchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Trekkingtag, 5.10.2001 Pisang (3200m) - Ngawal (3660m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir starteten bei nebeligem Wetter. Petra ging es etwas besser, sodaß wir den höher gelegenenWeg nahmen. Dafür wurden wir, nachdem sich der Nebel gelichtet hatte, den ganzen Tag langmit fantastischen Ausblicken auf Annapurna II (7937m), Annapurna IV (7520m) und weiteren Bergen der Annapurnakette belohnt. Auch die Tiefblicke in´s Tal waren von beeindruckender Klarheit. Wir kamen an vielen Manimauern und Chörten vorbei. Die Dörfer waren meist leer, da die Bewohner mit der Getreideernte beschäftigt waren.Die Höhe machte uns nun zunehmend zu schaffen. Jede kleine Anstrengung führte zu schnellem Atmen und Kopfschmerzen. Wir kamen immer langsamer vorwärts. Mein Ruhepuls lag bei 80/min.&lt;br /&gt;Der Weg nach Ngawal wird nicht so häufig begangen, sodaß wir eine sehr urige (typische) Unter-kunft annehmen mußten: Bretterverschlag mit fehlender Fensterscheibe, Klo in 100m Entfernungüber einen Zaun in einem kl. Obstgarten... (Gut, wenn man eine Taschenlampe dabei hat!)Hier oben stürmt es ständig. Die Sonne brannte unbarmherzig, aber bei dem Wind war es dennoch nicht sonderlich gemütlich hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6. Trekkingtag, 6.10.2001 Ngawal (3660m) - Manang (3500m) Akklimatisationstag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht hatten wir beide Kopfschmerzen, schliefen aber dennoch recht gut. Als um 4 UhrPetras Kopfschmerzen unerträglich wurden, kamen zwei Aspirin und Mutter´s "Notfalltropfen" zum Einsatz. Wir schliefen etwas länger und starteten um 8.15 Uhr. Das Wetter war wieder top: Sonne pur!Später auf der Ebene kam ein staubiger Wind hinzu. Die Pflanzenwelt hatte sich gestern und heute auf Gebüschniveau verringert. Kurz vor Manang sahen wir die ersten Yaks. Unterwegs stiegen wir zu einem Buddhistischen Kloster auf. Wir bekamen freundlichen Einlass und gegen eine kleine Spende die Fotoerlaubnis. Im Kloster herrschte eine mysthische Atmosphäre. Der Klang der Gebetstrommel verstärkte den unheimlichen Eindruck, den die verschiedenen Masken, Dämonen und sonstige Gestalten verbreiteten. Sehr interessant!In Manang angekommen, bezogen wir ein neues Hotel, welches Zimmer mit Licht (!), Toilette (!!) und warmer Dusche (!!!) bot. Auch das Essen war sehr schmackhaft. Eine echte Wohltat!&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/nepal21.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/nepal21.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Frisch gestärkt machte ich mit Prasanta noch einen Ausflug zum nahegelegenen Gletschersee und, voller Übermut gleich noch auf den danebenliegenden Berggipfel (3800m, auf dem Foto schwarz im Vordergrund zu sehen).Da es hier sehr schnell dunkel wird, mussten wir uns mit dem Abstieg ganz schön beeilen.(Natürlich hatten wir keine Taschenlampen dabei...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;7. Trekkingtag, 7.10.2001 Manang (3500m) - Yak Karka (4000m) Luftdruck: 637hPa&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir starteten nach gutem Schlaf und ebenso gutem Frühstück recht spät in Richtung Yak Karka(Übers.: Yak-Sammelplatz). 500 Höhenmeter sollten für heute genügen. Eine einfache Unterkunft am Weg bot uns ein Zimmer mit Toilette für die Nacht.Sobald die Sonne verdeckt ist, wird es hier ziemlich kalt. Petra´s Kopfschmerzen verschwandenimmer noch nicht. Auch das Medikament Diamox, welches die Akklimatisation beschleunigen soll,half nicht viel. Ich hatte vereinzelt schwache Kopfschmerzen, aber bisher nichts schlimmes...Mir war den ganzen Tag (seit ca. 3000m) leicht schwummrig. Die Luft ist hier so dünn, daß einemselbst leichte Anstrengungen sofort außer Atem bringen.Der River Marsyangdi, den wir noch vor ein paar Tagen als reißenden Fluß kannten, hat sich zueinem kleinen Bergbach mit 1,5m Breite verwandelt.Den ganzen Tag lang begleitete uns das faszinierende im Sonnenlicht gleißende Panorama derAnnapurnagipfel. In Yak Karka angekommen, konnten wir nun auch die ungefähre Lage des Thorung-La Passes erahnen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;8. Trekkingtag, 8.10.2001 Yak Karka (4000m) - Thorung Phedi (4500m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schritte werden kürzer, die Atemzüge länger... Die Atemfrequenz und die Kopfschmerzenerhöhen sich in gleichem Maß. Eine Treppe mit vier Stufen zu erklimmen, bringt einen ziemlichaußer Atem.Wir bekämpfen die Anzeichen der Höhenkrankheit mit Diamox und Dolormin. Einen Akklimatisationsspaziergang müssen wir nach 150 Höhenmetern wegen Schmerzen abbrechen. Wer hätte gedacht, daß die paar Meter so viel ausmachen?Daher gibt es am Abend wieder mal die ungeliebte "Garlic Soup"...Wir sahen heute auch Yaks und sogenannte "Blue Sheep", die in Wirklichkeit eher braun aus-sahen. Wohl eine Art Steinbock?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;9. Trekkingtag, 9.10.2001 Auf dem Dach der Welt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Thorung Pehdi (4500m) - Thorung-La-Pass (5416m) - Muktinath (3700m)&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht endete für uns gegen 3.15Uhr. Wir frühstückten und nahmen die HerausforderungThorung-La in Angriff. Mit Taschenlampen, heißem Wasser/Tee und 3-4 Schichten Kleidungstiegen wir in den Geröllhang ein.Die Serpentinen schienen endlos. Wir fühlten uns aber den Umständen entsprechend gut.Alle zwei Schritte ein Atemzug in der unter 0° kalten Luft. Alle 5 Minuten eine Pause.Das Trinkwasser war nach 2-3 Stunden wieder dem Gefrierpunkt nahe. Ein kalter Wind schnitt in alle unbedeckten Hautpartien ein. Unsere Sturmmasken (Vom Motorradfahren)waren eine gute Hilfe gegen die Kälte im Gesicht.Als es dämmerte, hatten wir ca. 300 Höhenmeter geschafft. Es lagen also noch 700 Hm vor uns.Man sollte meinen, mit dem Sonnenaufgang würde es wärmer werden?Dagegen sank die Temperatur ständig wegen der zunehmenden Höhe weiter ab. Auf den Ruck-säcken bildete sich Reif. Alles war so weit OK, bis Petra plötzlich unter Übelkeit litt. Zusammenmit den Kopfschmerzen der vergangenen Tage ein weiteres Symptom von AMS (Höhenkrankheit).Nun gab es für uns drei Möglichkeiten:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/nepal15.0.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/nepal15.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt;Absteigen und einen Tag abwarten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2&lt;/strong&gt;.Medikament Dexamethason einsetzen, welches ca. zwei DIN A 4-Seiten mit Nebenwirkungen hat und auf Steroidbasis funktioniert.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3&lt;/strong&gt;.Ein "zufällig" bereitstehendes Pferd mit Führer mieten und Petra zum Pass hochbringen lassen,von wo aus sie alleine weitergehen könnte.Da wir nur noch ca. 200 Höhenmeter (~30 Min) vor dem Scheitelpunkt des Passes entfernt waren,entschieden wir uns für die dritte Möglichkeit.Für US$ 30.-- brachte ein Führer Petra mit Pferdekraft halbwegs sicher nach oben. Dort bekam sie von den Umstehenden schon mal einen kleinen Applaus...(Oder bekam das Pferd den Applaus? Es wehrte sich anfangs heftig...)Während Petra sich in einer kleinen Schutzhütte langsam erholen konnte, legten Prasanta und ich einen Spurt ein, der sich gewaschen hatte... So waren wir ca. 25 Min. nach Petra oben angekommen. Dort gab es strahlenden Sonnenschein, aber auch heftige Sturmböen.Wir schossen die obligatorischen Gipfelfotos und verließen den ungastlichen Ort bald wieder. Petra ging es schlagartig besser, sodaß wir unbesorgt weitergehen konnten.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/nepal20.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/nepal20.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Man konnte bis nach Tibet (Wüstenlandschaft) und Mustang (Verbotenes Königreich) sehen.&lt;br /&gt;Rechts und links des Passes erhoben sich weitere Gipfel, die ca. 6500m hoch waren.&lt;br /&gt;Nun ging es die brutalen 1700 Höhenmeter bis nach Muktinath hinunter.Der Abhang war ca. 50° steil und zog sich über 10 Kilometer hin. Unsere Knie wurden aufeine harte Probe gestellt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/nepal19.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/nepal19.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;Der Abstieg...&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Gegen Nachmittag (nach 9 Std.) kam die Belohnung: Ein Hotel mit gutem Essen und richtiger Dusche, heiß!! Wir aßen Mexikanisch-Indisch, was in Anbetracht der Lage sogar recht authentisch (Scharf) schmeckte. Zur Feier des Tages bekamen wir die "Bier-Erlaubnis", welche wir gnadenlos ausnutzten. "Nie mehr Garlic-Soup!"&lt;br /&gt;Später besuchten wir den Klosterbezirk von Muktinath, einem Heiligtum für Buddhisten und Hindus gleichermaßen. Viele Pilger kommen von dieser Seite des Passes zu Fuß, oftmals Barfuß, hierher, um im nächsten Leben einen besseren Platz zu bekommen.&lt;br /&gt;Es gibt viele Gerätschaften und eine immerwährende Gasflamme in dem Tempel zu sehen. Nun war der schwierigste Teil der Trekkingreise geschafft und es ging wieder langsam in Richtung Zivilisation. Irgendwie schade, aber es gab auch hier noch viel Interessantes zu sehen:&lt;br /&gt;Die Landschaft änderte sich in Richtung Wüste:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;10. Trekkingtag, 10.10.2001 Muktinath (3700m) - Jomsom (2860m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute ging es um 7 Uhr los in Richtung Jomsom. Wir erreichten nach dem Mittagessen das Tal des Kali-Gandakiflusses. Ein ca. 800 Meter breites Flussbett, welches fast an eine Wüste erinnerte: Sandstürme tobten ab 10 Uhr bis zum Abend. Wir hatten ständig Gegenwind in Orkanstärke. Dieses Spiel wiederholt sich hier jeden Tag, sodaß der FLugplatz in Jomsom nur morgens nutzbar ist.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/nepal16.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/nepal16.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Jomsom ist Distrikthauptstadt und für Touristen recht gut in ein paar Trekkingtagen von Pokhara aus erreichbar. Manche fliegen auch mit der Propellermaschine hierher, dies ist aber nicht Sinn der Sache... Der Weg von Muktinath aus ist sehr anstrengend. Kopfgroße Steine säumen die ganze Strecke, sodaß uns abends die Knochen ziemlich weh taten.&lt;br /&gt;In Jomsom sehen die Häuser irgendwie wohlhabender aus, als auf der anderen Seite des Thorung-La. Strom, Wasser, Bier, Essen: alles ist hier billiger und besser.&lt;br /&gt;Nur der Orkan, der den halben Tag durch die Gassen fegt, ist von Nachteil. Vielleicht schicke ich ein paar Emails nach Deutschland? 1 KB=80 Rupien = ca. 2,75 DM&lt;br /&gt;Ein weiteres Mal kann ich nur die Freundlichkeit der Menschen hier hervorheben: Viele grüßen einem einfach so auf der Straße. Auch kleine Geschäfte und Feilschereien finden in einer netten, unverkrampften Atmosphäre statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;11. Trekkingtag, 11.10.2001 Jomsom (2860m) - Kalopani (2600m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Weiter ging´s im Kali-Gandakital bergab durch teilweise Pinienwälder, teilweise Steinwüsten mit Sandstürmen. Insgesamt milderes Klima als gestern, aber dafür eine größere Distanz zu laufen. Muskelkater und Blasen an den Füßen erschwerten das Vorwärtskommen etwas. Nach 8 Stunden kamen wir in Kalopani an. Wir hatten den ganzen Tag Sonne und Wind. Der Fluß teilte sich in unzählige Arme auf, sodaß man manchmal im Watt der Nordsee zu sein glaubte.&lt;br /&gt;Unterwegs trafen wir einen Engländer, den wir schon in Yak Karka und am Pass getroffen hatten. Er war schon ein paar Monate in Asien unterwegs gewesen und nun auf dem Weg nach Indonesien und Thailand. Später wollte er nach Australien zum jobben fliegen. Oft trafen wir hier in Nepal auf solche Typen - scheinbar ein Treffpunkt für Aussteiger?&lt;br /&gt;Auch Barfußgehende Mönche (Saddhus) in oranger Kleidung kamen uns entgegen. Sie strebten im Kloster Muktinath einer höheren Wiedergeburt im nächsten Leben entgegen. Prasanta erklärte uns alle Zusammenhänge. Im FLußbett finden sich Versteinerungen, die gesammelt und in ganz Nepal verkauft werden. ich fand einen großen Ammoniten, der jedoch schlecht erhalten und zu schwer zu tragen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;12. Trekkingtag 12.10.2001 Kalopani (2600m) - Tatopani (1400m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute hatten wir eine lange und teilweise steile Etappe von ca. 7,5 Stunden zu bewältigen. Wir sahen mit dem Kali-Gandakital das tiefste Durchbruchtal der Erde mit ca. 6000 Metern Höhenunterschied. Der Tag verging recht schnell und wir bekamen gegen 16 Uhr unsere heutige Belohnung: Die heißen Quellen von Tatopani. Ca. 50°C heißes Wasser ermöglichte die totale Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Ein weiterer Höhepunkt war das schöne Hotel mit guter Speisekarte: Ich wurde zu "Hähnchen, gegrillt mit Reis und Gemüse garniert" verführt. Echt klasse!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;13. Trekkingtag 13.10.2001 Tatopani (1400m) - Gorerpani (2850m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schon wieder eine lange, extrem steile Etappe: 9 Stunden und 1450 Höhenmeter, das Auf und Ab gar nicht mitgerechnet. Der Weg führte uns durch zahlreiche Täler und Dörfer. Wir aßen 2x zu Mittag und wurden schließlich doch noch satt...&lt;br /&gt;Der Weg glich einer 1450 Meter hohen Treppe. Diese führte durch verschiedene Vegetationszonen von trocken (Eidechsen!) bis Dschungel (Spinnen, Affen). Zum Schluß betraten wir den größten Rhododendronwald der Welt. Ein richtiger Urwald mit Lianen und Orchideen hier oben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich erreichten wir unsere Unterkunft, ein Hotel in blaues Blech gepackt. Besonders hervorzuheben war die heiße Dusche, die in kompletter Dunkelheit stattfand. Wieder mal gut, daß ich eine Taschenlampe hatte! Morgen geht´s in aller Frühe die 400 Höhenmeter auf den Poon Hill (3200m). Die ist der Aussichtsberg mit Blick auf 14 Gipfel des Himalaya.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;14. Trekkingtag 14.10.2001 Gorepani (2850m) - Poon Hill (3200m) - Gandruk (2100m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag begann um 4 Uhr in der Früh: Wir bestiegen den Poon Hill. Mit Handschuhen, Gesichtsmaske und Taschenlampen machten wir uns bei Dunkelheit auf den Weg. Poon Hill ist der Aussichtsberg der Gegend. Oben angekommen (+400 Höhenmeter) warteten wir in Eiseskälte auf den Sonnenaufgang über dem Himalaya. DIeser ließ eine Stunde auf sich warten. inzwischen hatten sich weitere 50-80 Personen eingefunden, die ebenfalls auf das Ereignis warteten. Ich kam mir fast wie bei der Sonnenfinsternis 1999 in Karlsruhe vor.Eigentlich war das Ereignis nichts besonderes, aber da wir schon mal da waren, schlossen wir uns der Blitzlichtgemeinde an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach erfolgtem Abstieg zum Hotel (-400 Höhenmeter) frühstückten wir ausgiebig um für den bevorstehenden Tag gewappnet zu sein. Um 8 Uhr liefen wir los, um um 15 Uhr im Trekker´s Inn in Gandruk anzukommen. Vorher mußten wir im Rhododendronwald unzählige Anhöhen erklimmen, um dann wieder in´s nächstbeste Tal abzusteigen. Teilweise waren Leitern an den steilsten Stellen ausgelegt. Abends gab es ein nettes Hotel mit schönen, großen Zimmern, wo wir es uns gutgehen ließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;15. Trekkingtag, 15.10.2001 Gandruk (2100m)-Birethani&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der letzte Trekkingtag führte uns nochmals steil hinab bis nach Birethani. Dort tauchte nach dem Mittagessen unvermittelt die Straße nach Pokhara auf. Am Ende des langen Weges hatte uns die Zivilisation unvermittelt wieder. Taxifahrer buhlten um die Gunst der Reisenden. Von hier aus ging es in 30 Min. nach Pokhara.&lt;br /&gt;Dieses liegt recht idyllisch an einem großen See und macht auf mich den Eindruck einer Westernstadt: Breite Hauptstraße mit wenig Verkehr; Shop an Shop - dichtgedrängt. Dazu unzählige Saloons (Nein, ich meinte Restaurants), deren Verlockungen wir nicht widerstehen konnten. Petra´s Riesenpizza hielten wir fotografisch fest. Meine Miniportion Hähnchen ebenfalls... Später versandten wir noch ein paar Emails nach Hause...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;16.10.2001 Pokhara - Kathmandu&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Es folgte wieder eine haarsträubende Busfahrt á la "Seidenstraße" nach Kathmandu. 150 Kilometer in 6 Stunden! Unzählige Erdrutsche, Tanklaster und sonstige Hindernisse mussten passiert werden. Der letzte Teil kurz vor Kathmandu war der schlimmste: Serpentinen im Schrittempo. Später ging es im Taxi weiter bis zum Hotel, wo wir diesmal Luxuszimmer mit richtigem Bad, europäischer Toilette (!!) und TV bekamen.&lt;br /&gt;Frisch geduscht gingen wir am Abend gleich zwei mal Abendessen in die uns bekannten Lokale. In´s Erste wegen Preis, Service und Aussicht, in´s Zweite wegen Geschmack und Sättigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;17.10.2001 Sightseeing Kathmandu (+Bhaktapur, Pashupatinath+Bodnath)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir beanspruchten Prasanta für einen Sightseeingtag, der uns alle notwendigen Sehenswürdigkeiten Kathmandus und Umgebung näherbringen sollte.&lt;br /&gt;Die gemütliche Altstadt von Bhaktapur (Eintritt 2x20 US$!!!) ist sehr sehenswert. Im Vergleich zum Durbar Square Kathmandus war es dort uriger, ruhiger und weniger Aufdringlich. Viele alte Tempel wollten besichtigt werden...&lt;br /&gt;Pashupatinath (In Kathmandu) beeindruckte mich besonders: Wir wohnten einer Leichenverbrennung mit allen Prozeduren bei. Ich fand das sehr interessant. Als der Rauch dann zu uns herüberwehte, gingen wir lieber weiter... Die Zeremonie hatte aber nichts abstoßendes an sich.&lt;br /&gt;Die "Führung" ging weiter zur Stupah von Bodnath. "Die Augen Buddhas sehen alles!" drückt dieses Bauwerk unmissverständlich aus (Siehe Titelbild dieser Webseite). Durch ein Gewirr von engen Gassen gelangten wir schießlich in´s Hotel Greeting Palace zurück. Abends schlenderten wir noch durch Thamel (Stadtteil), wo es ein paar gute Pizzerien gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;18.10.2001 Kathmandu&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute besuchten wir die New Road mit Nepals grösstem EInkaufszentrum. Dort kann man Nepals erste Rolltreppe (Bj. 1969) benutzen. Wir hangelten uns von Café zu Café und landeten schließlich im Internet...&lt;br /&gt;Eine Stunde surfen für Rs40 (~1,10 DM)ist aber auch verlockend, wenn man vom Rest der Welt ziemlich abgeschnitten ist! Später besuchten wir Pilgrim´s Bookshop, wo man neue und gebrauchte Bücher in allen Sprachen erstehen kann. Diese kann man im angeschlossenen Biergarten gleich lesen.&lt;br /&gt;Abends wurden wir vom Direktor des Trekkingbüros zu einem Abschlußessen eingeladen. Es gab... natürlich Dhaal Bhat (mit Chicken). Mingmar, unser Träger hatte dieses Essen gezaubert, eine weitere Qualität, die wir noch nicht von ihm kannten. Wir unterhielten uns gut und besuchten später noch einmal unser Stammlokal (auf ein Bier).&lt;br /&gt;Vorher holten wir unsere entwickelten Urlaubsbilder ab ( ~100 Stück für 40.--DM). Super Qualität, Digitalmaschinen machen´s möglich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;19.10.2001 Letzter Tag in Kathmandu&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute packten wir die Koffer. Ob das Gepäck noch als Normalgewicht durchgeht? Wir bummelten ein letztes Mal durch unseren Stadtteil, Thamel. Inzwischen kennen wir uns einigermaßen aus. Ich glaube nicht, daß es für dieses Viertel einen Stadtplan gibt. Das Gesicht der Gassen und Straßen änderet sich ständig. Wir haben gelernt, uns an Himmelsrichtungen und ein paar Besonderen Fixpunkten zu orientieren.&lt;br /&gt;Immer wieder lustig waren die Schlangenbeschwörer, die, wenn ein Tourist vorbeikommt, den Korb öffneten und der Schlange (meist Kobras) einen kurzen Schlag versetzten, damit sie auch auf jeden Fall ihren Kopf ´rausstreckten und böse fauchten...&lt;br /&gt;Auch Großsittiche wurden hier verkauft, die von der Lautstärke her ein ganzes Viertel beschallen könnten. Petra hatte sich immer noch nicht an den Anblick frisch (?) geschlachteter Schweine und Ziegen gewöhnt, die am Straßenrand angeboten wurden.&lt;br /&gt;Ich habe inzwischen schon mehrmals Hähnchen gegessen. Zu mehr Fleischkonsum konnte jedoch auch ich mich nicht durchringen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später trafen wir uns ein letztes Mal mit Prasanta, der uns zum Flughafen brachte. Dann ging ein unvergesslicher Urlaub seinem Ende zu...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;FAZIT:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nepal wird uns sicher in angenehmer Erinnerung bleiben. Das friedliche Miteinander der verschiedenen Kulturen war faszinierend. Ebenso die Vielfalt der Bräuche und Religionen. Auch für Fotografen eröffnet sichhier ein reiches Betätigungsfeld. Schließlich trugen auch die sehr günstigen Preise zu einem positiven Urlaubsempfinden bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Demgegenüber standen natürlich auch gewisse Nachteile: Mangelnde Hygiene, Stehklos, unsauberes Eßbesteck, SMOG, Wasser musste behandelt werden (Auch Mineralwasser!), Verkehrschaos (150 KM im Reisebus = 6Std.). Man muß sich eben vergegenwärtigen, daß man nicht in Europa, sondern in einem der ärmsten Länder der Welt unterwegs ist. Etwas Nachsicht ist da schon vonnöten. Nichtsdestotrotz machen einem die Nepalis mit ihrer ungezwungenen, freundlichen Art das Reisen so angenehm, wie möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;NAMASTE! ©19.10.2001 Jürgen &amp;amp; Petra Baumann, Großostheim&lt;br /&gt;Nachdruck, Kopie und Veröffentlichungen (Auch von Ausschnitten) nur mit Genehmigung der Autoren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16122447-113308935746133128?l=reisenreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://reisenreisen.blogspot.com/feeds/113308935746133128/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16122447&amp;postID=113308935746133128' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default/113308935746133128'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default/113308935746133128'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://reisenreisen.blogspot.com/2005/11/trekking-in-nepal-annapurnarunde.html' title='Trekking in Nepal - Annapurnarunde'/><author><name>Fireandice</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16037986541965065076</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/200/JB3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16122447.post-112982203329145722</id><published>2005-10-20T17:15:00.000+02:00</published><updated>2005-10-22T16:06:27.670+02:00</updated><title type='text'>Marokko für Selbermacher</title><content type='html'>&lt;a href="http://sternpate.xist4c.de/upload/marokko7_1215.jpg"&gt;&lt;img style="WIDTH: 385px; CURSOR: hand; HEIGHT: 212px" height="280" alt="" src="http://sternpate.xist4c.de/upload/marokko7_1215.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://sternpate.xist4c.de/upload/marokko2_1217.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_24642.JPG"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:180%;color:#663333;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:180%;color:#663333;"&gt;&lt;strong&gt;Marokko für Selbermacher&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#663300;"&gt;Reisebericht einer Offroadtour nach Nordafrika Marokko 4/2004-04-10&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#663300;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Petra &amp; Jürgen Baumann&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reisetagebuch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;8.4.04 Frankreich 9.4.04 Frankreich – Schlucht des Tarn (Cevennen)&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Endlich mal Zeit für die Cevennen – sind schon öfters daran vorbeigefahren... diesmal geht´s mittendurch. Und das lohnt sich!Man nehme die fränkische Schweiz, multipliziere mit dem Elbsandsteingebirge. Dann noch mal zwei nehmen und schließlich hat man ungefähr die Cevennen.Canyons, Wildbäche, Kanufahren, Klettern – alles, was man in freier Natur unternehmen kann – hier ist es möglich.Eine Strassensperre konnten wir durch Autoroute Express 2004 geschickt umfahren. Gut, dass auch in Südfrankreich jeder Feldweg drauf ist... haarsträubend eng zwar, aber durchaus fahrbar. Am Fluss Tarn gilt sowieso: 2m breite und 3m Höhe sind nicht unbedingt von Vorteil... Die Felsen kamen teilweise fast durch das Beifahrerfenster herein. Zum Glück ist im April noch keine Saison, sodass wir nur wenig Gegenverkehr hatten. Mittagessen am Flussufer inmitten uriger Landschaft und toller Canyon-Landschaftt.Abends: Klettern an den Steilwänden (6+) und danach Hummergrillen vor dem Auto.(Freies Camping am Flussufer) und Fernsehabend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;10.4.04 Canyon des Tarn (Cevennen)- Fähre Seté&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ruhiger Nacht am Sandufer des Tarn fuhren wir ein paar Km zum Frühstücken im Cafe Fischer. Danach sah ich vom Auto aus die Geier der Cevennen kreisen. Es gibt wirklich jede Menge davon. Man sieht immer ca. 5-10 Geier gleichzeitig am Himmel. Um 11 Uhr machten wir uns daran, einen Geocache zu lösen. („La Vase du chefre“) in einem Seitental des Tarn. Wir begannen den Aufstieg in der Hoffnung, auf der Passhöhe auf einen vernünftigen Wanderweg zu treffen. Stattdessen erwarteten und Strickleitern und Kletterseile als Aufstieghilfen. Die Felsen waren glitschig und wurden zusehends senkrechter, sodass wir den Versuch, den Cache zu lösen auch wegen Zeitmangels aufgeben mussten.(Der Zielfelsen war schon in Sichtweite, aber unser Fähre nach Marokko würde wohl nicht auf uns warten...?!) Also den Berg wieder hinuntergekraxelt und die restlichen 50 Kilometer nach Sete in wirklich toller Landschaft zurückgelegt. Sete ist eine Hafenstadt wie andere auch – für uns kein besonderer Anziehungspunkt. Wir fanden das richtige Hafenbecken nach ca. 10 Minuten (Wie konnte man nur das große Schiff übersehen?) COMARIT stand da in 10m großen Lettern angeschrieben... Zufall, dass wir 3 Stunden vor Abfahrt schon hier waren – jedenfalls stand es klein auf der Ticketrückseite, dass dies der späteste Zeitpunkt des Erscheinens sein soll... Petra sagte, „das war Glück“. Ich meinet: „Das sind Erfahrungswerte – passt schon!“ OK, noch ein bisschen mit dem Ticket und Pässen von Pontius zu Pilatus und schon waren wir an Bord.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;11.4.2004 Tag auf See&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, wir waren die einzigen Deutschen an Bord. Die Verpflegung stimmte uns schon gut auf marokkanische Verhältnisse ein: Hammel, Suppenfleisch und wohlschmeckend gewürzte Suppen. Alle Passagiere bekamen von der Reederei eine „Beförderung“ in die nächsthöhere Kabinenklasse gratis. So hatten wir also eine große Kabine mit Dusche...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;12.4.2004 Frühstück und Ankunft in Afrika.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;STOP!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unser Auto war so eingeparkt, dass ich durch das Seitenfenster einsteigen musste...Dann ging es irgendwann an Land: Afrika unter den Rädern! Aber vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiss – oder den Zoll gesetzt.Also mit Pässen, Carte Grise (Die bei uns grün ist) – nicht zu verwechseln mit „Krise“! – den Pässen, dem GPS-Erlaubnisschein, dem Führerschein, dem Einfuhrdokument für Kfz und der grünen Versicherunskarte zu den jeweiligen Schaltern.Der eine Beamte schickte mich zum Nächsten. Dieser meinte: „da drüben, zur Police“.Die Polizei schüttelte den Kopf und ich begab mich wieder zum ersten Schalter. So ging das ein paar Mal, bis ich alle Beamten mit Vornamen kannte und einer sich erbarmte, die Daten in den PC zu tippen. Dann (nach 1,5 Std. ) ging es plötzlich ganz schnell: „Aha, aha – Madame is the driver?“ OK – nun noch den Wageninhalt des vor uns in der Schlange stehenden Ford Transit zur Seite geräumt und ... raus aus dem Hafen!Einmal quer durch Tanger (gut ausgeschildert) und ich wunderte mich, wie zivilisiert die Leute hier Auto fahren.&lt;br /&gt;Ich hatte schon schlimmeres erwartet... oder macht das die einschüchternde Größe des Iveco? Wir hatten jedenfalls öfters Vorfahrt, als es uns zustand. Kein Problem also. Weiterfahrt durch eine überraschend aprilfrische Landschaft: überall grünte und blühte es – irgendwie sah es aus, wie im bayerischen Wald. Aber nicht ganz. Dort laufen die Männer nämlich nicht mit Schlafanzügen und Kapuze hinter ihren Eseln her. Es gibt dort auch nicht so viele Kinder und die Anzahl der Mercedes-Fahrzeuge dürfte auch viel geringer sein.Ich glaube, 50% aller jemals gebauten Mercedes 240D oder 300D fahren in Marokko. Zumindest bis Baujahr 1980. Es war schwierig, ein Fleckchen für eine Pause zu finden, ohne dass es einen Menschenauflauf gab. Daher entschieden wir uns für die Flucht nach Vorn: In Fes gibt es einen Campingplatz. (Der Erste Campingplatz für unseren Iveco seit dessen Fertigstellung!) Fes ist die älteste der marokkanischen Königsstädte und die mit dem meisten Trubel. Der GPS-Punkt, den wir ansteuerten, lag ca. 10 Km falsch.&lt;br /&gt;Also liessen wir uns von einem Mofarocker bis zum Campingplatz lotsen. Kreuz und Quer durch Fes – Menschen rannten ohne Schulterblick auf die Strasse, LKW von links, Kreuzung, Polizei, Autos von rechts – Mofarocker legte eine Bremsspur hin – alles ging noch mal gut... Konzentrationsfähig ziemlich am Ende erreichten wir den Übernachtungsplatz und waren froh, mal eine ruhige Oase gefunden zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;13.4.2004 Königsstadt Fes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach sternenklarer Nacht und mildem Froschkonzert frühstückten wir gemütlich bei strahlendem Sonnenschein. Die Temperaturen waren etwas niedrig, aber es war ja erst 9 Uhr morgens.Dann liessen wir uns einen sachkundigen Führer empfehlen – natürlich „Mohamed“ genannt – und stürzten uns in die Medina von Fes.Im Vergleich zu anderen Souks und Altstädten Nordafrikas ist die von Fes schon relativ eng und schmutzig. Nur Esel und Menschen schaffen es durch die teils dunklen Gassen.Darin enthalten sind viele Moscheen, Teppich- Brokatknüpfereien, Lederverarbeitung, Kesselflicker, Kupferstecher und so weiter...&lt;br /&gt;Interessant der Blick auf´s Gerberviertel. Natürlich aus geruchstechnisch vertretbarer Distanz. Taubenmist ist nur eine der vielen Zutaten, die dort verwendet werden... Der Ausblick wurde mit dem Kauf zweier Gürtel bezahlt. Natürlich maximal 50% des geforderten Preises. Der Händler war dennoch zufrieden – was mich ein wenig misstrauisch stimmte.Dafür wurden wir aber beim Dschellabah-Kauf (Landesübliche Kapuzentracht – auch „Marokkanischer Schlafsack“ genannt) vom Verkäufer schließlich entnervt rausgeschmissen. DAS war wohl ein gutes Geschäft! Unser „Mohamed“ fragte, ob ich das Feilschen bei den Berbern gelernt hätte?&lt;br /&gt;- Hatte ich nicht, aber Tunesien- und Türkeierfahrungen wurden gnadenlos eingesetzt. Im Teppichgeschäft erklärte ich, dass wir schon die ganze Wohnung voller Teppiche hätten und konnte auch noch mit deren Preisen aufwarten. Nach einem Tee wurden wir freundlich entlassen... ;-) Couscous als Mittagessen schmeckte uns besser, als damals in Tunesien –war aber auch deutlich teurer. OK, das Kulturprogramm war etwas hart – dafür soll ab morgen wieder „back to nature“ folgen: Auf in´s Atlasgebirge. Den Nachmittag verbrachte ich unter dem Auto – auf der Spur eines merkwürdigen Vorderreifenklackerns – wieder mal ohne Erfolg. Nach und nach kramten alle Campingplatzbewohner ihre Schraubenschlüssel hervor – plötzlich hatten alle etwas zu reparieren...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;14.4.2004 Fes-Rheris-Schlucht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ging es quer durch das Atlasgebirge. Interessant, sandige Berge und im Hintergrund schneebedeckte 3000er zugleich zu sehen.Ausgedehnte ......------wälder erstreckten sich südlich von Fes. Darin zogen Nomaden in ihren schwarzen Stoffzelten von Weideplatz zu Weideplatz umher.Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir auf guten Strassen zügig voran und bogen südlich von Midelt bei Rich in eine Wildwest-Schlucht ab. Überhaupt erinnerte die Landschaft schon den ganzen Tag über an US-Western. Verschiedene Gesteinsarten von rotem Sandstein bis schwarzem Lava ergaben &lt;a href="http://sternpate.xist4c.de/upload/marokko8_1243.jpg"&gt;&lt;img style="WIDTH: 464px; CURSOR: hand; HEIGHT: 332px" height="332" alt="" src="http://sternpate.xist4c.de/upload/marokko8_1243.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;immer neue, interessante Gebirgszüge.&lt;br /&gt;Eine Tolle Schlucht ist die Rheris-Schlucht: Kaum befahren und touristisch fast unberührt. Reifendruck abgesenkt und los geht´s.Zu Anfang noch durch Ortschaften voller winkender Menschen – später einfach durch´s Flusstal. Zum Glück war der Fluss fast ausgetrocknet und Regen war auch nicht in Sicht.Am Ende des Tals fanden unsere mitgebrachten Kleidungsstücke reissende Abnahme bei den armen Leuten hier. Auch zum Abendessen hatten wir Gäste: Zwei Mädchen aus dem Ort um die Ecke. (Wie hatten die uns so schnell aufgespürt?) Unsere Rollmöpse verschmähten sie zwar, aber die marokkanischen Kartoffeln kamen ganz gut bei Ihnen an. Ich stellte fest, dass beide kein arabisch sprachen – nur Berberdialekt. &lt;a href="http://sternpate.xist4c.de/upload/marokko2_1217.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 582px; CURSOR: hand; HEIGHT: 147px" height="100" alt="" src="http://sternpate.xist4c.de/upload/marokko2_1217.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auch ihr Lebensalter kannten sie nicht. Da realisierte ich erst, wo ich hier gelandet war... dennoch klappte die Konversation mit Hand und Fuss ganz gut. Kaum waren die beiden gesättigt und mit kleinen Geschenken verabschiedet, als auch schon die nächsten Besucher vor der Tür standen: Ein Viehhirte und kurz darauf ein Kumpel aus dem Dorf. (Unsere Ankunft musste sich schnell herumgesprochen haben) Ich hatte es inzwischen aufgegeben, den Iveco verstecken zu wollen – man wird ja doch überall aufgespürt. . ;-)OK, also einen kleinen Plausch mit dem Viehhirten – nebenbei bemerkt, dass er wirklich bettelarm war. Nach ein paar Minuten fragte er nach Wasser. Gut – ich zeigte ihm grinsend eine Wasserflasche. Darauf er: „Noooo, nonono!“ Ich hielt aber schon einen Trumpf in der andere Hand: 3 kleine Bierflaschen aus unserer Kühlbox. Das war wohl schon eher die Art von Wasser, die er (und sein Kumpel) sich vorgestellt hatten. Dazu noch eine Hand voll Zigaretten und schon sassen wir entspannt am Campingtisch.&lt;br /&gt;Nur gingen unsere Biervorräte langsam aber sicher zur Neige – ich nahm mir jedes Mal vor, kein Bier mehr rauszugeben... aber was will man machen...?!Wir wollten ja wieder mal eine Reise mit Kontakt zu Land UND LEUTEN machen. &lt;strong&gt;Bitte schön!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;15.4.2004 Rheris-Schlucht-Dades&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten noch den Schlafplatz gewechselt, weil sich unser Aufenthalt schon ziemlich herumgesprochen hatte. Also verließen wir die Piste in ein Qued (Ausgetrocknetes Flusstal) und verschwanden hinter einer Biegung. Der Fluss war komplett trocken und es sah nicht nach Regen aus – also kein Problem.Am Morgen wurden wir von 3 Eseltreiberinnen geweckt, die laut knirschend an uns vorüberzogen.Nach dem Frühstück fuhren wir ca. 100 Kilometer auf guter Strasse nach Goulima/ Tinehir / Boulmane um in die Gorges du Dades zu gelangen (Dades-Schlucht)Die Dades-Schlucht ist recht malerisch mit roten Grand-Canyon-Felsen und grünen Oasenflächen im Tal. Kasbahs und Lehmdörfer runden die Kulisse stilvoll ab.&lt;br /&gt;Am Ende der Schlucht fanden wir ein nettes Hotel mit angeschlossenem Campinggelände. Wir und ein Auto aus Spanien waren die einzigen Camper an diesem Tag.Während wir 1,5 Std. auf unsere Tajine (Marokkanisches Nationalgericht) warteten, lernten wir den Brasilianer Carlos aus Rio kennen, der in Berlin bei der bras. Botschaft arbeitet. Dazu noch Didier, einen weissen Marokkaner, den wir für einen Franzosen gehalten hatten. Auch er erklärte uns, dass der Unterschied zwischen Berber und Marokkanisch ungefähr so gross sei, wie zwischen Deutsch und Chinesisch.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_2408kleiner.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/IMG_2408kleiner.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;16.4.2004 Tag des Grauens.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erster ungewaschener Blick aus dem Fenster... der Spanier winkte freundlich und meinte: „Buenos dias, amigo – mire te pneumatico – it is totally flat!“Ich schaute aus dem Fenster und bemerkte, dass das rechte Hinterrad platt war. Danke schön – das erklärte die Schlagseite beim Schlafen...Also Werkzeug raus und ran. Ich dachte, vielleicht sei das Ventil beim Luft ablassen verkantet worden. Also aufgepumpt (bei 2000m Höhe kein Vergnügen) – aber das Ventil war dicht. Luft strömte zwischen Ventil und Dichtgummi heraus.Also die tollen Sprengingfelgen: Einfach den Reifen abziehen, ohne Abmontieren der Felge.(Dachte ich jedenfalls).&lt;br /&gt;Leider war der Reifengummi irgendwie mit dem Hinteren Felgenrand verklebt und ließ sich nicht lösen.Also den Reifen runter. Erstmal gründlich das Bordwerkzeug mit 1Meter-Verlängerung verbogen und die 27iger Mutter verballert. Dann unter Mithilfe von weiteren 3 (!) Leuten endlich die 6 Radmuttern lösen können. Zum Glück fanden wir ein Stück Baustahl in einer Ecke. Damit und unter heftigen spanisch-marokkanisch-deutschen Tritten liessen sich die Muttern schließlich öffnen. Ersatzreifen draufmontiert und mit der Hoffnung auf die nächste Werkstatt losgefahren.Leider haben die Leute hier Freitags ihren Sonntag und somit ist ziemlich alles geschlossen.Na ja – dachte ich – wird schon nicht so schlimm werden. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_24642.JPG"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/IMG_2464.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Aber was dann an Pisten auf uns zukam, hätte ich mir nicht so krass vorgestellt. Um es kurz zu machen: Die Reifen hielten durch bis zum Abend.Ich hätte mir die Dades-Todraschlucht etwas milder vorgestellt – wir fuhren ca. 150 Kilometer ziemlich üble Pisten. Ich würde schätzen, 80% im ersten und zweiten Gang ( über 90 Grad Wassertemperatur – selbst beim bergab Fahren.). Dann noch Schlamm, Schräglagen zum Abwinken, Furten, Geröllhalden, Kopfgroße Steinbrocken, 3000m hohe Pässe (Durch Schnee!) und auch noch die ein oder andere „Ehrenrunde“ – mangels vernünftiger Karten und eines Totalausfalls des GPS-Empfängers. (Komplett-Reset: ALLES auf Null. Danke, Garmin!) Somit waren die ganzen gesammelten Wegpunkte gelöscht. Unsere Landkarte Druckdatum 1972 trug wohl auch wieder mal ein Übriges zur Perfektionierung der Orientierungslosigkeit bei.&lt;br /&gt;Das Problem sind die vielen Seitentäler und die Mäander, die z. B. ein Fahren nach Kompass unmöglich machen. Aber eigentlich kein Problem: Man hält einfach IRGENDWO auf 3000m Höhe in absoluter Einsamkeit an, steigt kurz aus und macht ein Foto – und nach 5 Minuten taucht ein hilfsbereiter Ziegenhirte auf und nach kurzem Austausch von Informationen und Zigaretten geht es auch schon weiter. So viele Kugelschreiber, Kleidungsstücke, Zigaretten und Kaubonbons wie heute hatten wir bisher noch nicht ausgeteilt. Wenn das so weitergeht, kommen wir nackt und hungrig zuhause an... Hatte ich schon erwähnt, dass wir sogar einmal durch einen großen Haufen frischen Zements fahren mussten, den Leute vor ihrem Haus ausgebreitet hatten? Später mussten wir warten, bis ein Feld bewässert war und versorgten derweil das halbe Dorf mit Lebensmitteln...(Dauerte 10 Minuten)Im Bereich Tamattouchte waren die Kinder darauf spezialisiert, große Steinblöcke vor uns von der Strasse zu rollen – natürlich in Erwartung einer kleinen Spende. Hinter uns wurden die Steine gleich wieder zurückgerollt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz all dieser Widrigkeiten erreichten wir einen sehr schönen Campingplatz hinter Tamattouchte und konnten endlich unsere Thüringer Rostbratwürste mit Zwiebeln und Brot grillen. Danach gab es einen „Whiskey marocaine“ = Schwarzer Tee mit viel Zucker – stilecht im Berberzelt. Eine echte Wohltat nach diesem „Tag des Grauens“...Am nächsten Tag soll es auf echtem Asphalt weiter durch die Todraschlucht gehen.(Ich hatte für Dades&amp;Todra ein paar Stunden gerechnet – anscheinend werden es aber doch 3 Tage...auch wegen des längeren Wegs über Agoudal.) In der nächsten größeren Stadt will ich den Reifen flicken lassen und dann weiter gen Süden fahren – die „richtigen“ Pisten kommen noch...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;17.4.2004 Todra-Schlucht – Merzouga&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück fuhren wir durch die schöne Todraschlucht. Es ging auf geteerter Strasse bequem bergab, sodass wir entspannt dahingleiten konnten. Am Ende der Todraschlucht fanden wir einen Reifenservice, der sich trotz nicht ausreichend dimensionierter Maschinen um unser Reifenproblem kümmerte. Mit Hammer und Meissel wurde der Gummi von der Felge getrennt und die Macken danach mit einem Winkelschleifer glattpoliert. Es fand sich ein kleines Loch im Schlauch – aber kein Gegenpart im Mantel des Reifens... Ursache also ungeklärt. Das gefiel mir gar nicht. Ich half bei der Reparatur tatkräftig mit und achtete darauf, dass alles schön sandfrei zusammengesetzt wurde – soweit das unter diesen Bedingungen überhaupt möglich ist... Nach 1,5 Stunden mit Reparaturarbeiten, Tee und gefüllten Fladenbroten verabschiedeten wir uns von der netten Familie (und von 150 Dirham = 15 Euro). Ich traute dem Reifen noch nicht – sollte aber in den folgenden Tagen dieses Vertrauen zurückgewinnen. Am Nachmittag erreichten wir Erfoud – eine grössere Stadt in der wir auf Wein- und Biervorkommen hofften.Es dauerte 5 Minuten und schon hatten wir einen Stadtguide, der uns zur Quelle des marokkanischen Weinhandels führte. Ein großes Hotel verfügte über einen Wein- und Bierkeller, zu dem uns ein Dealer hinter einer Stahltüre Zutritt verschaffte.Auf der Strasse trafen wir dann noch Mohammed. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/zagora%20google.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/zagora%20google.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dieser bot sich als Führer für die Strecke Erfoud-Zagora und somit als Dünenguide an.Seine Dienste waren nicht billig, aber er verfügte wirklich über das Berber-GPS. (Im Kopf).Frisch von der Strasse weg engangiert, fuhren wir fortan zu dritt weiter.„Macht Euch um mein Essen, Trinken, Schlafen keine Gedanken – ich bin ein Mann der Wüste! –Wüstenfuchs!“ sagte Mohammed. Also fuhren wir gleich einen Nicht-Touristenpfad „hintenrum“ zum Erg Chebbi (Sandwüste mit Dünen). Petra und ich fuhren noch mal „allein“ zu den Dünen.&lt;br /&gt;Wollten den Sonnenuntergang anschauen und Sand anfassen.Es dauerte 2 Minuten und wir hatten uns ausser Sichtweite von Mohammed im Fesch-Fesch (Weichsand) festgefahren. ...und dabei hatte der Untergrund doch sooo fest ausgesehen...Ich versuchte mit Hilfe aller technischen Tricks, den Wagen zu befreien – jedoch vergebens.Wir wühlten uns immer tiefer in den Sand hinein. OK – also Schaufel und Sandbleche einsetzen. Das klappte beim ersten Versuch: Wieder festen Boden unter den Rädern sahen wir auch schon Mohammed auf einer Düne erscheinen. Er hatte unsere Staubwolke gesehen und folgerichtig auf Probleme getippt.&lt;br /&gt;Wir konnten ihn beruhigen – alles wieder unter Kontrolle. Abends entpuppte sich der „Mann der Wüste“ als Weinkenner und plünderte unseren Vorrat um insgesamt 5 Flaschen. Zum Schluss gab es eine Trommelvorstellung mit allen Mitgliedern der Campingplatzangehörigen. Unnötig, zu erwähnen, dass echte Paris-Dakar-Veteranen darunter waren. Einer wurde uns als „Kubaner“ vorgestellt. Nach ein paar spanischen Sätzen gab er aber zu, in der Nachbarschaft geboren zu sein... Es war ein lustiger Abend und wir hatten Mühe, am nächsten Morgen um 8 Uhr fit für die Abfahrt zu sein. &lt;a href="http://www.alielcojo.com/"&gt;Link zu den Leuten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_2449bearb.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/IMG_2449bearb.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;18.4.2004 Merzouga – Zagora (ca. 300 Kilometer Piste)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag war hart – für Mensch und Maschine.Die Piste wechselte zwischen Hammada (Steinwüste), Schotterebenen, Weichsandpassagen und Flussbetten. Zur Veranschaulichung kann man sich vorstellen, von Frankfurt nach München im 2. Gang Querfeldein zu fahren. Das dürfte in Etwa so hinkommen.Der Iveco wurde 10 Stunden lang brutal durchgerüttelt – mich wunderte, dass nicht alles auseinanderfiel. Die Weichsandfelder meisterten wir im (kurzen) 2. Gang, Differentialsperre, Allrad und 10 Minuten Vollgas. Einmal schalten oder Schwung verlieren hätte unweigerlich langes Schaufeln und viel Arbeit bedeutet.&lt;br /&gt;Bis auf eine Dünenauffahrt gelang es uns aber ohne Zwangspausen. Es ist schon faszinierend, wie der Sand dem Fahrzeug den Vortrieb entzieht – als ob jemand von hinten ein Gummiseil angebunden hätte.Die Strecke Merzouga-Zagora ist Teil der Rallyestrecke Paris-Dakar.&lt;br /&gt;Unser Guide erklärte nicht ohne Stolz, dass „die auch immer über diese Dünenfelder fahren...“ – und dass da eine deutsche Frau mitfährt...Wie auch immer: Leider hatten wir keinen Servicetruck mit Mechanikern und Ersatzteilen dabei, daher mussten wir etwas Vorsicht walten lassen und Kleinigkeiten selbst reparieren.(Z. B. der drei mal abvibrierte Zyklonluftfilter, der dabei war, sich durch die Motorhaube zu arbeiten oder das Öl unter dem Wagen, dass sich als überflüssiges Wasser entpuppte...) . Zum Ende hatte die Wüste noch ein Schmankerl für uns zu bieten:Sandsturm mit Gewitter und Hagel nach einem Temperatursturz von 30 auf 15Grad Celsius.Auf einmal waren die umliegenden Berghänge weiss von Hagelkörnern – Schnee in der Wüste – gibt´s das? Von der zweiten Etappe Zagora-Fom Zguid nehmen wir aus Mitleid mit dem Fahrzeug Abstand. Laut einhelliger Meinung ändert sich das Landschaftsbild kaum – und warum noch mal 150Km Piste abspulen? Wir fahren wohl in Richtung Quarzazate – Strasse der Kasbahs und nehmen die ein oder andere kleinere Piste unter die Räder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;19.4.2004 Zagora – Foum Zguid (120Km Piste)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also doch: Was soll´s – wir fuhren nun doch die obengenannte Piste. Armin und Oliver, die wir auf dem Campingplatz kennengelernt hatten, fuhren vor und wir trafen uns dann zufällig auf der Piste wieder. Mit zwei Fahrzeugen fährt es sich doch irgendwie sicherer, auch was die Orientierung betrifft.Die zwei Jungs waren mit einem VW-Allradbus unterwegs, der ebenfalls wüstentauglich ausgerüstet war. Die Piste war recht ruppig, wies aber keine Sandpassagen auf. Ich wusste nicht, ob ich das jetzt vermisst hatte oder froh darüber war...Jedenfalls beschäftigte uns ein zischendes Geräusch aus unserem linken Vorderreifen wieder einmal einige Zeit lang: Ja, richtig geraten: der nächste Plattfuss.Und wieder das typische Problem mit den Radmuttern, die anscheinend mit 500Nm festgezogen waren. (Oliver, der Ingenieur im Team hatte diesen Wert aus ca. 80Kg Gewichtskraft auf einem 1,5m langen Hebel im Kopf geschätzt.)&lt;br /&gt;Was nun 500Nm mit einer 27iger Nuss, einem Adapterstück von Stahlwille und einer gehärteten Verlängerungsstange von Gedore (?) anrichten können, erlebten wir nach 2-3 Versuchen: Der Verbindungsbolzen wurde einfach abgeschert...Nach verschiedenen anderen Versuchen mit Hammer &amp;amp; Gabelschlüssel, Baustahl und Bordwerkzeug funktionierte schließlich ein beidseitiger Hebel auf die Originalverlängerung aufgesteckt...&lt;br /&gt;OK, Reifen also schließlich doch noch gewechselt.Nach 120 Km Piste durch teils steile Queds mit sehr schönen Fahrtechniken ( z. B. Steigungen auf drei Rädern – Vorderrad einen halben Meter in der Luft) erreichten wir Foum Zguid. Dort sehr freundliche Bevölkerung, aber kein Campingplatz. Also fuhren wir 1Km ausserhalb der Ortschaft rechts auf ein paar Lehmruinen zu und fragten einen herumliegenden Einheimischen, ob Camping ein Problem sei? „Camping ici cést Par de Problem“ war die Antwort.&lt;br /&gt;Bis wir unsere Tische rausgestellt hatten, kam der ältere Aufpasser (?) schon mit einem Tablett und frischem Minztee an. Also waren wir anscheinend willkommen.Später stellte sich heraus, das eines der Gebäude als Militärposten genutzt wurde.Der Alte wollte unsere Passnummern und die Autokennzeichen und alles war OK.Wir assen zusammen mit Armin und Oliver zu Abend und unterhielten uns angeregt über Gott, die Welt und alles, dazwischenliegende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;20.4.2004 Foum Zguid – Cascades de Tizgui&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen kam der von uns inzwischen „Militärattache“ getaufte Einheimische prompt wieder mit einem Tablett voller Tee an. Ich fragte, wo denn die Croissants seien?Gut, dass er mich nicht verstand. Ein paar Zigaretten und die Sprachbarrieren waren wieder mal beseitigt. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Armin, Oliver und unserem Militärattache.Die Jungs fuhren weiter nach Westen. Petra und ich wollten nach Norden in Richtung Quarzazate fahren. Die Strasse 6951 entpuppte sich wieder mal als Piste – na ja, kein Problem. Die letzte Hälfte nach Agdz war schon, bzw. wurde gerade geteert.Wir nahmen zum ersten Mal einen einheimischen Anhalter mit – ein Minenarbeiter, der nach 10 Stunden unter Tage nun endlich in sein Bett wollte...&lt;br /&gt;Die Einladung auf eine Tasse Tee konnten wir nicht ausschlagen und so landeten wir in seines Vaters´ gemütlichem Wohnzimmer. Trotz der üblichen Sprachbarrieren unterhielten wir uns recht gut und irgendwann kam (von beiden Seiten unbeabsichtigt – da bin ich mir sicher) das Gespräch auf das Leben hier im Tal.Mustafa erzählte, dass die Einwohner hier von den Minen und vom Tauschhandel lebten und fragte, ob wir nicht etwas zum Tauschen im WoMo hätten.Ich überlegte kurz und frage, was er sich denn so vorstellte?&lt;br /&gt;„In Shallah... Bier, Wein, Klamotten“ beispielsweise war die Antwort.&lt;br /&gt;Auf die Frage, was er denn zu bieten habe, kam „Silberdolche, Silberschmuck und/oder Teppiche aus Hauseigener Herstellung“. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_2477.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/IMG_2477.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hörte sich gut an und so kamen wir zu einem Berberteppich in Safranfarbe – im Tausch gegen die Obengenannten Dinge, sowie eines Rucksacks und einer vernünftigen Zuzahlung in Euro. Weiter ging die Fahrt zu den Cascades de Tizgui, die uns von Campern empfohlen wurden.(Steht auch im Därr-Führer drin).Ganz nette Bademöglichkeit in teils sehr enger Schlucht. Dazu noch die Gastfreundschaft von Omar, einer interessanten Berber-Hippie-Mischung. (Omar lebt seit 20 Jahren in dieser Schlucht und ist ein (fast) richtiger Einsiedler.)Wir lernten hier noch Elli kennen, die alleine mit VW-Bus, ihrem 2-jährigen Sohn, sowie 2 großen Hunden seit 3 Monaten in Marokko unterwegs war. Also bot es sich an, in dieser tollen Schlucht wild zu campieren und den Grill anzuwerfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;21.04.2004 Tizgui – Taliouine&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früh am Morgen wurden wir von der Sonne und Ellis´Hunden geweckt. Nach gemütlichem Frühstück fuhren wir weiter in Richtung Westen. Diesmal eine schnelle Teerstrasse bis Taliouine. Dort wollten wir uns über Nacht überlegen, ob wir am nächsten Tag den Djebel Toubkal besteigen würden. Ein kleiner Campingplatz mit Pool lud zum Sonnen und Relaxen ein. Ansonsten stand an diesem Tag nicht viel auf dem Programm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;22.4.2004 Taliouine – Asni – Aroumd&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ok, wir wollten also den höchsten Berg Nordafrikas (4165m) in Angriff nehmen.Dazu war es erforderlich, die Passtrasse nach Asni zu fahren. Ein Schild wies „kurvige Strecke die nächsten 120 Kilometer“ aus. Und wirklich: Das GPS zeigte 70Km an – der Rest waren Kurven und ein Pass mit 2160m Höhe (Tizi – n – Test). Wir hatten Glück und fuhren fast immer die Bergseite der 3m breiten Strasse. (Die Strassenführung erinnerte mich an die Death-Road in Bolivien – nur der Teer war der Unterschied. In Bolivien war es Schotter).Es gab eine Stelle mit 3,50m Höhenbegrenzung durch Felsüberhänge – wir lagen knapp darunter.&lt;br /&gt;Je weiter wir fuhren, desto grösser wurden die am Strassenrand angebotenen Ammoniten. Der größte, den ich sah, hatte einen Durchmesser von mindestens einem halben Meter. Anscheinend war hier „Fossilienmacher“ als Lehrberuf zu erlernen?In Asni angekommen fuhren wir in den kleinen Ort Ilmil. Der bestand aus ca. 10 Touristenfanggeschäften, die uns auch gleich erfolgreich eine Bergtour aufschwatzten.Natürlich war es genau das, was wir wollten, aber wir liessen uns das nicht anmerken. Bereitwillig erklärten uns die Leute eine topografische Landkarte des Toubkalgebietes, sodass ich auf Kartenkauf und Führer verzichten konnte. Stattdessen buchten wir einen Esel, da wir unseren Wanderrucksack gegen einen Teppich getauscht hatten. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_24311.JPG"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/IMG_24311.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein vorhandener Ortliebsack wäre als Rucksackersatz doch etwas ungeeignet gewesen.Anstelle Campingplatz landeten wir auf einer Wiese in Aroumd, die einem Geschäftsfreund des Ladeninhabers gehörte. Ein Couscous wurde uns auch noch als Abendessen in Aussicht gestellt. Und wirklich: Um 19.30 Uhr stand eine Frau mit einer Riesenportion vor unserem Auto. Full Service, also... Die Ortschaft Aroumd ist über eine sehr steile Holperstrecke mit engen Kehren zu erreichen. Ich musste sogar den Allradantrieb akrivieren. (Also wieder mal KEIN TAG ohne Piste!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;23.04.2004 Aroumd – Djebel Toubkal (4165m)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen kam pünktlich unser Eselführer ans´Auto. Wir machten uns also auf den Weg zur 3200m hoch gelegenen Neltner-Hütte. Der Weg ist recht einfach: Dem Flussverlauf folgen und diesen gegebenenfalls über darin befindliche Steine kreuzen. Dann im rechten Talverlauf auf Schotterserpentinen aufwärts bis nach ca. 4 Stunden die Hütte erscheint.Oben angekommen assen wir eine mitgebrachte Brotzeit und ich schaute auf die Uhr: Kurz nach Mittag – was tun mit dem angefangenen Urlaubstag??Der 16-jährige Hüttenwirt meinte „No Problem for You reaching the top and come back before sunset”. Gut. Überzeugt. Ich lieh mir noch ein paar Steigeisen aus und los ging es.(Normalerweise macht man den Gipfel am nächsten Tag).Hinter der Hütte geht es linkerhand sehr steil bergauf über Schnee- und Geröllfelder aufwärts.&lt;br /&gt;Ich lernte die Steigeisen schnell zu schätzen.Anscheinend war ich der letzte Bergwanderer des Tages, denn es kamen mir nur Leute von oben entgegen. So ab ca. 3800m war ich ganz alleine mit dem Berg und wenige Höhenmeter später senkten sich die umliegenden Gipfel langsam zu einem tollen Panorama ab. Ich mass meinen Puls und stellte durchgehend 160-170 pro Minute fest. Wenn ich eine Pause machte, half das nur wenige Minuten lang weiter... dann war ich schon wieder erschöpft.Pünktlich ab 4000m spürte ich leichte Gleichgewichtsstörungen und etwas Schwindel. Es war wohl doch die mangelnde Höhenakklimatisation ( Von 2000m auf 4000m). Aber es war erträglich und im Rahmen dessen, was ich mir zutraute.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/toubkal%20klein1.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/toubkal%20klein1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Endlich: Der Gipfel in Sichtweite! Ich konnte bis in die Tiefebenen von Foum Zguid blicken, wo wir noch vorgestern campiert hatten. Im Norden Marrakesch – im Süden Algerien.Der Gipfel, zu dem ich noch heute Morgen mit dem Fernglas hinaufgeschaut hatte, befand sich jetzt weit unter mir. Ich konnte kein Gipfelbuch finden, aber das war ja auch nicht notwendig. Der Abstieg erfolgte rutschend über Schotter und Schneefelder.Letztere förderten mit jedem Schritt Eisklumpen in meine Schuhe, sodass ich sehr bald patschnasse Füsse hatte. Einen Teil der Hänge fuhr ich auf dem mitgebrachten Ortliebsack ab.Dann zog Nebel auf – ich hatte aber beim Aufstieg mehrere GPS-Punkte gesetzt, sodass ich exakt an der Hütte ankam, obwohl ich diese erst wenige Minuten vorher sehen konnte.Dann folgte eine heisse Dusche zum Auftauen der Fusszehen und ein Abendessen mit netten Leuten. &lt;em&gt;3200 Höhenmeter an einem Tag – mein neuer persönlicher Rekord, glaube ich?!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;24.4.2004 Neltner-Hütte(3000m) – Essaouira&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen stiegen wir zum Dorf Aroumd ab und bezahlten unseren Muli, das Essen und die Bewachung des Autos auf der Wiese hinter dem Haus von Mohammed.Wir fuhren bald los, noch bevor die halbe Ortschaft uns zum Abschied auf Tee, Teppich und Tajine einladen konnte.Weiter ging es durch Marrakesch nach Essaouira. (Langweilige Strecke).In Essaouira sahen wir zum ersten Mal seit Wochen den Atlantik wieder.Dort kauften wir am Hafen frischen Fisch und dampfend heisses Brot direkt vom Bäcker.Die Einwohner und Händler in Essaouira waren Auffällig zurückhaltend und freundlich. Man konnte in den Geschäften bummeln ohne „angequatscht“ zu werden. Echtes Lob an dieser Stelle!Weiter ging die Fahrt am Meer entlang in Richtung Safi.Nach ca. 15 Km sahen wir von der Strasse aus schöne Sanddünen direkt am Meer.&lt;br /&gt;Klar, dass wir den nächstbesten Feldweg nutzten um dorthin zu kommen.„Feldweg“ war vielleicht übertrieben, denn wir mussten ein Bachbett durch Strassenbauarbeiten befahrbar machen. So gelangten wir also zu einem „privaten Sandstrand“ mit Dünen und allem Drum und Dran. Zu bemerken wäre noch, dass wir den ganzen Tag dort blieben und nur 3 Menschen vorbeikamen.Wir grillten unsere Fische und dann uns in der gleissenden Mittagssonne.Danach zog ich noch ein paar Fahrspuren über die verlockenden Dünen. Wirklich tückisch, die Dinger: Mal fest, mal weich – und das bei immer gleichem Aussehen...Wir verbrachten eine ruhige Nacht (Vom lauten Meeresrauschen mal abgesehen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;25.4.2004 Essaouira – Azemmour (El Jadida)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ausgiebigem Frühstück und vorbeiziehen einer Schafs-Kuhherde am Strand fuhren wir das treppenartige Bachbett zur Hauptstrasse zurück.Bergauf ging es über 30cm hohe scharfkantige Steine – wohl der Grund für unseren nächsten Plattfuss. Diesmal war ein Riesenloch in der Seitenwandung des rechten Vorderreifens. Wir bemerkten dies, als wir in einer Ortschaft nach dem Einkaufen vom Parkplatzwächter darauf hingewiesen wurden. Natürlich waren gleich zwei Helfer zur Stelle und wir kannten nun die fälligen Prozeduren schon. Also gleich den 1,5m langen Hebel raus und der Reifen war in 10 Minuten gegen den Ersatzreifen getauscht.&lt;br /&gt;Reifenservice fanden wir um die Ecke und der 255iger BFG-MT Reifen, der in Deutschland sicher auf dem Müll gelandet wäre, wurde von innen mit einem Riesenflicken instand gesetzt. „Als Reserverad noch gut zu gebrauchen“, meinte der arabisch sprechende Reparateur mit Handzeichen und Gebärden. Ärgerlich, weil der Schlappen erst 6 Monate alt war – aber das war wohl der Preis für unsere speziellen Ausflüge in die Botanik? Bisher hatte ich noch bei keinem Fahrzeug so viele Reifenpannen, aber die 3,5-4 Tonnen forderten wohl ihren Tribut im Gelände?!Das nächste Problem war, dass der IVECO nun nach einer Seite zog. Wohl darauf zurückzuführen, dass auf der Vorderachse nun zwei leicht unterschiedliche Felgen liefen.&lt;br /&gt;Also morgen den Reifen noch mal auf die andere Felge wechseln lassen.Bei einem Reparaturpreis von ca. 7.- Euro allemal billiger, als die Reifen unterschiedlich abzufahren oder Schäden zu riskieren.Am Abend fanden wir hinter Azemmour ein ruhiges Plätzchen zwischen schwarzen Sanddünen und Buschwäldern. Ein wilder Hund wurde mit Wurst gezähmt und diente uns als treuer Nachtwächter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;26.4.2004 Azemmour – Kenitra&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wachhund verschwand mitten in der Nacht auf Nimmerwiedersehen. Bis dahin hatte er uns jede Maus die um´s Auto schlich, lautstark gemeldet. Er wollte leider nicht bis zum Frühstück bleiben – OK, akzeptiert. Heute wollten wir in Casablanca einen Supermarkt aufsuchen, was mit Hilfe von GPS, Därr-Führer und Landkarte schließlich auch gelang.&lt;br /&gt;Danach kam ich auf die Idee, in Rabat den IVECO-Händler zu besuchen und einmal alle Reifen auf deren Auswucht-Zustand und die Spur unseres Womos prüfen zu lassen. Nach 1 Stunde Sucherei in Rabat unter abenteuerlichen Verkehrsverhältnissen wurden wir schließlich fündig.Polizisten gaben uns immer sehr freundlich und detailliert Auskunft, wo die gefragte Strasse liegen würde, nur verstanden wir leider nicht alles im Detail. Schließlich fanden wir das Geschäft und wurden auch freundlich und zuvorkommend bedient: Unser Problem sollte ein Reifendienst um die Ecke erledigen.&lt;br /&gt;Wir zahlten schließlich für 2 Reifendemontagen, auswuchten von 3 Reifen und insgesamt 1,5 Stunden Arbeit von 2-3 Mechanikern ganze 60 Dirham (= 5,90 Euro). Vielleicht sollten wir für die große Inspektion und andere Reparaturen jährlich einmal nach Marokko kommen? ;-))Die anschließende Suche nach einem Campingplatz verlief erfolglos, sodass wir ein kleines Waldstück nahe Kenitra aufsuchten. Der Wald sah aus, wie handgepflegt – man traute sich kaum, einen Grashalm umzuknicken... sicher ein Privatgrundstück?!Auf der Suche nach diesem Platz fuhren wir durch Mehdia Plage – eigentlich eine sehr interessante Ortschaft direkt am Meer. Eigene Festungsanlage und Naturschutzgebiet – aber alles wurde gerade renoviert und hergerichtet. Sicher für die Hauptsaison ein guter Tipp.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;28.4.2004 Kenitra –&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erwachten gut erholt und ungestört in dem Waldstück und setzten unsere Fahrt nach kurzem Frühstück fort. Weiter entlang der Küste nach Norden besuchten wir die 3000 Jahre alten Ruinen von xxxxxxxxx (Name entfallen) in der Nähe von Larache. Heute war unser erster (und letzter) Regentag in Marokko. In Larache befand sich ein Rastplatz der von unserer Fährgesellschaft bewirtschaftet wurde. Man konnte dort kostenlos campieren und wir nahmen das Angebot natürlich an. Mittags gab es leckere Keftas vom Grill. Abends schauten wir deutsches Fernsehen im Auto. (Ja, der 30cm-Spiegel mit 12V-Receiver von Ebay ist echt Klasse! Alle anderen Wohnmobile haben 1m-Blechschüsseln auf dem Dach montiert. )Wir lernten ein italienisch-Marokkanisches Ehepaar kennen, die mit einem 4x4-Fiat WoMo seit 3 Monaten unterwegs waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;29.4.04 Tag der Rückreise / Tanger-Sete&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemütlich spulten wir die restlichen 150 Km ab und liessen den Bus noch mal für ein paar Dirham waschen. Jetzt sahen wir aus, wie frisch angekommene Touristen...Noch schnell die „Hercules-Grotten“ bei Tanger besichtigt – kann man sich aber getrost sparen. Die Küstenstrasse ist jedoch mit netten Haltebuchten versehen, die wir für kurze Aufenthalte nutzten.Dann ging es kreuz und quer durch Tanger. An wichtigen Kreuzungen standen zwar Polizisten, jedoch keinerlei Hinweisschilder auf Hafen oder sonstiges... dann sprangen uns noch ein paar Einheimische vor´s Auto, sodass ich am liebsten einen plattgefahren hätte.&lt;br /&gt;(„Die würden in Frankfurt maximal eine Stunde überleben! – Wie hoch ist hier die Anzahl der Verkehrstoten?“) Das halbe Volk treibt sich auf der Strasse herum, bevorzugt in deren Mitte. Gehsteige sind zwar vorhanden, werden jedoch fast immer ignoriert.Schließlich fanden wir den Hafen und wurden auch ziemlich zügig abgefertigt. Die Formalitäten erledigte ich selbst – kein Problem, wenn man Zeit hat. Die letzten Dirham wurden in Euro zurückgetauscht und dann ging es an Bord.Wir bekamen diesmal eine Vierbett-Kabine mit Fenster für uns alleine und schmuggelten uns auch noch frech in´s First-Class Restaurant.&lt;br /&gt;Der Unterschied bestand eigentlich nur darin, dass man das Essen auf schöneren Tellern an den Tisch gebracht bekam, anstatt dafür kantinenmässig anstehen zu müssen. 30.4.2004 Tag auf SeeWir lernten beim Essen eine Familie aus Calais und einen Sardinier kennen, der uns prächtig unterhielt. Seine italienischen Ansichten zusammen mit seinem Gesichtsausdruck sorgten immer wieder für gute Stimmung. Z. B. liess er einen Kaffee zurückgehen, mit der Bemerkung, „Ich habe EINEN Kaffee bestellt – und nicht FÜNF!“ (Der Kaffeebecher war ca. 2cm hoch gefüllt.) Tja – jetzt wissen wir, wie ein ECHTER italienischer Kaffee auszusehen hat: Zwei Schluck und finito! Ach ja: Auch über Mozzarella und italienisches Eis wurden wir aufgeklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.5. – 2.5.2004 Heimreise durch Frankreich&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Übernachtung in der Schweiz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3.5.04 Reisebericht online gestellt. --&gt; SO bin ich zu Euch! :-))&lt;/strong&gt; &lt;a href="mailto:060268506-0001@t-online.de"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/marokko.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/marokko.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;©Jürgen Baumann 2005 Verwendung von Text- oder Bildmaterial nur mit Genehmigung des Autors! Bilder auf dieser Page sind teilweise entliehen und zu den Originalhomepages verlinkt.Sollte sich jemand daran stören: Einfach melden. 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Super Stadt mit Cote´d azur-Feeling an Luganer See. Gemütliche Bars und ein reges Nachtleben welches von einem Feuerwerk am anderen Seeufer gekrönt wurde trugen zu guter Stimmung bei. Livekonzerte in den Gassen luden zum Verweilen ein.&lt;br /&gt;Schließlich zog ein Gewitter auf und trieb uns in den Camper zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen: Eitel Sonnenschein &amp; angenehme Temperaturen.&lt;br /&gt;Fazit: LUGANO ist eine Reise wert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4.9.05 KM 81888 Stran nähe Rimini&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Frühstück bei Sonnenschein in Lugano in einem kleinen Café.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei 30 Grad Außentemperatur fuhren wir gemütlich nach Italien. Gegen Nachmittag erreichten wir Rimini wo wir doch tatsächlich einen Platz 50m vom Meer entfernt fanden. Zwar an einer Bahnschiene mit ICE-Verkehr gelegen, aber immerhin bade- und Übernachtungstauglich&lt;br /&gt;Der Strand ist dutzende von Kilometern lang, jedoch stets durch eine Bahnschiene von der Straße getrennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5.9.05 Nähe Rimini- Fährhafen Ancona KM 81944&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frühstück und Einkaufen im groß-Supermarkt an der Hauptstraße. Endlich waren unser Biervorräte mit pfandfreien Dosen aufgefüllt und die KÜhlbox mit allerlei Leckereien vollgestopft.&lt;br /&gt;Nach einem Spaziergang durch Ancona gingen wir an Bord.&lt;br /&gt;"Camping an Bord" hätte ich mir zwar etwas sonniger (OBEN an Deck statt unten im Laderaum) vorgestellt, aber immerhin konnten wir unser Auto nach Belieben benutzen und brauchten keine stickige Kabine zu bezahlen. Diese Möglichkeit der Überfahrt wird heute sowieso nur noch begrenzt angeboten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6.9.05 Igoumenitsa (Griechenland) - Levkas KM82117&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zügig ging die Fahrt bei Regen (!) in Richtung der Insel Levkas. Das Wetter beruhigte sich zunehmends und wir fuhren an der Westküste der INsel Levkas entlang Richtung Süden.&lt;br /&gt;Die Insel ist recht bergig, sodass wir mehrere Serpentinen-Touren unternehmen mussten ehe eine der Buchten uns zu 100% gefiel.&lt;br /&gt;Die Abfahrt von der Hauptstraße war bereits eng, aber immerhin noch geteert. Das sollte sich später ändern.&lt;br /&gt;Nach mindestens 50 Kehren standen wir vor einem Badestrand der einen kleinen gemauerte Kioski beherbergte. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_0348.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/IMG_0348.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir umrundeten den Kiosk und schlugen uns auf einem Feldweg, der teilweise vom Meer weggespült war gerade noch so durch zu einem Punkt, den wir von oben erspäht hatten.&lt;br /&gt;10 Minuten später hatten wir einen Standplatz mit eigener Steilküste und feinkiesigem Badestrand ganz für uns alleine. Wir bauten unser Schlauchboot auf und ich versuchte mich gleich im Fischfang.&lt;br /&gt;Leider ohne Erfolg - aber die Küste und das Wasser waren herrlich. Balugrün-Türkise Farbgebung durchsetzt von hellen Kalksteinfelsen. Unterwassersicht beim Schnorcheln ebenfalls super!&lt;br /&gt;Nur Fisch gab´s nicht allzuviele... Lediglich ein paar kleinere "Aquariumfischchen" schwammen vor meiner Nase herum.&lt;br /&gt;Petra hatte sich eine Luftmatratze mit "Klarsichtfenster" gekauft und konnte die Unterwasserwelt von oben betrachten.&lt;br /&gt;Am Abend grillten wir und genossen die Aussicht auf Luchttürme, vorbeifahrende Fähren und den tollen Sternhimmel, der sich uns frei von störendem Fremdlicht präsentierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;7.9.05 Levkas - Paleros KM 82191&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis Nachmitags badeten und angelten wir nochmal ausgiebig.&lt;br /&gt;Wir fuhren auch in benachbarte Buchten und erkundeten steilküsten, an die man nur von See aus hingelangen konnte. Dann packten wir zusammen. Ich ließ den Bootsmotor 2x umfallen - damit auch er ein paar Andenken an Griechenland mitnehmen konnte. (Grrr!)&lt;br /&gt;Weiter ging die Fahrt durch wildes Gebirge und Nebenstraßen der Güte "Allrad schadet nicht" in Richtung der Inselhauptstadt Levkas. Weiter südöstlich an der Küste lang bis in´s beschauliche Palernos.&lt;br /&gt;Dort fanden wir einen gemütlichen Yachthafen vor und konnten uns ein Übernachtungsplätzchen nach eigenem Gusto aussuchen.&lt;br /&gt;Der nette Grieche nebenan bot uns verschiedene Fischgerichte, die wir gerne testen wollten.&lt;br /&gt;Dazu einen Liter roten Hauswein für 4.- Euro und der Sonnenuntergang an der Hafenpromenade.&lt;br /&gt;Schöne Ecke, dieses Palernos!&lt;br /&gt;(Obwohl dies erst bei näherem Hinsehen auffällt, das die Hauptstraße nicht durch das schöne Ortszentrum führt.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;8.9.05 Palernos - / Delphi KM 82439&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ruhiger Nacht in der nähe der Marina von Paleros fuhren wir frühmorgens los in Richtung Delphi.&lt;br /&gt;Endlose Küstenstraße und ein Regenschauer prägten die Fahrt nach in´s gebirgige Delphi.&lt;br /&gt;Ob uns das Orakel wohl günstig gesonnen sein würde?&lt;br /&gt;Darüber dachten wir in einer schönen Schnorchel-Bucht nähe Galaxidion nach.&lt;br /&gt;Wir grillten die letzten Schweinewürstchen am feinkiesigen Strand.&lt;br /&gt;Als ein Gewitter aufzog, packten wir zusammen und....&lt;br /&gt;...fuhren uns im strömenden Regen im Strandkies fest.&lt;br /&gt;Mit Untersetzung und Diff.-Sperre konnten wir uns befreien - dennoch war ich tropfnass.&lt;br /&gt;Geschwind ein Schampoo rausgeholt und schon waren auch die Haare wieder vom Salzwasser befreit.&lt;br /&gt;Tolle Außendusche!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends kamen wir in Delphi an und lernten einige Urlaube aus Groß-Gerau kennen, die in einem großen Allrad-Mercedes-LKW unterwegs waren. Geschwind wurde ein Wiedersehen auf dem Willy-Janssen-Treffen für kommendes Jahr ausgemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es folgte eine ruhige Nacht direkt hinter Delphi (1. Feldweg rechts ab) mit Blick auf Canyon &amp; Sternenhimmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;9.9.05 Delphi- Peloponnes Loutra KM 82653&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früh morgens (wenn brave Touristen noch in ihrem 4*****-Reisebus sitzen) betraten wir bereits die sagenumwobenen Ruinen des Orakels von Delphi. Steil am Hang liegend erfordert dies ein wenig Kondition - zumal die Temperaturen stündlich um 10 Grad ansteigen :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Erkundung und dem Museumsrundgang machten wir uns auf den Weg in Richtung Peloponnes.&lt;br /&gt;Die große Hängebrücke nach Patra ist gebührenpflichtig (dafür aber schätzungsweise auch fast so groß wie die Brücke über die Meerenge von Istanbul).&lt;br /&gt;Drüben angelangt geht es auf der Autobahn zügig weiter nach Süden.&lt;br /&gt;In der Nähe von Kyllini finden wir eine Dünenlandschaft mit flachem Strand die dank Allrad ausgiebig nach einsamen Stellplätzen durchforstet wird. Leider gestaltet sich das nicht so einfach - ist schließlich aber doch von Erfolg gekrönt: Ein Stellplatz 10 Meter vom Strand entfernt. Eine Einsam auf einem Acker liegende 10-Kg_Melone ist auch an Bord und erfreut uns die nächsten Tage mit ihrem Geschmack.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;10.9.2005 Peloponnes - Olympia - Golf von Korinthos KM 82993&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgens nach dem Frühstück hielt es uns nicht länger an dem Sandstrand... wir sind Reisende, keine Rastenden....&lt;br /&gt;Neue Ziele warteten und der Peloponnes hatte uns bisher nicht sonderlich angelsprochen.&lt;br /&gt;(Ist eher was für Familien mit Kindern - superflache Sandstrände...)&lt;br /&gt;Also quer durch´s Gebirge in Richtung Athen.&lt;br /&gt;Unterwegs bekamen wir Besuch von einer griechischen Landschildkröte (Die Petra um Haaresbreite überfahren hätte). Ich taufte sie "Arkadia" - gemäss der Landschaft Arkadien in der sie zu uns gestoßen war.&lt;br /&gt;Ich wollte schon immer mal ein Haustier an Bord unseres Campers haben! :-)&lt;br /&gt;Unterwegs assen wir superlecker in einer Taverne am Wegesrand zu Mittag.&lt;br /&gt;Spanferkel (Souvlaki) &amp;amp; Bifteki &amp; Tsatziki.&lt;br /&gt;Wir überquerten den Kanal von Korinth ohne es zu bemerken und verfuhren uns prompt&lt;br /&gt;um 10Km. Meine Anregung für Griechenland wäre: Nehmt doch bitte ARABISCHE Buchstaben an - als Zeichen der EU-Integration. Und bißchen weniger Müll am Straßenrand wäre auch nicht schlecht!&lt;br /&gt;Marokko ist nicth so schmutzig wie Griechenland - das muss hier auch mal gesagt werden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Golf von Korinth fanden wir ein nettes Übernschatungsplätzchen wo wir auch gleich unser Boot zu Wasser ließen. Bis Sonnenuntergang war ich mit der Angel unterwegs.&lt;br /&gt;Und tatsächlich biss endlich ein Fisch an!!&lt;br /&gt;Ein giftiges Petermännchen. (angeblich stärkstes Gift Europas) - Zum Glück las ich davon vorher zuhause im Internet und konnte den Fisch als solchen identifizieren. Ein Stich des Rückenstachels hatte schon manchen Urlaub frühzeitig beendet, las ich dort.&lt;br /&gt;Dennoch ein vorzüglicher Speisefisch, den ich mit Genuss auf den Grill legte. (Gift wird durch Kochen &amp;amp; Backen harmlos.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;11.9.05 Pissia (Golf v. Korinth) KM unverändert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Tag baden, schnorcheln &amp; angeln vom Boot aus.&lt;br /&gt;(Erfolg: Ein Biss am Tag) - Diesmal ein Octopus.&lt;br /&gt;Ganz schön eklig, wenn aus dem Kescher 8 Arme nach allem greifen, was nicht niet-u. nagelfest ist.&lt;br /&gt;Das Viech zerrte sich mitsamt Haken quer durch mein Boot - und das bei heftigem Wellengang.&lt;br /&gt;Aaaaaber ausgenommen, getrocknet und gegrillt eine Delikatesse. Und sättigend dazu – kein Wunder bei fast einem Kilo Lebendgewicht…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;12.09.2005 Korinth-Athen-Euböa KM83184&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt ging weiter nach Athen - schließlich musste man die berühmte Akropolis auch mal gesehen haben.&lt;br /&gt;Wie bei vielen Wahzeichen: Viele Touristen und im Grunde nix Besonderes...&lt;br /&gt;Schwierig gestaltete sich auch die Parkplatzsuche in Athen. Der Verkehr ist relativ chaotisch - aber noch zu bewältigen. Wir fanden schließlich einen "Halteverbotsplatz" unterhalb der berühmten Säulen der Akropolis.&lt;br /&gt;Es war heiss und stickig und es hielt uns nicht lange in der Hauptstadt. Wir sehnten uns wieder nach der Ruhe einer gemütlichen kleinen Bucht.&lt;br /&gt;Also setzten wir per Fähre über nach Euböa - der zweitgrößten griechischen Insel.&lt;br /&gt;Dort fanden wir am Ende einer engen &amp;amp; steilen Offroadpiste eine herrliche von Felsen umrahmte Bucht mit einigen gemütlichen Tavernen. Wir konnten wieder bis in 10 Meter Ufernähe vordringen und lernten am Abend einen gricheischen Touristen kennen, mit dem wir eine große Flasche Wein leerten. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_0406.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/IMG_0406.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Er wollte uns am nächsten Tag um 7.30 Wecken - tauchte aber nicht mehr auf.&lt;br /&gt;Ich nutzte den Morgen zum bootfahren und Angeln - jedoch ohne den Segen Neptuns: KEIN EINZIGER FISCH an der Angel. Und das trotz umfangreicher Bemühungen.&lt;br /&gt;Wir mussten also in der Taverne unser Mittagessen vom Grill bestellen :-) AUch ganz nett.&lt;br /&gt;Gegen Abend zerlegten wir das Boot wiedern um am nächsten Morgen nach dem Frühstück gleich weiterfahren zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;13.9.05 Euböa - Dorf Lepura KM 83224&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verbrachten doch noch einen dreiviertel Tag in der schönen Bucht und fuhren gegen Abend weiter.&lt;br /&gt;Ich wollte mal in den Bergen übernachten - - - schön kühl und luftig.&lt;br /&gt;Gesagt - getan. Lepoura verfügt über kleine Bergpisten und wir nahmen eine davon. Mit Aussicht auf zwei Täler schliefen wir auf einem Bergkamm. Eine Fischpaella rundete den sonnigen Tag ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;14.9.05 Euböa - Sikros (Nördliche Sporaden) KM 83276&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fuhren in das Hafenstädtchen Kimi am Nordöstlichen Ende von Euböa und erfragten den Preis für eine Überfahrt nach Skyros. (1:40h - 53.- Euro) Vielleicht liesse sich dort ein weiteres Ticket für andere Inseln kaufen und wir kämen via "Inselhopping" dem Festland näher.&lt;br /&gt;(Auf jeder Insel 1-3 Tage Aufenthalt)&lt;br /&gt;Wir hatten festgestellt, dass es auf den Inseln sauberer, ruhiger und beschaulicher zuging als auf dem griechischen Festland. Auch die Buchten waren Boots-freundlicher und es gab nicht so viele Badegäste an den Stränden. Alles in Allem können wir die Nachsaison nur empfehlen. 32 Grad im Schatten sind ja auch genug, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;15.9.05 Skyros KM 83337&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regentag, den wir faul und auf der Suche nach der Insel schönster Bucht verbrachten.&lt;br /&gt;Schließlich fanden wir die Bucht, die uns am besten gefiel und ich fuhr 2x kurz zum Angeln raus. Zwischendurch half ich ein paar Hirten verlorene Schafe in den Klippen wiederzufinden.&lt;br /&gt;Eine archäologische Ausgrabungsstätte im Norden der Insel ist auch recht sehenswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht verbrachten wir 10 Meter von den stetig steigenden Wellenbergen entfernt.&lt;br /&gt;Gegen 3.30 uhr riss sich fast unser am Strand liegendes u. angebundenes Boot los.&lt;br /&gt;Zum Glück hatte ich eine "Alarmanlage" aus einer leeren Bierdose gebastelt, die durch lautes Scheppern vor dem heimlichen Ablegen des Bootes warnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also mit Unterhose &amp; MAG-LITE bewaffnet raus an den Strand und dem Meer das Opfer wieder abgerungen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;16.9.04 Skyros. - Eböa (Bucht von Hilladou im Nordwesten) KM 83435&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Morgen begann mit einer Mischung aus Sonne und Regen. Da die Wellen inzwischen fast Meterhoch an den Strand schlugen und ein starker Wind vorherrschte, beschlossen wir die Insel zu verlassen.&lt;br /&gt;Das geplante Inselhopping zu den anderen Sporaden fiel leider aus, da keine Schiffe mehr fuhren.&lt;br /&gt;Also zurück nach Euböa. Diesmal komischerweise 8.- Euro billiger als auf der Hinfahrt.&lt;br /&gt;(Kombiticket gab es sowieso nicht)&lt;br /&gt;Vor der Abfahrt fuhren wir noch einige Pisten an der Küste entlang, die wieder mal auf keiner Karte verzeichnet waren. Auch scheint es in Griechenland für jede Ortschaft 2-5 verschiedene Schreibweisen zu geben, was die Orientierung nicht gerade vereinfacht.&lt;br /&gt;An die griechischen Buchstaben hatten wir uns inzwischen fast gewöhnt, aber dennoch standen in unseren 3 verschiedenen Landkarten stets andere Namen als auf den Schildern vor Ort....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit bis zur Fährüberfahrt (Bei schönem Seegang) vertrieben wir uns in einem abgelegenen Hafen.&lt;br /&gt;Ich stöberte auf einem total verrosteten alten Schlepper herum, der hier scheinbar seinem Untergang harrte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gischt schlug über die 3m hohe Kaimauer - wer hätte gedacht, dass die brave Ägäis zu solchen Wellen fähig sei?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach stürmischer Überfahrt kamen wir wieder in Kymi, Kimi, Kyme oder Kúµm an - (je nach Schreibweise...)&lt;br /&gt;Nachdem ich zum ersten Mal NICHT in einer Warteschlange durch dreiste Vordrängler geärgert worden war.&lt;br /&gt;(Nächtes Mal bekäme einer dieser 1.65m-Griechen-Hämpelchen ein wenig Erziehung beigebracht - das schwor ich mir. Ich wartete geradezu darauf.... zu oft hatte ich den Unverschämtheiten mancher Leute hier nachgegeben. Leider ging diesmal alles reibungslos ab, hihi!)&lt;br /&gt;Überhaupt kann man die Griechen anscheinend in zwei Gruppen einteilen:SUPERNETT die eine Hälfte. Total ohne Anstand &amp;amp; Manier die andere Hälfte.&lt;br /&gt;Sorry, Aber dieser Absatz entstand nach 13 Tagen Griechenland-Erfahrung und wird leider täglich weiter bestätigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;OK, wir hatten also Kymi erreicht und wollten nun einem Reiseführertipp zu einer supertollen Bucht folgen.&lt;br /&gt;Natürlich nicht auf dem vorgeschlagenen Weg des Verfassers sondern mehr oder weniger querfeldein durch Bergdörfer und Schotterpisten.&lt;br /&gt;Im Nachhinein wundere ich mich immer noch, dass wir bei den 50 verschiedenen wegweiserlosen Abzweigungen schlussendlich doch am Ziel angekommen waren.&lt;br /&gt;Erschwerend kam hinzu, dass es hier auf Euböa anscheinend deutlich mehr geregnet hatte und das vom Verf. als "Flüsschen" bezeichnetet Rinnsaal die Ausmaße der Isar angenommen hatte.&lt;br /&gt;Wir hatten mehrere Furten zu queren und jede zweite Wegkehre war zu 20% weggeschwemmt worden. Rechts ging es meist senkrecht zu Tale während links grobe Felsbrocken auf ein leichtes Startsignal zur Niederkunft warteten... Interessant war, dass wir nach ca:2 Stunden immer noch Luftlinie 3 KM von Kymi entfernt waren - aber wie bereits der erste Mensch auf dem Mond sagte: "Ein kleiner Schritt für einen Menschen - ein großer Schritt für die Menschheit." - So oder so ähnlich sahen wir das auch: Die Bergdörfer waren von der auch nicht gerade modernen Hafenstadt Kymi in jeder Hinsicht so weit entfernt, wie der Mond von der Erde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin sprachen doch fast alle unter 40-jährigen relativ gutes Englisch was die Angelegenheit vereinfachte.&lt;br /&gt;Einmal wollte uns eine alte Frau mitten im Wald die "Weg-Information" nur gegen Abkaufens zweier Äpfel geben, die sie geschäftstüchtig unter der Schürze hervorholte.&lt;br /&gt;Leider schaute sie, nach dem Weg gefragt, kurz in die richtige Richtung - das genügte mir als Hinweis und ein hupendes Auto gebot uns, weiterzufahren ohne die Äpfel zu kosten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 30 Kilometern Schlamm/Wald/Schotter/Felspiste sahen wir eine geteerte Straße und einen Mercedes mit deutschem Kennzeichen. Wir waren angekommen. Und wahrlich: Eine wirklich schöne Bucht. Der Verfasser hatte nicht zuviel versprochen. Nur etwas einsamer hätten wir uns den Geheimtipp vorgestellt.&lt;br /&gt;Das Unwetter war zwar Sonnenschein gewichen, aber die Riesenwellen, die sich da an den Strand warfen wollten erst noch besänftigt werden. Abwarten &amp; schlafen gehen... 21.30 Uhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;17.+18.9.05 Bucht von Hilladou (Euböa) KM unverändert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die folgenden Tage verbrachten wir mit schwimmen, angeln, sonnen, lesen, Buchten und Meereshöhlen per Boot erkunden etc. Es gab auch eine Bucht in der ca. 20 feste Zelte standen - wohl so eine art "Aussteiger-Kolonie"? Es kam mir vor wie bei "The Beach" - die Kulisse stimmte jedenfalls.&lt;br /&gt;Wir fuhren ein paar Buchten weiter - ebenfalls Sandbänke, die von Felsen umrahmt und nur von Wasser aus zu erreichen waren. Petra schaukelte mit ihrer Luftmatratze auf dem Wasser während ich am Horizont zum Angeln verschwand. (Wir standen per Funkgerät in Verbindung).&lt;br /&gt;Abends lernten wir Nassos, einen griechischen Rentner mit seinem VW-Campingbus Bj. 1973 kennen. Er gab uns wertvolle Tipps und wir philosophierten lange beim Schein des Lagerfeuers. Dank angeschwemmten Treibgutes wurde es gut geschürt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;19.09.2005 Hilladou - Lihas Oros (Nordwestspitze Euböas) KM 83633&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schweren Herzens verließen wir dieliebgewonnene Umgebund von Hilladou und erklommen einige Bergpässe mit dem Iveco. Bei 30 Grad kein Zuckerschlecken für die Maschine.&lt;br /&gt;Zwischenstopp zum Mittagessen und baden mit Stranddusche erfolgte westlich von Limni.&lt;br /&gt;Danach ging es weiter in Richtung norden Euböas.&lt;br /&gt;Der nordwestlichste Zipfel wurde mit dem Auto angefahren. Eine Sandzunge markierte die äusserste Ecke.&lt;br /&gt;Und da mussten wir natürlich hin. An den Warnschildern vorbei in den Sand hinein bis 2m vorm´Wasser.&lt;br /&gt;Nur für´s Foto. Hier fließen zwei verschiedene Gewässer zusammen, die durch die große Insel Euböa getrennt werden. Entsprechend ist der Wellengang &amp;amp; Strömung an dieser Stelle. (Ich möchte nicht reinspringen). &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_0429.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/IMG_0429.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;OK Foto geschossen und nun 150m entfernt auf ebener Fläche unter einer Kiefer in der Schatten stellen... aber nix da! Der Iveco fuhr sich rückwärts erstmal gründlich fest.&lt;br /&gt;Nach vorne konnte ich nicht viel Anlauf nehmen - da war ja das Meer.&lt;br /&gt;Also Allrad rein, Diff.-Sperre und Untersetzung... (Im geiste sah ich mich schon schaufeln und die Flut einlaufen...) Aber es klappte. Der Wagen kam aus eigener Kraft frei und ich hinterließ wieder mal einen massiven Flurschaden im glatten Strand-Sand. Ca. 25cm tiefe Furchen, die hier aber niemanden stören würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends zog noch ein massiver Sturm auf - erinnert an die Bedeutung des Namens "EUBÖA" = "Guter Wind".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;20.9.2005 Euböa-Olympos Gebirge KM 83878&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach kurzem Frühstück trafen wir zufällig exakt zum Abfahrtstermin der Fähre auf´s griechische Festland im Hafen ein. 30 Minuten dauerte die Überfahrt, dann hatten wir wieder den Kontinent unter den Rädern.&lt;br /&gt;Die Fahrt ging zügig in Richtung Olymp. Schließlich wollten wir den Götten mal richtig auf´s Dach steigen.&lt;br /&gt;Im Vorort angekommen stärkten wir uns wieder mal bei Souflaki, Tsatziki und Co.&lt;br /&gt;Die 1000 Höhenmeter zum Parkplatz legten wir auf kurvenreicher knapp 20 Kilometer langer Bergstraße zurück. Da die Besteigung des Olymp ca. 5 Stunden in einfacher Richtung in Anspruch nimmt, war es für heute zu spät. Abends zog schlechtes Wetter auf und über Nacht regnete und gewitterte es heftig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;21.9.05 Olymp - Meteora-Klöster KM 84093&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Wecker piepte um 7 Uhr - aber wir waren schon früher wach: Regen trommelte auf unser Dachfenster und wir hatten keine Lust eine 10-stündige Bergtour im strömenden Regen zu beginnen.&lt;br /&gt;Als es um 9 uhr immer noch schüttete, machten wir uns 5 Kilometer Bergabwärts an die Besichtigung einer Klosterruine. Danach noch ein Fußweg durch die Vikos-Schlucht zu einer heiligen Grotte (ca. 2 Std.).&lt;br /&gt;Ich hatte noch nie so viele Feuersalamander gesehen, wie auf dem Waldpfad bei leichtem Regen:&lt;br /&gt;Alle 5 Meter - ungelogen- musste man über die auffälligen Tierchen drübersteigen.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_0440.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/IMG_0440.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zurückgekehrt entschieden wir, den Olymp den Göttern zu überlassen... sie waren uns anscheinend nicht gewogen. Also besichtigten wir die nahegelegene griechisch-römischen Ruinenstadt Dion.&lt;br /&gt;Sehr interessant auch das Museum in dem z. B. die Steinbearbeitung und Mosaiktechniken der damaligen Zeit vorgestellt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Mittagessen ging die Fahrt weiter durch Zentralgriechenland in Richtung Kalamitsa - den Meteoraklöstern, die wir Schwalbennester an den Felsen klebten.&lt;br /&gt;Fantastisch steile Steintürme die sogar halbwegs mit dem WoMo erfahrbar waren.&lt;br /&gt;Wir hatten einen super Übernachtungsplatz 3m neben dem Abgrund und mit Ausblick auf mehrere dieser sehr fotogenen Klöster.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;22.9.05 Meteora-Vikos Schlucht KM 84307&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;An diesem Morgen schauten wir uns zwei der Meteora-klöster auch von innen an. Ich war über die günstigen Eintrittspreise von 2.- erfreut. (Museen hatten bisher immer 6.- und Archäologische Stätten ebenfalls 6-12.- Euro gekostet).&lt;br /&gt;An den Klöstern war reger Andrang - trotz Nebensaison. Am Grand Meteora-Kloster parkten ca. 10 Reisebusse. Entsprechend voll war es innen. Dennoch sind die Klöster und ihre einmalige Umgebung einen Besuch allemal wert. (Di &amp; Do sind einigen von ihnen geschlossen).&lt;br /&gt;Nach ausgiebiger Begutachtung verließen wir Meteora und fuhren auf der [6] Richtung Ioannina. Es war zwar eine Hauptstraße, aber an diesem Tag haben wir sicherlich 1000 Serpentinen-Kurven gemeistert. Man kommt auch wegen der vielen LKWs teilweise nur mit 25km/h voran. Eine mehrspurige Autobahn mit Tunnenln scheint in Bau zu sein, war aber noch nicht fertig.&lt;br /&gt;Nach Ioannina fuhren wir in Richtung der Vikos-Schlucht. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/IMG_0452.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/IMG_0452.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;(Wieder mal eine angeblich tiefste Schlucht der Erde...) Die Bergdörfer waren teilweise so eng, dass wir in Hofeinfahrten wenden mussten nachdem wir uns ein wenig verfahren hatten. Unser Reiseführer war so schlau, eine Tour von hinten nach vorne zu beschreiben und noch dazu von einer Kirche-Pflaster-Rechter-Feldweg-Kombination zu schreiben, die hier auf ziemlich jede Ortschaft passte. Aber auch diese Schwierigkeiten wurden gemeistert und in Zusammenarbeit mit GPS, Karten, Reiseführern und Einheimischen fanden wir dann doch noch den Wildbach, die Schlucht, das Kloster, die Höhle und all die anderen interessanten Dinge.&lt;br /&gt;Leider spielte das Wetter nicht so mit, aber 20Grad sind ja zum Wandern auch genug.&lt;br /&gt;Wir fanden einen Übernachtungsplatz zwischen Papignon und Micro Papignon mit Sonnenuntergang und Kuhglocken-gebimmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;23.9.05 Vikos-Parga KM 84536&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen fuhren wir die 50 Serpentinen hinab in´s Tal wo wir vor einer schönen verfallenen Klosterruine frühstückten. Ein türkisblauer Wildbach plätscherte durch uralte Platanenwälder und einzelne Sonnenstrahlen wurden von feinem Morgennebel durchdrungen.&lt;br /&gt;Nach dem Klosterbesuch (Es war verlassen, teils verfallen und abgeschlossen) machten wir uns auf in die Vikos-Schlucht. Wegen der maroden Beschilderung (in ganz Griechenland irgendwie seltsam, dass Weggabelungen oft nur in einer Fahrtrichtung beschildert sind - wenn überhaupt) brauchten wir ziemlich lange bis wir über Straßen &amp;amp; Pisten in Monodendrion ankamen. Dort besichtigten wir.... RICHTIG! Ein Kloster. Ein gelangweilter Mönch rang sich zu einem grummeligen "morning" durch und widmete sich wieder seiner Ikonenmalerei. Hinter dem Kloster ging es in die Vikos-Schlucht. Auf abenteuerlichem Pfad, der teilweise nur 50cm breit war - dafür ging es aber daneben ca. 600m senkrecht in die Tiefe - kamen wir ein paar Kilometer weit. Dann war der Pfad plötzlich vor einer Steilwand zuende. Ob der Rest des Weges abgestürzt war, oder ob der Weg hier einfach zuende war, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.&lt;br /&gt;Ich war wieder mal ein wenig enttäuscht, dass der große Wegweiser am Kloster (Sogar in arabischen Buchstaben: "Caves, Old Stone Bridges,...") in´s Nichts führte. Aber ich hatte mich an solche Dinge langsam gewöhnt. Naja - da es zu regnen und gewittern anfing, machten wir uns auf den Rückweg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;....und fuhren Richtung SONNE UND MEER. (Dachten wir).&lt;br /&gt;Wir näherten uns dem Ausgangspunkt unserer Griechenlandreise: Igoumenitsa.Unterwegs kamen wir in einen starken Regenguss und vor uns hielten 2 Autos und ein LKW auf offener Straße an.&lt;br /&gt;Warnblinker, fragende Blicke, Hupen.&lt;br /&gt;Was war geschehen? Ein Motorradfahrer schob seine 500er Honda auf wackeligen Beinen in Richtung Straßenrand. (Ober besser: Sie zog ihn langsam in Richtung Straßenrand).&lt;br /&gt;Dann sah ich ein paar Motorradteile auf der Straße liegen und kam zu dem Entschluss, dass er wohl gestürzt sein müsse. Da keiner der Autofahrer Anstalten machte, auszusteigen sprang ich im T-shirt in den Regen und half dem leicht schockierten Menschen. (Er bekam den Motor nicht mehr zum Laufen und war ziemlich verwirrt.... genau wie ich nach meinem letzten Motorradsturz vor 2 Jahren).&lt;br /&gt;Gemeinsam brachten wir das Ding wieder zum Laufen und ich steckte ihm auch noch die verlustig gegangenen Kleinteile in den Rucksack. 3 Kurven weiter war eine Tankstelle, sodass er sich dort ausruhen und versorgen konnte. (Körperlich war ihm scheinbar nichts passiert).&lt;br /&gt;Unsere Fahrt ging weiter nach Parga - einer schönen, aber touristisch arg zugebauten Bucht. In der Nachsaison langweilten sich hier die Restaurantbesitzer und blickten uns irgendwie "in ihrer Ruhe gestört" nach... Gar nicht so einfach, hier ein halbwegs gutes Plätzchen am Strand zu finden - alles ist WOMO-unfreundlich verbaut. Aber hinter dem letzten Appartement im Dorf fanden wir einen "Parking-Pay"-Platz, auf dem sich kein Kassierer mehr befand. So nahmen wir diese Einladung dankend an.&lt;br /&gt;Ach ja - es regnete wieder - oder immer noch.&lt;br /&gt;Wir kochten ein leckeres Mahl, das wir zuvor im LIDL unterwegs eingekauft hatten.&lt;br /&gt;LIDL scheint übrigens so ziemlich der preiswerteste Supermarkt in Griechenland zu sein, wenn man für einen Joghurt keine 2,00-2,50 Euro ausgeben möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;24.9.05 Parga-Igoumenitsa KM 84542&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;bis zum 28.9.05 verbrachten wir noch viel Zeit in einer Nachbarbucht von Parga.&lt;br /&gt;Wir sonnten, badeten, angelten und verpflegten uns per Schlauchboot im Hauptort.&lt;br /&gt;Wieder mal konnten wir bis direkt an´s Meer hinunterfahren und unser Boot bequem an Felsen festmachen. Eine Meereshöhle sowie verschiedene Schnorchelfelsen waren zu erkunden.&lt;br /&gt;Der Aufenthalt verlief völlig ungestört – nur ab und zu verirrten sich ein paar Touristen und Einheimische in unsere Nähe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;28.9.05 Igoumenitsa – Fähre – Ancona KM 84633&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Tag der Abreise&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;29.9.05 Ancona-Ringheim KM 85770&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;1200 Kilometer Heimfahrt am Stück.&lt;br /&gt;Ankunft 4 Uhr frühs im regnerisch-kühlen Ringheim&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16122447-112825620840952632?l=reisenreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://reisenreisen.blogspot.com/feeds/112825620840952632/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16122447&amp;postID=112825620840952632' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default/112825620840952632'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default/112825620840952632'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://reisenreisen.blogspot.com/2005/10/5000-kilometer-griechenland.html' title='5000 Kilometer Griechenland'/><author><name>Fireandice</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16037986541965065076</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/200/JB3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16122447.post-112556338293673589</id><published>2005-09-01T10:17:00.000+02:00</published><updated>2005-10-22T15:52:02.323+02:00</updated><title type='text'>Mit dem Magirus durch die Sahara  - Libyen 2005</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/tripolialt.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib12.gif"&gt;&lt;img style="WIDTH: 355px; CURSOR: hand; HEIGHT: 62px" height="62" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/lib12.gif" width="604" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;strong&gt;Libyen mit dem Magirus 150&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Libyenreise Januar 2005&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;mit Fritz Maschke, Jürgen Baumann, Peter Zillich und Gottfried Schwarzkopf&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;13.1.2005 bis 14.2.2005 Fahrzeug: Magirus 150 Doppelkabiner - Allrad mit Wohnkabine. (Ex-Feuerwehrauto Bj. 1965 –also sozusagen ein „Ü40“)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib6.gif"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib6.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;Reisetagebuch:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Die eingeklammerten Zahlen in der Datumszeile sind die gespeicherten Übernachtungsplätze. Koordinaten auf Anfrage erhältlich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Do, 13.1.2005 Abfahrt Ringheim - Walldorf&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Letzte Pre-Flight-Checks:Wir schafften Schubkarrenweise Material, Werkzeug und Technik in den Magirus.Abends traf Gottfried ein uns wir beendeten die Vorbereitungen gegen 19 Uhr.Elli (Fritz´Frau) kochte uns ein letztes deutsches Abendessen und mit der Unterstützung pfälzer Rotweinsfielen wir in´s Bett.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fr, 14.1.2005 Walldorf&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Start: KM 24350&lt;/strong&gt; (24) Italien &lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;--Diese Nummern sind die gespeicherten Übernachtungsplätze. Koordinaten auf Anfrage erhältlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nachdem die nun wirklich allerletzten Dinge verstaut, verzurrt und gegen heraus- und herunterfallen gesichert waren, ging es nach einem halben Jahr Vorbereitung ENDLICH LOS!Letzte Fotos und ein paar Videosequenzen später rollten wir gen Italien.&lt;br /&gt;Nach Durchquerung der Schweiz verließen wir die Autobahn an ziemlich beliebiger Stelle und fanden eine kleine Ortschaft mit nettem Restaurant. Der offene Kamin lud zum Verweilen ein. Wir kosteten die italienische Küche und waren recht zufrieden mit dem Gebotenen.Entspannt und gesättigt suchten wir unser Auto auf - um die erste Nacht zu verbringen.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib11.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib11.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SA, 15.1.2005 Italia- Genua KM 24901&lt;/strong&gt;. (25 Genua Hafen) 7 Uhr, 0 Grad Innentemperatur im Fahrzeug. Nicht sehr angenehm da aus dem kuscheligen Schlafsack zu kriechen. Aber die Fähre würde nicht warten...Unsere grob entschiedene Arbeitsteilung funktionierte recht gut: Jeder hatte sein Resort und während ichnach Ölstand und dem abgeflogenen Scheibenwischer schaute, räumten die anderen die Kabine auf unddeckten den Frühstückstisch. Ruck-Zuck hatten wir gemütliche 25 Grad im Innenraum - der Gasheizung sei dank!&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück Abfahrt nach Genua - die letzen 150 Kilometer.Zwischendurch musste mal der Lichtmaschinen-Regler mit dem Schraubenzieher gestreichelt werden - und schon ging es weiter.&lt;br /&gt;Genua: Hafenchaos…Nach mehreren Irrfahrten - wir pendelten zwischen Pontius und Pilatus - fanden wir doch noch dieentscheidenden Gebäude, Schalter und Personen für unsere Abfertigung.(Selten so ein undurchsichtiges Abfertigungssystem erlebt... )Danach schauten wir circa 200 Autos bei der Einfahrt in die Fähre zu."Ja, wollen die uns etwa als letzte reinlassen?"Der Platz für Fahrzeuge über 3m Höhe wurde schließlich immer knapper und knapper...und schließlich fuhren wir als vorletztes Fahrzeug hinter einem Reisebus in den Bauch des Schiffes.Sollte ich erwähnen, dass ich bei der allgemeinen Drängelei auf der Abfertigungsspur Stunden zuvordem Busfahrer den Aussenspiegel Spiegel touchiert hatte?Italienisches Temperament nahm seinen Lauf "Porka Madonnnna!! - Graaaande Miseria!" ...etc... eindeutige Zeichen in Richtung Stirn und Bille veranlassten mich irgendwann zum Aussteigen.Nachdem ich den guten Mann (1,55m) "in den Arm genommen" und beruhigt hatte, war die Sache erledigt.Er hatte wohl bemerkt, dass wir kein besonderes Interesse an seiner "Show" hatten und zog sich in seinen Bus zurück. Wie auch immer - schließlich konnte Fritz den Magirus wohlbehütet an Bord bringen.&lt;br /&gt;Abends in der Bar stellten wir fest, dass sehr wenige Europäer an Bord waren und die Frage an den Kellner, ob unser leicht erhöhter Bierkonsum auf Muslime eventuell anrüchig wirke, wurde freundlich aber bestimmt mit "Oui, Monsieur" beantwortet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So, 16.1.2005 Tag auf der Fähre _ Genua-Tunis 25227km&lt;/strong&gt; (27)&lt;br /&gt;Zoll TunisZollabfertigung ziemlich chaotisch - wie erwartet.Eigentlich war die Abfertigung genauso chaotisch, wie in Genua - also kein Grund, sich aufzuregen.Fehlende Stempel, die normalerweise an Bord der Fähre in zwei Stunden "Erwartet" werden müssen, liessen sich auch in 20 Minuten an Land ergattern.(Ohne Stempel im Pass angeblich keine Ausreise auf dem Rückweg...)Ein Schlepper, der 20,- Euro wollte bekam von Fritz 2,- Euro in die Hand gedrückt. Angemessene Bezahlung für 10 Minuten Arbeit…&lt;br /&gt;Einkaufen im tunesischen Supermarkt. Kein Alkohol. Aber Wasser haben wir wenigstens bekommen. Und ein paar leckere Brathändel... als wir das Vino-Magazin (Kl. Laden) gefunden hatten, schloss der direkt von unseren verzweifelten Gesichtern.&lt;br /&gt;Kurz hinter Tunis bogen wir in einen unbeleuchteten Feldweg ein, der sich natürlich als Zufahrt zu einem Olivenbauern herausstellte.Kaum angekommen, wurden wir auch schon von den Besitzern freundlich empfangen.Übernachtung beim Bauern - Familienanschluss der besonderen Art: Tee, Brot, frisch gepresstes Olivenöl und allzu nette Bauernjungs (!)Besonders die Frauen, waren sehr kontaktfreudig, neugierig und aufgeschlossen. Zumindest so lange, bis deren Männer nach Hause kamen. Dann traten die Herren der Schöpfung in Aktion.Erneut Tee, Brot, Olivenöl, Hausbesichtigung auf beiden Seiten. Also nichts mit früh in´s Bett gehen…&lt;br /&gt;Im Gegenzug erwähnte der Hausherr deutlich, dass sein Bruder ein Weintrinker sei...Genannter Bruder war mir gegenüber ziemlich freundlich, nahm mich in den Arm und zeigte mir schließlich sein Zimmer.Als er dann aber eindeutig zudringlich werden wollte, zog ich es doch lieber vor, zu meinen Freunden in´s Wohnzimmer zurückzukehren. Auch das Ausschalten des Lichts konnte mich nicht von den Vorzügen gleichgeschlechtlicher Liebe überzeugen. :-O&lt;br /&gt;Naja - auch ein witziger Abend, irgenwie. Irgendwann waren die Handynummern ausgetauscht, Peters´Videokamera leergefilmt und unsere Weinvorräte geplündert - da machte sich Laufen (Name) langsam aber sicher an Gottfried heran. Als er mit ihm zusammen das Zimmer verließ, war ich auf den Ausgang des Abends gespannt. Ich hatte Gottfried nicht vor dem Jungen warnen können, weil deutsch sprechende Brüder anwesend waren. Nach 10 Minuten kam Gottfried mit versteinerten Gesichtszügen zu uns zurück. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Der Tunesier war wohl zum zweiten Mal abgeblitzt…&lt;br /&gt;Schließlich war der Abend beendet und wir zogen es morgens vor, eine Stunde früher loszufahren, als angekündigt. (Sonst wären wir sicher heute noch dort....) :-))Trotz alledem war es ein schöner, lustiger Abend und die Gastfreundschaft der Tunesier war ziemlich grenzenlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mo, 17.1.2005 Tunis - Kairouan/Hammamet 25600km&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach relativ fluchtartigem Verlassen des Bauernhofes frühstückten wir etwas ausserhalb.Ungestört konnte jeder sich seiner Körperpflege widmen und gegen 9.30 Uhr fuhren wir frohen Mutesin Richtung Süden weiter.Bis die Lichtmaschine sich wieder meldete. Diesmal war sie nicht mehr mit streicheln und Schmirgelpapierzur Arbeit zu bewegen. Also suchten wir eine Werkstatt auf.2-3 Stunden bemühten wir uns zusammen mit dem Chef den Regler in Funktion zu setzen, auszutauschen oder neu zu verkabeln. Schließlich hatte der Monteur eine Idee... eigentlich waren wir genausoweit, wie Stunden zuvor, aberzumindest mit dem Gefühl, dass die LiMa nun wenigstens bei Vollgas ein bißchen Strom in unsere Batterien drücken würde.Wir fuhren noch bis in die Nacht hinein - stets mit der Gewissheit, dass uns jeder Kilometer wertvollen Batteriestrom kosten würde. (Zumindest ich war dieser Meinung - und mit mir mein Messgerät)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Di, 18.1.2005 Tunesien / Medenine- Libya&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht wurde von andauerndem Hundegebell begleitet. Am Morgen entdeckten wir die Lärmquelle:Ein Hund war 10Meter entfernt von uns an eine Lehmhütte gekettet.&lt;br /&gt;Klar, dass wir ihm nicht gefielen...Schönes Wetter, strahlender Sonnenschein und ein deftiges Frühstück liessen den Tag gut beginnen.Fast schon wie selbstverständlich brachte uns eine Nachbarin frisches Fladenbrot an den Magirus.Diesmal ohne "Familienanschluss" - das war uns auch ganz recht. Völlig ungestört konnten wir unserenBeschäftigungen nachgehen.In Medenine schafften wir es schließlich doch noch, ein paar verstaubte Flaschen Wein aus einemHotelkeller zu erstehen .- natürlich zu horrendem Preis. (Doppelt so teuer wie auf dem Schiff)Wir füllten noch 160 Liter Wasser in unsere Fässer und begaben uns auf die letzten 100 Kilometer nach Ben Guardane. Grenzort nach Libyen.&lt;br /&gt;Kein Handynetz in Libyen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt; &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/afrikanische%20reparatuf.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/afrikanische%20reparatuf.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach bevorzugter Behandlung an der Grenze (es dauerte trotzdem ein, zwei Stunden) trafen wir unseren Führer namens Salah, der auf mich einen recht umgänglichen und positiven ersten Eindruck machte.Wir steuerten gegen 16 Uhr eine Werkstatt an, die sich unseres Lichtmaschinenproblems erneut annehmen sollte. Glücklicherweise hatte ich eine BMW-LiMa im Handgepäck und auch die überzähligen Adapterringe unserer ersten LiMa waren von Nutzen. Dennoch dauerte die Adaption nach meiner Anleitung die halbe Nacht sowie den nächsten Tag bis 16 Uhr. Ein Aluring musste durch die halbe Stadt gebracht werden, bis jemand ein stück davon abschneiden konnte… Wir verbrachten die Nacht auf dem Vorplatz der Werkstatt und feierten mit unserem Führernach Libyscher Sitte mit Alkohol und nordafrikanischen Rauchwaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mi, 19.1.2005 Zuara - Goush Kilometerstand 25913&lt;/strong&gt; (29) Ruinen/Altstadt&lt;br /&gt;Die Arbeiten an der Lichtmaschine erforderten ganztägigen Einsatz und waren gegen 16 Uhr mit gutem Gefühl beendet. Immer wieder erstaunlich, wie man ohne gemeinsame Sprache auch über technisch komplizierte Dinge kommunizieren kann. Super, was der Mechaniker mit ein paar Holzklötzchen, Ducktape und Beilagscheiben so alles hinbekam! Das hätte er vorher wohl selbst nicht geglaubt.Und ich gestehe im Nachhinein: Die BMW-LiMa war zuhause mal runtergefallen – ich hatte keine Ahnung, ob sie funktionieren würde…&lt;br /&gt;Endlich ging es los! Die Wüste wartete!&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib4.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib4.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Abfahrt in Richtung Ghadames. Wir fuhren bis in die Nacht hinein und fanden schließlich einen schönen Übernachtungsplatz in einer verlassenen Oasenstadt zwischen Palmen und romantischen Ruinen.Ein handfester Sturm zog auf und schaukelte uns nach dem Abendessen sanft in den Schlaf.Die Nacht war wieder recht kühl und am morgen schliefen wir relativ lange.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Do, 20.1.2005 Goush-Darj Kilometerstand 26250&lt;/strong&gt; (30) Ruinen/Altstadt&lt;br /&gt;Nach ausgiebigem Frühstück und den üblichen Motorchecks verließen wir die schöne Übernachtungsstätte und begaben uns weiter in Richtung Süden. An der Tankstelle füllten wir 434 Liter Diesel in unsere Kanister.Man wusste nicht, ob es in Ghadames ausreichend Sprit geben würde. Zwei weitere 250Liter-Fässer führten wir leer auf dem Dach mit uns. Libyen = Magirus-Country: 434 Liter Diesel kosteten 28.- Euro. Weiter ging die Fahrt über sandverwehte Strassen. Teilweise ragten die Dünen bis über die Strassenmitte und verlangten ständige Konzentration des Fahrers. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib1.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib1.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dann setzte Regen ein und wir erlebten die Wüste IN NASS. Interessant fand ich, dass trotz des Regens Sand über die Strasse wehte.Teilweise konnte man den Asphalt nur noch erahnen. Diesbezüglich sei noch zu erwähnen, dass unsere Scheibenwischer wieder mal ausfielen. Kein Spass, wenn man mit 8 Tonnen bei 80-90 Km/h unterwegs ist... aber man gewöhnt sich an jedes Risiko.Abends erreichten wir schließlich die kleine Stadt Darj - wo wir 400 Liter Sprit für den nächsten Tag reservierten und Brot kauften. Übernachtung wieder in einem verlassenen Altstadtteil zwischen Palmen und einer art Freilufttheater.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fr, 21.1.2005 Darj-Ghadames-See von Mzezem Kilometerstand 26404&lt;/strong&gt; (31)See&lt;br /&gt;Nach einer ausgiebigen Dusche im Freien bei 5 Grad Celsius begann der Tag recht sonnig.Als Dusche fungierte ein Kochtopf mit warmem Wasser und eine Tasse zum Schöpfen."Old style" also... :-)Gegen 10 Uhr verließen wir die Altstadt und nahmen Abschied von den schönen Palmen ringsherum.Der Platz gäbe einen prima Campingplatz ab - mal schauen, was in den nächsten 10 Jahren hier passiert...&lt;br /&gt;Weiter ging die Fahrt nach Ghadames - der legendären Oase mit den tunnelartigen Bauten.(Ist ein UNESCO Kulturdenkmal) Direkt vor dem Eingang geparkt, konnten wir weil es Freitag und gleichzeitig Feiertag sowie Gebetsstunde war, völlig frei in den schönen Innenhöfen, Hausfluren und labyrinthartigen Gängen herumforschen und über alle möglichen Dinge spekulieren. Sogar ein funktionierendes Wasserleitungssystem war vorhanden.&lt;br /&gt;Nachmittags suchte ich ein Internetcafe auf (Ich fragte systematisch den halben Ort und wurde schließlich fündig). Als das Cafe dann auch noch für mich öffnete, konnte ich einige Emails absetzen.Extrem ärgerlich war, dass meine Digikamera heute ohne Vorwarnung den Geist aufgegeben hatte.Aber die Videokamera war noch funktionsfähig - wenigstens etwas...&lt;br /&gt;In Ghadames mussten wir erfahren, dass die favorisierte Piste nach Ghat gesperrt war und schon einige Touristen auf algerischer Seite verhaftet worden waren. Eine zweite Piste galt als sehr schwierig und ein zwielichtiger Führer wollte 400.-- Euro für unsere Passage. Nach einigem hin- und her bliesen wir die Aktion ab, da unter anderem mit 50 Kilometern Sanddünen zu rechnen war (!).Fritz war enttäuscht – er hätte den Maggie gerne mal richtig ausgetestet. Wir jedoch wollten nicht 3 Tage Zeit verlieren und uns am Ende noch einsperren lassen. Dazu ergab sich später noch genügend Gelegenheit… &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib9.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib9.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Also blieb uns nur der geordnete Rückzug in Richtung Darj. Nach 40 Kilometern (von 100) bogen wir auf eine Piste in Richtung Norden ab, wo sich ein sehr schöner Dopelsee mitten in der Landschaft auf einem kleinen Hochplateau befand. Toller Übernachtungsplatz und auch eine erste Gelegenheit, den Maggie auf Pistentauglichkeit zu prüfen. Prompt verabschiedete sich ein Haubengummi und eine Befestigung der Motorhaube. Ansonsten war alles OK. Auch die insgesamt 900 Liter Diesel, die an Bord waren konnten unseren Vorwärtsdrang nicht aufhalten. Die Motorhaube wurde seitdem mit einem Spanngurt gesichert.&lt;br /&gt;Ich lernte an diesem Abend, grünes Stachelgestrüpp von brennbarem, trockenen zu unterscheiden. Auf den ersten Blick nicht so einfach – aber wenn man´s mal kapiert hat… super Sache!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;22.1.2005 See von Mzezem - Hamada al Hamra Kilometerstand 26602&lt;/strong&gt; (34)&lt;br /&gt;Satz des Tages (&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Hamada al Hamra, als Fritz auf der Piste nach 200 Kilometern geradeaus die Spur wechselte und kurz in den rechten Aussenspiegel sah&lt;/span&gt;) -- Eine Stimme von hinten: "RECHTS FREI!" - Allgemeines Gelächter.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib8.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib8.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen war es sehr kalt und unangenehm windig. Einer der beiden Seen fiel vom Ufer her steil ab, sodass die Tiefenangabe von 55Metern doch glaubhaft erschien.Nach dem Frühstück fuhren wir die 10 Kilometer Piste zur Hauptstrasse zurück und kamen gegen Mittag wieder in Darj an. Dort nahmen wir kleine Reparaturen vor und deckten uns mit Brot für 4 Tage ein.Nach längerem Hin und Her ging es endlich auf die Piste in Richtung Idri.Es lagen 576 Kilometer Hamada (Steinwüste) vor uns ausgebreitet. Einmal hatten wir uns um 10 Kilometer verfahren, weil eine neugebaute Piste nirgends erwähnt wurde. Dank GPS, Fernglas und einem Einheimischen konnten wir die winzige Abzweigung finden und waren wieder auf Kurs.(Und ich konnte das Vertrauen der Gruppe in mein GPS weiter festigen)Wir machten noch knappe 100 Kilometer teilweise in Schrittgeschwindigkeit, teilweise Vollgas.Gegen 17.30 Uhr fanden wir einen netten Übernachtungsplatz kurz vor Bir Ghazeil (Gazellenbrunnen).Es war ein kleines flaches Flussbett mit ein paar Büschen darin.Am Boden lagen kürbisartige Kugeln - es sah aus, als ob hier Boules gespielt worden wäre....&lt;br /&gt;Ich entdeckte hinter einem Busch einen Schlafsack und Brennholz sowie einen Autoreifenschlauch voller Wasser. Anscheinend wohnte in dieser Einsamkeit hier jemand.Tatsächlich scharten sich nach dem Abendessen (im Dunkeln) 35 Kamele um unser Auto.Sie hatten sich zum Schlafen hingelegt und fühlten sich anscheinend durch mich gestört. Eines brüllte mich an, stand auf und kam als dunkler, über 2m großer Schatten auf mich zu. Ich zog mich hinter den Magirus zurück und holte einen Packung trockenes Toastbrot aus dem Mülleimer. Das Kamel fraß ein halbes Kilo davon und ließ sich dafür artig fotografieren, filmen und streicheln. Fortan wich es uns nicht mehr von der Seite und benahm sich sehr neugierig.Der fast volle Mond tat ein Übriges dazu, eine märchenhafte Wüstenstimmung aufkommen zu lassen.Klar, dass auch ein Teekessel auf dem Feuer stand...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So, 23.1.2005 Hamada al Hamra - Kilometerstand 26816&lt;/strong&gt; (36)&lt;br /&gt;Wir verließen zeitig (10 Uhr) unseren Übernachtungsplatz und begaben uns erneut auf den Weg in Richtung Südosten. Ich hatte alle Kardanwellen, Kreuzgelenke, Federaugen und die anderen 50 Schmiernippel gründlich abgeschmiert. Dazu gehörte auch das Messen verschiedener Ölstände vom Luftfilterölstand bis zum Ölablassen am Luftpresser... schließlich wollen wir nicht auf den knapp 600 Pistenkilometern nicht liegen bleiben. Die Reifen hielten erstaunliches aus - auch die von Saharafahrern vielgeschmähten Zwillingsreifen liefen bei uns bisher problemlos.Die Piste war recht schnell - aber durchsetzt von fiesen Querrillen, die den Maggie auch mal bei 60 Km/h komplett abheben ließen. Abends reparierten wir unser Mobiliar. Ein Spanngurt zierte unsere Motorhaube und die Trittbretter waren mit Kletterseilen gesichert. Ich war gespannt, wieviele Gurte nach 30 Tagen rund um den Magirus wohl verbaut sein würden... ?&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/tripolialt1.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/tripolialt1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;24.1.2005 Hamada al Hamra - Abbruchkante - Jabal al Hasawina KM26892&lt;/strong&gt; (37)vor idri&lt;br /&gt;Frohgemut begann der Tag mitten in der flachen Steinwüste. Nach 1 Stunde erreichten wir die Abbruchkante in den Jabal al Hasawina (Gebirge) - steil ging es bergab und ich lief eine Abkürzung um die anderen bei der Ankunft an der Polizeistation im Tal zu filmen.Schön, einmal zu Fuss ein paar Kilometer durch diese Landschaft zu gehen. Nach und nach kamen Gottfried, Peter und Salah ebenfalls zu Fuss herab. Fritz fuhr den Maggie alleine die Steilstufe herunter und kam sehr fotogen vor dem Polizeiposten in´s Bild gefahren.Prompt kam ein Jeep mit großer Maschinenkanone auf der Pritsche angefahren und es wurden ein paar Formalitäten sowie Tee ausgetauscht. Gern hätte ich mal mit der Knarre auf ein paar Berghänge geballert...Wir verließen die Polizeistation auf der falschen Piste und es kostete mich viel Überredungskunst, unsere Truppe querfeldein durch ein jungfräuliches Wadi in Richtung der nächsten Pistenmarkierungen zu navigieren. (Ich hatte die Wegweiser-Pyramiden schon mit dem Fernglas gesehen)Weiter ging es an der Abbruchkante entlang bis wir an ein Marabutgrab kamen.(Heiliger). Ab dort übernahm ich das Steuer - wohl wissend, dass leckere Sandpassagen bevorstanden.Die ersten 10 Kilometer war das alles noch ein Spass – von blutendem Daumen mal abgesehen. Die fehlende Servolenkung hatte doch gravierende Nachteile…Bis die Querung eines Queds mittendrin durch Einsanden beendet war. Dann ging ENDLICH das große Schaufeln los: Materialschlacht.2,5 Stunden später waren wir 20 Meter weiter - am Rettenden Ufer des Sandloches angelangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;25.1.2005 Jabal al Hasawina - Idri Kilometerstand 27011&lt;/strong&gt; (39) Mansura&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Satz des Tages: Fritz im Anblick einer Sanddüne: "Ich wittere Kampf!"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Nacht am Lagerfeuer und einer Menge "Bocha" (= Libyscher selbstgebrannter Schnaps) machten wir uns am Morgen auf die Weiterreise. Wir fuhren durch herrlich gemischte Landschaften:Hamada = Steinwüste, vulkanische Felsen, dazwischen je nach Sonneneinstrahlung gelber bis rötlicher Sand. Ein herrlicher Kontrast zu den schwarzen Felsen, die wie Inseln aus diesem Sandmeer ragten.Kurz vor Idri sahen wir das erste Auto seit mehreren (4?) Tagen. Zwischendurch hatten wir auf zig Kilometern die Piste verloren und kämpften uns immer ein bißchen der Verzweiflung nahe durch die Landschaft.Leider zeigte die russische Flugkarte und auch alle anderen Karten nur ein ungefähres Abbild der Wirklichkeit. Berge, die in Deutschland Ausflugsziele wären, fallen hier glatt unter den (Karten)tisch.Aber mit GPS, Sonnenstand, Kompass, Spurenlesen und ein wenig Glück fanden wir unsere Piste nach ein paar Stunden wieder. Fantastisch, wie weitläufig dieses Land ist! Kein Vergleich zu Marokko wo ich im Jahr zuvor meiner ersten eigenen Wüstenlektionen lernte.Die Lektionen hier waren weitgreifender: Sie umfassten neben Fahrtechnik auch Faktoren wie Teambildung, Durchsetzungsfähigkeit, Toleranz und Vorausplanung. Gerade den letzten Punkt vermisste ich bei unserem Trip ein wenig...Aber: In´Shallah - irgendjemand wird uns schon den fehlenden Stempel besorgen und auch das Akakus-Gebirge auf die Liste der für uns erlaubten Routen setzen?! In unserem Team herrschte nach den Tagen in der Wüste die Richtung des Verdrängens von Problemen vor, aber ich ging stetig dagegen an und nach dem ersten Einsanden wurden manche von uns schon ruhiger. Sandlöcher auf der Piste wurden seitdem nicht mehr mit Freude, sondern mit Respekt gesehen. Schöne Lektion! Der Magirus schlug sich jedoch stets sehr tapfer. Sein Lenkrad hatte mir heute ein verstauchtes und blutendes Handgelenk zugefügt und ich war wirklich froh, den Daumen NICHT in den Speichen gehabt zu haben. (Alte Rallyfahrerweisheit - hatte ich mal irgendwo gelesen ) Mangels Servolenkung schlägt das Lenkrad im Weichsand oft unkontrolliert um sich -Volleinschlag 3-4 Umdrehungen - und das ohne Vorwarnung. Ein Umstand, der bei heutigen Fahrzeugen so nicht mehr anzutreffen ist. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib3.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib3.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Natürlich steht der Wagen dann wie bei einer Vollbremsung und die Sandbleche müssen eingesetzt werden... tolle Show! Ganz großes Kino! Schließlich erreichten wir Idri, wo wir in einem Laden 10 Brote geschenkt bekamen (!) und danach auf einen Bauernhof zur kostenlosen Übernachtung eingeladen wurden. Der Besitzer zeigte uns noch, wie man die 5000-Liter-pro Minute-Pumpe in Gang setzte und verschwand wieder. Es tat fast weh, zu sehen, wie sorglos der Typ mit dem Wasser umging! Wir hatten uns zuvor in der Hamada mit 2 Litern Wasser komplett geduscht…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;26.1.2005 Idri-Brak Kilometerstand 27166&lt;/strong&gt; (40)Brak- nicht zu empfehlen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Tag begann mit einem kleinen Stich, dessen Ausgang vielleicht problematisch werden könnte...In der Absicht Feuerholz für Warmwasser zur Hosenwäsche zu sammeln griff ich beherzt in eine Dattelpalme - und mitten rein in einen Riesenstachel. Innerhalb von 5 Minuten konnte ich den Mittelfinger nur noch schlecht bewegen und die Schmerzen sowie der Umfang des Fingers nahmen über den Tag hinweg zu.Ein österreichischer Arzt, den wir mit seiner Frau und einer schweizer Motorradfahrerin trafen, schaute sich das Ganze mal kurz an - jedoch ohne bösartigen Befund. „Abwarten...“ hiess es.Zwischenzeitlich nahmen wir eine weitere Lektion zum Thema "SAND" - die Abkürzung von idri nach Ubari direkt durch die Dünen rückten in´s Reich der Fantasie. "The crazy Germans" were back to Idri after 1,5 hours. Diesmal ohne Bergeaktion - soweit wollten wir es nicht kommen lassen.OK, also auf Asphalt weiter um den Erg Ubari aussenherum (wie übrigens die Buschtaxifahrenden Österreicher auch).Wir fanden einen Nachtplatz in ziemlich unschöner Umgebung hinter einem kleinen Dorf. Die Leute jedoch waren sehr sympathisch, ja geradezu unverschämt gut gelaunt. Aufmerksam beobachteten sie mich, wie ich Wäsche an eine Leine hängte und Fritz mir den richtigen Knoten für diese Art von Seilverbindung beibrachte. Schnell war die Neugierde aller beteiligten geweckt und es artete zu einem Deutsch-Libyschen Knotenseminar aus. Jeder bekam ein Stück Seil und 5 Mann knoteten Seile überall an unserem Magirus fest. Toller Zeitvertreib und sehr lehrreich! Die Jungs konnten die Knoten am nächsten Tag noch auswendig. Es könnte sein, dass Fritz in diesem Dorf die „Verbindungstechnik“ revolutioniert hat…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;27.1.2005 Brak-Tkerkiba Kilometerstand 27411&lt;/strong&gt; (42)Camping Mandara / ganz OK.&lt;br /&gt;Die Weltkarte, die sich von unserem Alkovenhimmel gelöst hatte, ließen wir den Gastgebern zusammen mit zwei Tafeln Schokolade zurück. Weiter ging die Fahrt durch die größte Stadt der Umgebung, Sebha.Dort fand ich ein Internetcafe und nutzte die Gelegenheit, zuhause Rückmeldung zu geben. Eine Digicam fand ich nicht zum Kaufen... also nahm ich Fritz´Angebot mit der schönen alten Rolleiflex dankend an.Abends liefen wir unseren ersten Campingplatz dieser Reise an. Prompt platzte ein Reifen 500 Meter vor dem Campingplatz und wir eierten auf der Felge herum. Hätte nicht gedacht, dass 500 Meter einen Gummi derart zerstören können. Schnell vor der Einfahrt den Reifen gewechselt - eine unserer leichtesten Übungen... Kopfschütteln bei den anwesenden Campern, als ich schon mit Arbeitshose und öligen Handschuhen bewaffnet wie ein Einsatzkommando aus dem Wohnkoffer sprang. Die hielten mich wohl für den „Serviceman“?!Hinter dem Platz ragten hohe Dünen auf und ich bestieg einige von ihnen vor Sonnenuntergang.Dort würden wir am nächsten Tag mit Führer und Geländewagen eine Passage zu den Mandaraseen suchen... &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib13.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib13.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;28.1.2005 Tkerkiba-Mandara-Tkerkiba Km Stand unverändert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Satz des Tages: Gottfried beim Dünenfahren "...das Tollste, was ich je erlebt habe!"Fritz "Naja, wenn wir breitere Reifen hätten... und mehr PS... und eine Servolenkung... und 3 Tonnen weniger Gewicht... und... dann würden wir das auch packen&lt;/span&gt;"Wir anderen blickten uns nur wortlos an. :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach warmer Nacht und ausgiebigem Frühstück holte uns der einheimische Fahrer für die Fahrt nach den Mandara-Seen am Campingplatz ab. Kurz darauf ging es 40 Kilometer durch Sanddünen verschiedenster Art und Größe. Unglaublich, wie spielerisch der uralte Landcruiser die Dünen meisterte. Man merkte aber auch dem Fahrer an, dass er konzentriert arbeitete. Jede Abfahrt als Anlauf für die nächste Düne nutzte, auf dem Dünenkamm kurz seitlich einlenkte, fast stehenblieb um dann Vollgas in´s nächste Tal hinunterzustechen. Es war wie Achterbahnfahren. Nur ohne Gurt.Manchmal nahm er in weitem Bogen Anlauf, manchmal fuhr er die Berge direkt an.Alles in allem sah es recht easy aus – aber leider ein Trugschluss! :-)&lt;br /&gt;Wir besuchten vier der über 20 Mandaraseen: Gabroun, Um el Ma, xxxName vergessenxxxxx und Mandara. Die Seen waren oberflächlich kalt, weiter drinnen aber warm bis heiss und 7 mal salziger als Meerwasser.Ich hatte eine weisse Salzschicht nachdem ich dem Wasser entstiegen war.Der Namensgebende See, Mandara, war bis auf wenige Pfützen vertrocknet.Hinter den Seen erhoben sich ca. 300 Meter hohe Sanddünen, die man zum Skifahren nutzen konnte.Wir waren mit dem Österreichisch/Schweizerischen Team, welches wir nun den dritten Tag in Folge trafen, so ziemlich die einzigen Touristen. Einige Einheimische nutzten den Freitag, der unserem Sonntag entspricht, für Ausfahrten und Geländewagenspiele.Gegen Abend erreichten wir wieder unseren Campingplatz und planten den weiteren Ablauf der Reise.Es war wieder eine größere Diskussion, obwohl die Fakten Zeitmangel, Möglichkeiten des Fahrzeuges und gesetzliche Einschränkungen die Route ziemlich einschränkten.Wir wollten also in´s Akakusgebirge fahren, dort 2 Nächte im Zelt Campieren und danach noch den Krater Waw en Namus (Sprich: Wau-anaMUS) über Piste erreichen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Mandara Lakes &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib15.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib15.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;29.1.2005 Tkerkiba - Al Awaynat Km.Stand 27726&lt;/strong&gt; (43) Camping / ganz nett.&lt;br /&gt;Nach dem Verlassen des Campingplatzes fuhren wir auf langweiliger Teerstrasse in Richtung Akakusgebirge. Wegen der Führerpflicht und dem Verbot mit dem eigenen Fahrzeug in das Gebirge hineinzufahren, engangierten wir für den nächsten Tag einen Tuareg, der uns im Magirus begleiten sollte.Unterwegs kamen wir in einen ausgewachsenen Sandsturm, der den ganzen Tag anhielt.Der Himmel verdunkelte sich plötzlich und nahm eine bedrohlich-orange Farbe an.Sandfahnen peitschten quer zu unserer Fahrtrichtung bis die Sichtweite weniger als 30 Meter betrug.Wir stoppten und schalteten den Motor ab, nachdem Peter sagte, der Wagen liefe Vollgas nur mehr 60 KM/h. Nach kurzer Zeit war klar, dass der Sturm länger andauern würde und wir fuhren langsam weiter.&lt;br /&gt;Am Abend wurden die Folgen des Sandsturms sichtbar: Das Libysche Nummernschild hatte seine grüne Farbe verloren und war nurmehr eine silbrige Blechplatte. Unsere Vorderachse war von jeglicher Farbe befreit und strahlte in metallischem Glanz. Die Scheinwerfer hatten sich in Milchglasfunzeln verwandelt.&lt;br /&gt;Nach dem Abendessen verbrachte ich den Abend wieder mit Salah und seinem "Bucha" (Palmenschnaps) am flackernden Lagerfeuer. Der mondlose Wintersternhimmel schien zum Greifen nahe.„Diese geruhsamen Lagerfeuer werden mir zuhause fehlen“ dachte ich. &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib14.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib14.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;strong&gt;30.1.2005 Al Awaynat - Akakusgebirge&lt;/strong&gt; (44)Nachtplatz Akakus&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Satz des Tages: (Verschiedene Führer beim Anblick unseres Magirus und der Nennung des Tageszieles AKAKUS) "YOU ARE CRAZY MEN!"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Frohe Kunde! Seit 20 Tagen hatte sich die Gesetzeslage geändert und Touristen durften mit Führer wieder im eigenen Fahrzeug in das Akakusgebirge einfahren. Für uns war diese Nachricht fast wie ein Weihnachtsgeschenk! Wir fuhren den ganzen Tag durch fantastische Felsgebilde, die in gelborangem Sand zu schwimmen schienen. Fantastischer Kontrast! Tolle Farben! Einmalige Eindrücke! Meiner Meinung nach bester Spot in Libya! Den ganzen Tag über sahen wir nur eine handvoll Autos in diesem Gebiet. Wir hatten einen ortskundigen Tuaregführer an Bord, der die verschachtelten Seitentäler wie seine Westentasche kannte. Zum Glück!Ich fuhr mehrere Stunden aussen auf dem Dach des Magirus mit. 360 Grad Panorama - Wüste pur!Schrittgeschwindigkeit.Um dies noch zu verstärken, baute ich am Abend mein Zelt auf - war gespannt, wie kalt es draussen werden würde (Gestern hatten wir Frost auf der Motorhaube).Wir führten den Magirus an seine Grenzen - es gab mehr Sandpassagen als wir uns vorgestellt hatten.Mehrmals mussten wir beinahe Schaufeln... und zum Schluss bei der Lagerplatzsuche erwischte es uns doch: Eingesandet. Festgefahren. Beachtlich, welche Sandmenge der LKW vor sich herschob... Dramatisch war auch, dass wir gestern im Sandsturm unser 250-Liter-Fass und die Schaufeln vom Dach verloren hatten.Die Knoten der Sicherungsseile hatten sich gelöst. Also wurde heute mit den Händen und unserem Klospaten gegraben.Diesmal waren wir aber ein eingespieltes Team und nach maximal 10 Minuten waren wir aus dem Sandloch wieder raus. So soll es sein! :-)Ich muss jetzt aufhören, unser Tuareg Ahmed hat seinen Tee schon fertig. Keine 10 Minuten braucht er dafür. Und nur 5 Holzstückchen... Das Lagerfeuer und der Sternhimmel warteten...&lt;br /&gt;Wegmarkierung&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;31.1.2005 Akakusgebirge - Ubari - Germa Kilometerstand: 28205&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Satz des Tages vom Turaregführer Ahmed zu unserem Führer Salah bei deren Verabschiedung:"May Your god help You with this people!"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/akakusmagirusklein.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/akakusmagirusklein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte eine gemütliche Nacht im Zelt - weicher Sandboden und anscheinend kein Frost. Zumindest hatte ich nichts davon bemerkt. Nach dem Frühstück welches wir zu sechst im Magirus einnahmen, ging es an die Rückfahrt in die Zivilisation. Nachdem der Motor gestartet war, drehten die Räder prompt durch. Eingesandet. Und das direkt an Ort und Stelle. Ein paar Versuche, Steine, Äste und schließlich 6 Sandbleche und schon waren wir wieder unterwegs. Das Akakusgebirge hatte auch auf dem Rückweg tolle Sandpassagen für uns zu bieten. Adrenalin war bei jedem Sandloch gegeben. Inzwischen hatten wir den Dreh schon ein wenig besser raus - Luft aus den Reifen und die Fesch-Fesch-Stellen mit Vollgas angefahren - klappte meistens. Die Differentialsperre war an diesem Tag ca. 50 Kilometer lang aktiviert...Auf der Teerstrasse in Al Awaynat angekommen, versuchten wir uns mit dem Betanken aus dem großen Dieselfass im Wageninnern. Eine widerliche Sauerei - Schläuche quer durch´s Auto und eine Menge verschütteter Treibstoff. Vom Besuch des Wadi Mathendous wurde uns von unseren Führern abgeraten. Zu hoch wären die Dünen - zu steinig die Piste und eine unüberwindliche Steilstelle würde uns an der Durchquerung hindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/akakusmittel.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/akakusmittel.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Also fuhren wir nach Ubari und Germa. Von dort wollten wir das Wadi Mathendous wenigstens versuchen. Wir versprachen uns ein paar nette Campingnächte und tolle Landschaft.An der großen Düne würden wir umkehren.Unterwegs nahmen wir noch ein Ehepaar an Bord, deren Uralt-Peugeot seinen Geist komplett aufgegeben hatte. 150 Kilometer vor der nächsten Werkstatt..."Leichtsinnig, sich mit der Karre mehr als 2KM von der nächsten Werkstatt zu entfernen" meinte Peter.Ich sagte daraufhin "Gut, dass WIR nicht leichtsinnig sind, hahaha!"Abends gab es noch massive Probleme mit Salah, unserem Führer. Er wollte partout auf einem Campingplatz übernachten und keinesfalls mit uns im Auto. (Er hatte bisher stets im Zelt geschlafen und wir wollten nach einem guten Essen am Restaurant um die Ecke nächtigen. Es kam zum Eklat und er drohte mit dem Abbruch unserer Reise). &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/akakusgoogle.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/akakusgoogle.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Unsere flexiblen Änderungswünsche waren ihm wohl zuviel - er konnte es nicht verstehen dass man eine Libyenreise nicht zu 100% vorher in Deutschland planen konnte. Es hatte sich einiges in ihm aufgestaut und ich konnte ihn nur mühsam auf den Boden zurückbringen. Um halb 2 ging ich zu Bett. Ich hatte gute Lust, nach Tunesien abzureisen und ihn nach Hause zu schicken. Ist es zuviel verlangt, wenn man ein wenig Flexibilität erwartet?! Auch unser Auto missfiel ihm - wir waren einstimmig der Meinung, dass ihn unser Fortbewegungsmittel überhaupt nichts anginge. Lange Rede, kurzer Sinn - die Stimmung zwischen uns und ihm war am Boden. Und es würde sicher noch einige male "Knallen" - da war ich sicher.Meine Geduld und Nachgiebigkeit war langsam am Ende - schließlich wollte ich das Land sehen und nicht den Seelsorger spielen... des Weiteren war er in vielen Landesteilen selbst noch nicht gewesen – schlechte Voraussetzungen für einen Führer…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.2.2005 Germa - Wadi Mathendous Kilometerstand: 28385&lt;/strong&gt; (47) Wadi M.&lt;br /&gt;Nach ausgiebigen Vorbereitungen wie z. B. Tanken und verladen der Kanister und Fässer ging es gegen 11 Uhr endlich los. Die Genehmigung für das Wadi Mathendous wurde im Museum eingeholt und dann kamen knapp 200 Kilometer übelste Piste. Sandpassagen gemischt mit Hammada und schließlich ein großes Steinfeld mit fies angespitzten Steinen von Kopfgröße. Einige verkeilten sich zwischen unseren Zwillingsreifen und ich musste sie mit der Brechstange entfernen bevor sie größeren Schaden anrichten konnten. Am Ende des Tages erreichten wir das Wadi - wir waren natürlich wieder die einzigen weit und breit und konnten die bedeutenden Felsritzungen in aller Ruhe 200 Meter von unserem Campground begutachten. Wie jeder Tag endete auch dieser bei Lagerfeuer und unbeschreiblichem Sternhimmel.Wir diskutierten über Gott und die Welt und krochen gegen Mitternacht in unsere Schlafsäcke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2.2.2005 Wadi Mathendous Kilometerstand unverändert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Den heutigen Tag nutzten wir für eine ausgedehnte Wanderung durch das Wadi Mathendous.Wir sahen sicherlich über hundert figürliche Tierdarstellungen von bis zu 10000 Jahren Alter.Es gab Krokodile, Elefanten, Urrinder, Strausse, Jagdszenen und auch Liebesdarstellungen.Schwer vorzustellen, dass in diesem trockenen Flussbett, welches von übelster Steinwüste umgeben ist, vor einigen tausend Jahren Menschen in grüner Landschaft gelebt haben sollen...Die Wanderung über circa 16 Kilometer war recht anstrengend: Hammada und Weichsand wechselten sich ab. Die Sonne machte uns zu schaffen und jeder hatte ein bißchen Marschgepäck zu tragen.Nach der Rückkehr ruhte ich mich ein wenig im Zelt auf, welches noch von der letzten Nacht im Sand stand.Die Lektüre über Rohlfs Afrikaforschungen konnten nicht anschaulicher untermalt werden als mit dem Sand, der durch mein Zelt wehte... die Nacht war wieder kalt uns Sternklar wie die meisten Nächte in der Libyschen Wüste. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib7.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib7.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto: Felsgravur "Kämpfende Meerkatzen"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3.2.2005 Wadi Mathendous - Murzuq Kilometerstand 28608&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach ruhiger Nacht in der mein Zelt wieder Besuch von durstigen Kamelen hatte, erwachte ich morgens gegen Acht Uhr und genoss die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.Schnell ein Feuer entfacht und der Tag konnte beginnen... Waschen, Frühstück und Auto klar machen waren bereits Routinearbeiten. Die Piste war gesäumt von großen Steinen, sodass wir wieder als Bauarbeiter tätig werden mussten um den Magirus in die entgegengesetzte Fahrtrichtung umzudrehen.Eine erste Sandpassage und dann folgten einige Kilometer übelster Steinpiste mit teils steilen Wadiquerungen. Noch schnell bei den Tuareg zum Kleider gegen Souvenirs tauschen vorbeigefahren - deren Preisvorstellungen waren jedoch jenseits von gut und böse: Ich zahl´doch nicht für eine alte Badematte 350.- Dinar!!! = ca. 350 US$ Weiter ging es die Buckelpiste zurück auf Sandebenen. Irgendwann erschien der vorgestern noch vom Führer als "für uns unmöglich" dargestellte tiefsandige Steilhang vor uns. Diesmal als Bergabstrecke - kein Problem also. Kurz danach kam der erste von zwei Polizeiposten - 5 Minuten Aufenthalt. Später bogen wir auf eine andere Piste ab und folgten für 50 Kilometer einer Hochspannungsleitung bis nach Timsah.Nach wenige Kilometern fuhren wir uns wieder mal im Tiefsand fest. Routiniert setzten wir Schaufel und Sandbleche ein. Zum letzten Male, wie sich später herausstellen sollte...Unterwegs stellte ich den aktuellen Spritverbrauch mit 40Litern pro 100 Kilometer fest.Wir tankten aus unserem reichhaltigen Kanistervorrat. Ziemliche Sauerei.Nach ein bis zwei Stunden erreichten wir die Teerstrasse vor Timsah.Bei einem kurzen Stopp stellte ich erbost fest, dass sich die von unseren beiden Bergsteigern angebundenen Alusandbleche unerlaubt vom Fahrzeug entfernt hatten. Nun schon der zweite Verlust durch mangelhaftes Knoten! Mir platzte der Kragen. Ich hatte die Bleche jahrelang und sicher bereits über 10000 Kilometer durch die Weltgeschichte kutschiert - und zwar OHNE VERLUSTE! Grrrrrrrrrrrrr!Wenig später erreichten wir Murzuq. Ich hätte es mir etwas sarahischer vorgestellt. Uns bot sich eine ziemlich demolierte Stadt ohne Charme. Es gab zwar Dünen im Hintergrund, aber die Slums überwogen.Vielleicht böte sich am nächsten Tag ein anderes Bild...Wir übernachteten knapp ausserhalb der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4.2.2005 Murzuq - sebha-Brak Kilometerstand: 28825&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Satz des Tages:&lt;/span&gt; (Angesichts allgemeiner Lustlosigkeit zum Tanken und Diesel aus dem Schlauch ansaugen)"&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Wenn wir alle zusammenhelfen, wird das auch ein gemütlicher Nachmittag..."[&lt;/span&gt;Natürlich ausgesprochen, während der hier namentlich nicht genannte Sprecher die Beine hochgelegt hatte und ALLE anderen am Arbeiten waren]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem mittleren Trinkgelage in der vorigen Nacht war uns allen nicht nach Hochleistung zumute.Wir kamen nur langsam in die Gänge und erreichten am Nachmittag das bereits bekannte Sebha.Ziemlich unansehnlich, wie alle Libyschen Städte die wir bisher besucht hatten.Ich verbrachte eine Stunde im Internet um mich mal wieder zuhause zu melden - Gottfried und Fritz besuchten einen Frisör und waren sehr begeistert.Gegen Abend gingen wir in Sebha essen - es gab Lamm, Hähnchen und Hammel. Schmeckte ganz gut, was da auf den Tisch kam. Wie üblich musste ich die Teller und das Besteck vorher mit den Servietten säubern bevor ich etwas essbares darauflegte. Daran hatten wir uns schon stillschweigend gewöhnt.&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/muzuq.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/400/muzuq.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Essen suchten wir einen Übernachtungsplatz ausserhalb. Es war schon stockdunkel und die Suche gestaltete sich mal wieder schwierig. Schließlich fanden wir eine Ebene mit festem Sand, auf der wir uns niederließen. Ein Sturm tobte und es war nicht einfach, Salah´s Zelt aufzustellen.Er war immer noch beleidigt und ass aus trotz nicht mit uns zu Abend. Wir nahmen ihn von Tag zu Tag weniger ernst. Ich hätte nicht gedacht, dass es sich zu einem so gestörten Verhältnis entwickeln würde.Der Kontakt zwischen ihm und unserer Gruppe bestand nur noch über mich.Ich nutzte den Abend zum Ausführlichen Lesen meines Buches "Auf den Spuren des Saharaforschers Gerhard Rohlfs".&lt;br /&gt;Tuareg unter sich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5.2.2005 Brak - vor Shwayrif Kilometerstand: 29233&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir erwachten gegen 7.30 Uhr und jeder ging seinen morgendlichen Beschäftigungen nach. Frühstück, waschen, aufräumen etc... Salah frühstückte allein im Zelt. Unsere täglichen Angebote, mit uns zu tafeln lehnte er stets ab. "Gut - wer nicht will, der hat schon... "dachten wir uns. Los ging die Fahrt in Richtung Norden. Geplant war, die hochinteressante und dennoch recht unbekannte römische Ruinensiedlung Ghirza zu besuchen, die laut Reiseführer so ziemlich am "A... der Welt" liegen sollte. Wir wollten eine GMMR (Great-Man-Made-River = Das große Libysche Wasserpipelineprojekt)Piste fahren, was polizeilich anscheinend verboten war. 100 Kilometer auf verbotener Piste? Unser Führer würde sicher durchdrehen... daher hatten wir ihn nicht davon in Kenntnis gesetzt.Einen größeren Hammer leistete er sich heute - wegen seines Unvermögens arabische Verkehrsschilder zu deuten und gespielter Selbstsicherheit verfuhren wir uns glatt um über 300 Kilometer. So etwas habe ich bisher noch nie erlebt... ich bleibe dabei: Mein GPS lügt nie :-) – „Glaube nie dem Führer!“Eigentlich schämte ich mich, dass ich mich seiner Einschätzung nicht vehement widersetzt hatte - ein nächstes Mal wird es nicht geben! WIR entscheiden und ER sollte sich heraushalten oder er würde in den nächsten Bus nach Hause gesetzt...Der Magirus verlangte wieder ein wenig Aufmerksamkeit: Diverse Auspuffteile schliffen an der hinteren Kardanwelle und wollten geradegebogen werden. Ärgerlich, dass dies ausgerechnet in einem Sandsturm geschehen musste. Ich kam mir vor, wie frisch kalt geduscht - nur eben mit Sand.Währenddessen tankten Fritz und Peter aus den Aussenkanistern - eine ebenfalls undankbar schmierige Angelegenheit. Jeder von uns hatte bereits den Geschmack des Libyschen Dieselkraftstoffes gekostet und ich bin allen ernstes der Meinung, dass unser deutscher Diesel schlechter schmeckt!(Ansaugen durch einen Schlauch - weil meine mitgebrachte Schüttelpumpe nicht zum Schlauchdurchmesser passte)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;Durchpflügen der Wüste&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib2.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib2.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6.2.2005 Shwayrif - Ghirza Kilometerstand: 29530&lt;/strong&gt; (49) Ghirza&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Mein Satz des Tages: (Minutengenaue Ankunft nach ca. 160 Kilometer Piste)"Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!"&lt;/span&gt; OK, ich hatte das frühzeitig am GPS abgelesen :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag begann bei 5 Grad Aussentemperatur und ein wenig Sonnenschein. Wir wollten mal früh losfahren und später unterwegs frühstücken. Alles klappte wie am Schnürchen, doch mit dem Losfahren war´s nix:Der Magirus war gestern Abend doch ein wenig zu tief in den Sand geraten... warum sind die schönsten Übernachtungsplätze immer im tiefsten Sand zu finden?! OK, die verbliebenen 1,5 Sandbleche, einen Holzbalken und ein paar Steine eingesetzt und nach zwei Versuchen ging es rückwärts raus aus der Senke. Der Flurschaden, den wir hinterliessen, würde in der Wüste niemanden stören.Die Fahrt ging reibungslos durch nicht uninteressante Landschaften - Zeugenberge, Täler mit eingewehten Wanderdünen auf der Fahrbahn. Shwayrif war ein kleines Nest mit einer Tankstelle und gegenüberliegenden Geschäften, wo wir ein nettes Frühstück fanden.Danach ging es hinter der Ortschaft auf unsere vermutlich letzte Pistenfahrt in Libyen:Die toll ausgebaute GMMR-Piste. 80km/h waren möglich und wir unterboten die vom GPS angegebene Ankunftszeit in Ghirza um 2 Minuten. Ich fand es schon toll, knapp zwei Stunden vor unserer Ankunft mit der minutengenauen "Landezeit" zu prahlen. Gottfried war mit seinen Flugkarten ein wenig genervt, aber wir konnten alle darüber lachen. Die römischen Ruinen mit toller Nekropole in Ghirza ist wirklich einen Besuch wert - zumal wir direkt in den Ruinen einen tollen Campground fanden. Zwischendurch stieg ich noch in einen Brunnen hinab, der sich als Zisterne herausstellte. Ein wenig Bedenken hatte ich vor den Libyschen Giftschlangen, konnte jedoch keine davon ausmachen.Wir hatten noch ein paar Stunden Sonnenschein und jeder nutzte diese für Erkundungen oder wie Fritz, zum Geschirrtücher waschen. Abends gab es das obligatorische Lagerfeuer und wieder mal eine Flasche Rotwein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;7.2.2005 Ghirza - Leptis Magna - Tripolis Kilometerstand: 29944&lt;/strong&gt; (52) Tripolis/Hafen&lt;br /&gt;Wir genossen die letzte Nacht in der Wüste. Wieder mal wärmte uns ein Lagerfeuer zum Frühstück.Der Motor startete früh gegen 10 Uhr von Ghirsa in Richtung Leptis Magna, der größten römischen Siedlung am Mittelmeer.Fantastische Ruinen verschiedener Zeitepochen verstreut über einige Quadratkilometer erstreckten sich vor dem blauen Ozean. Endlich mal Wasser in Sicht - nach so langer Aufenthaltsdauer in der staubigen Sahara.Dazu noch über 2000 Jahre alte Marmorsäulen, Bäder, Theater etc... alles im milden Nachmittagslicht und bei 25 Grad Celsius. Kultur zum Anfassen und genießen.Nachdem wir die verschwenderische Pracht der alten Römer ausgiebig begutachtet hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz.Wieder einmal kam es zum Streitgespräch zwischen Fritz und unserem Führer. Diesmal hielt ich mich heraus und wirkte nicht mässigend und beruhigend auf die beiden ein. Es kam zum Eklat: Salah war nicht mit Fritz´Vorstellung vom Campen am Strand einverstanden. Schließlich schmiss Fritz den Salah kurzerhand aus dem Auto hinaus. Wir fuhren in Richtung Strand und ich las ein Buch im Wohnbereich. Irgendwann fragte ich, wo denn Salah sei - "Er ist ausgestiegen" kam zurück - ich hatte es nicht bemerkt.Da ich nicht jedesmal der Prellbock sein wollte, liess ich die Herrschaften gewähren - wies nur dezent darauf hin, dass wir an der nächsten Polizeikontrolle wohl in Schwierigkeiten geraten würden, weil Salah alle notwendigen Papiere bei sich trug. Sein Gepäck stand noch bei uns im Auto.Diese Problematik hatte sich schon seit längerem angekündigt und nun war es soweit: Unser Trip geriet rechtlich und mental aus den Fugen. Nach einiger Zeit des Schweigens brachte ich zur Sprache, dass ich keine Lust hatte, an diesem Strand zu übernachten. Sollte es Probleme mit der Polizei geben, würde diese uns hier sofort finden und mindestens an die Tunesische Grenze zur Ausreise bringen.Dem wollte ich vorgreifen indem wir die Flucht nach Vorne antraten: Wir fuhren schließlich „wie auf der Flucht“ in Richtung Tripolis. Die Libysche Hauptstadt stand morgen zur Besichtigung auf dem Programm und danach waren wir sowieso auf dem Weg nach Tunesien - dann könnte man uns nicht mehr viel anhaben.Salah´s Gepäck würden wir in seiner Heimatstadt im Reisebüro abgeben.Ob wir die Grenze ohne Papiere und Guide problemlos erreichen würden, würden wir am nächsten Tag feststellen. Die Stimmung war zuerst stark gespannt, löste sich aber mit jedem Kilometer, den wir in Richtung Tripolis fuhren. Nun weckten die Polizeiautos und Kontrollposten neue Gefühle in uns: Wir waren auf der Flucht. Glücklicherweise wurden wir bis Tripolis nicht kontrolliert, sondern mehrmals einfach durchgewunken. „Wie es Salah wohl erging?“ fragte ich mich. Sicher würde er in einem Hotel übernachten und morgen nach Hause fahren - vielleicht würden wir ihn übermorgen nochmal in Zuarah treffen....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;8.2.2005 Tripolis - Zuara Kilometerstand 30000&lt;/strong&gt; (53) Zuara Strand Nachtplatz&lt;br /&gt;Wir nächtigten am Hafen neben einem Restaurantschiff. Die Besatzung kümmerte sich rührend um uns - wir konnten die Toiletten kostenlos mitbenutzen und am Morgen frühstückten wir an Bord.Das Ganze spielte sich 500 Meter von der Altstadt entfernt ab und war somit für uns sehr praktisch.Die marokkanisch - nigerianisch - senegalesische Mannschaft passte auf unser Auto auf während wir durch die Souks und Sehenswürdigkeiten Tripolis spazierten. Wir schauten einiges an Kunsthandwerk an und mir fiel auf, dass vor allem Kupferwaren recht preiswert waren. Die in Tunesien erhältlichen Teetabletts wurden hier gefertigt. Wir besuchten auch das Libysche Nationalmuseum, welches ausnahmsweise einmal geöffnet war. (Zwar nur die ersten beiden Stockwerke, aber immerhin)Peter wollte noch eine weitere Stunde im Museum verbringen und so trennten wir uns für kurze Zeit.Als wir zurückkehrten, sahen wir in ein bekanntes Gesicht: Salah, unser Führer war gegen Mittag vor dem Museum aufgetaucht und hatte Peter dort angetroffen. Welch´ein Zufall!Fritz und Salah gingen sich die ersten Stunden aus dem Weg, später normalisierte sich die Stimmung aber wieder. Peter, Gottfried und ich waren froh, unseren Führer mit allen notwendigen Papieren wieder bei uns zu haben. Es war doch beruhigend, den ständigen Polizeikontrollen nicht misstrauisch entgegentreten zu müssen. Nach einem Fischessen im Restaurant im Souk machten wir uns auf den Weg nach Tunesien.Nach wortreicher Verabschiedung von unserer Bootsbesatzung erreichten wir eine weitere römische Ruinenstadt: Sabrata. Zwar geschlossen, aber wir konnten einige Blicke auf das wohl schönste römische Theater erhaschen.Anschließend erreichten wir noch Zuara, die Heimatstadt unseres Führers. Er war sichtlich erleichtert, als er uns an "seinem Sandstrand" abgab und wir ihm den Rest des Tages freigaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;9.2.2005 Zuara - Gabes (Tunesien) KM 30261&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach stürmischer Nacht am Meer bei sternklarem Himmel trafen wir Salah gegen 10 Uhr und machten uns bereit zur Abfahrt in Richtung Grenze. Alle Kanister wurden nochmal mit Diesel aufgefüllt - ein unschätzbarer Vorteil bei den 25/L 100Km Verbrauch des Magirus. Ich musste einen unerklärlichen Ölverbrauch von 3 Litern feststellen und kippte die benötigte Menge nach. Ich hatte den Kompressor als Verursacher in Verdacht...Nach ein, zwei Stunden erreichten wir die Grenze und ich hatte erstmal nach 4 Wochen wieder Handyempfang.&lt;br /&gt;Die Formalitäten waren relativ zügig abgewickelt und wir verabschiedeten uns von Salah mit kleinen Abschiedsgeschenken und unserer letzten Flasche Rotwein.Am Abend nächtigten in Tunesien kurz vor Gabes. Im Sturm baute ich unser Duschzelt auf, welches aus einer Bauplane und zweier Faltschalten als Wanne bestand. Herrlich, einmal wieder warmes Wasser zu spüren. Ein Ortsansässiger Bauer brachte circa ein Kilogramm Couscous mit Hammelfleisch und Gemüse. Wir sollten am nächsten Morgen einfach das Geschirr zurückbringen und ausserdem könnten wir bleiben, so lange wir wollten... Kann es ein gastfreundlicheres Verhalten geben?! Wir bedankten uns am Tags darauf mit einer Flasche Rotwein, die der anscheinend gläubige Moslem mit einem besorgten Blick gen Himmel ablehnte.&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/lib5.gif"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/lib5.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Stattdessen drückte ich ihm einen 10-Euroschein in die Hand, der schnell in den unergründlichen Tiefen seiner Dschellaba verschwand. Nach einem Gläschen starkem Tee wurde ich freundlich verabschiedet und kehrte zum Auto zurück.&lt;br /&gt;Sand ODER Steine - man konnte es uns nicht recht machen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;10.2.2005 Gabes - Goulima (N-Tunesien)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Weiter ging die Fahrt nach Norden. Zwischendurch ging uns der Sprit aus - natürlich im strömenden Regen.Ich rollte mit exakt letzter Kraft in eine Tankstelle, wo wir aus unseren eigenen Kanistern tankten. Unverständnis und Kopfschütteln erntend, entlüftete ich das Kraftstoffsystem und wir fuhren weiter.Der Regen hatte aufgehört - gerade als wir uns an den verlorenen Scheibenwischer auf der Beifahrerseite gewöhnt hatten. Die Scheibe auf der Beifahrerseite war mittlerweile sowieso nutzlos, nachdem sie tags zuvor beim Tanken durch den hochklappenden Sitz zersprungen war. Zum Glück war es Verbundglas, sodass wir doch noch ein wenig Windschutz hatten. Die Lüftung des Fahrerhauses wurde sowieso grösstenteils durch Türspalte, Löcher im Fussboden und nicht schließende Fensterscheiben besorgt.Heute wollten wir noch ein, zwei römische Monumente anschauen und gegen Abend an einer heissen Quelle übernachten, die sich in´s Meer ergoss. Das Wetter war wechselhaft aber relativ warm.&lt;br /&gt;Später gingen wir erstmal Abendessen. Wir fanden einen suuuuper Italiener:Ein Tunesier, der in Düsseldorf bei einem Italiener kochen gelernt hatte, führte ein Restaurant und bekochte uns fürstlich. Ich hatte noch nie so guten Tintenfisch gegessen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;11.2.2005 Goulima - Tunis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichten die Quellen gegen Mittag und ich stellte fest, dass es wirklich verdammt heisses Wasser war, welches da aus dem Berg in´s Meer strömte. Der Ablauf war naturbelassen und man musste beim Bad im Meer immer mit Verbrennungen auf der einen und Unterkühlung auf der anderen Körperseite rechnen. Eine hohe Brandung trug ihr Übriges dazu bei, die Aktion zum Balanceakt werden zu lassen.&lt;br /&gt;Frisch gebadet tranken wir noch einen Kaffee und machten uns dann auf den Weg zur Fähre nach Tunis.Alles lief wie gewohnt ein wenig chaotisch, aber die Abfertigung ging doch recht gelassen vonstatten.In einer Ecke fand ich 16.- US Dollar am Boden - auch ganz OK... :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;12.2.2005 Fähre Tunis - Genua&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Tag auf dem Schiff verlief gemütlich - ausschlafen, duschen, frühstücken ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;13.2.05 Genua – Walldorf Kilometer 31505&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heimfahrt im strömenden Regen - keine besonderen Vorkommnisse. :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;ENDE. ©Jürgen Baumann 2005 ©Fotos Gottfried Schwarzkopf - Verwendung von Text oder Fotos nur mit Genehmigung der Autoren!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja - bevor ich´s vergesse: Der Magirus ist verkauft - aber wir sind bereit für neue Abenteuer...oder?&lt;br /&gt;:-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-----------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Dank an alle, die uns unterstützt haben, unter anderem:&lt;br /&gt;- Unsere verständnisvollen und belastbaren Ehefrauen ;-)&lt;br /&gt;- dem super Internetforum &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.maggie-deutz.com/"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;www.maggie-deutz.com&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;br /&gt;- Göbel Nutzfahrzeuge (IVECO), Aschaffenburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und vielen anderen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maggie-Deutz.com - Profil&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;©Jürgen Baumann 2005 Verwendung von Text- oder Bildmaterial nur mit Genehmigung des Autors! Bilder auf dieser Page sind teilweise entliehen und zu den Originalhomepages verlinkt.Sollte sich jemand daran stören: Einfach melden.&lt;br /&gt;Disclaimer: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit der angegebenen Daten, Verhältnisse und Koordinaten und sonstiger Angaben. Die Berichte geben lediglich einen persönlichen Eindruck wider.&lt;br /&gt;Das Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 12.05.1998 entschieden, dass man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Wir haben auf unserer Page Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten haben. 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Der sympathische Pilot zeigte uns von 10-18 Uhr seine Stadt. Wir aßen in einer Gaststätte, die als Geheimtipp gelten darf.&lt;br /&gt;Danach bummelten wir bei lockeren 25°C und strahlender Sonne durch Santiago.Von einem Aussichtsberg hatten wir einen tollen Blick auf das wahre Ausmass der Stadt (5,5 mio Ew.) und den sie umgebenden Anden.&lt;br /&gt;Wir tauschten mit Francisco verschiedene Wohnmobil-Tipps und Ideen aus udn lernten die WoMo-Bastler von Santiago kennen.Viel zu früh trennten sich unsere Wege: 20:00 Uhr Weiterflug nach Lima (Peru). 3 Stunden udn ca. 2500km nach Norden.Zur Gefühlslage: 2 Tage nicht richtig gepennt.. schon fast Terrormässig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;11.10.2003 [Peru] Lima - Pisco&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Frisch gebadet starteten wir in den Tag. Der Geldwechsler kam in´s Hoteludn gab uns einen guten Umtauschkurs.Danach standen ein Kloster und eine Kathedrale in Lima auf dem Programm.Fantastisch, was die Spanier so alles aus dem Inkagold in die Kirchen gestellt haben...&lt;br /&gt;Dass Lima 8-10 Millionen Einwohner aht, erkannten wir erst bei der Abreise: Elendsviertel ziehen sich die Berghänge hinauf. Dennoch ist Lima interessanter als Santiago. Viele alte Gebäude erzeugen eine "antike Stimmung".Die Gebeine des Pizarro konnten auch besichtigt werden - genau wie die Katakomben.&lt;br /&gt;Danach starteten wir mit unserem Bus in Richtung Pisco. Unterwegs nahmen wir ein bad im Pazifik - wenn auch nur ein kurzes Fußbad: 10°C Wassertemperatur!Gestärktvon einem Picknick am Strand ging es dann gemütlich weiter in Richtung Süden.Die Panamericana führte uns durch verschiedene Wüsten- und Gebirgslandschaften.19:00 Uhr Ankunft in Pisco.EIn Stromausfall im Hostal verhinderte weitere Pisco-Runden. Die Reisegruppe fand langsam Gefallen an den landestypischen Getränken :-)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;12.10.2003 [Peru] Pisco - Paracas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;nach gutem Frühstück fuhr uns der Bus zur Paracas-Halbinsel. Dort wurden wir von interessierten Pelikanen begrüßt.Mit einem 300-PS-Schnellboot gibg es dann zu den Ballestas-Inseln. Dort gab es eine Menge zu sehen, z. B.Baßtölpel, Geier, Pinguine, Seelöwen, Robben aller Art...&lt;br /&gt;Auf der Vollgas-Heimfahrt ging uns kurz mal der Sprit aus. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/d??ndnjeep.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/d%3F%3Fndnjeep.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Vollgas fahren scheint überhaupt die Lieblingsbeschäftigungder Peruaner zu sein, wie sich auch einen Tag später noch zeigen sollte...&lt;br /&gt;Nach leckerem Mittagessen (Fisch) sahen wir uns einMuseum mit Mumien der Nazca-Kultur an und gingen danach am Pazifik-Strand spazieren..Später ging es in Richtugn Oase Huacachina.&lt;br /&gt;Offroad-Dünenfahrten und Sandboarding stand auf dem Programm. Hörte sich ja ganz interessant an - war in Wirklichkeit aber DER HAMMER!Mit abenteuerlich veränderten amerikanischen V8-Jeeps versuchten die Fahrer, die Schwerkraft zu überlisten.Spektakulärer kann man sich Dünen sicher nicht zu Gemüte führen:Ca. 60° steile Abfahrten, sowohl mit den Jeeps als auch auf den Sandboards wurden mit "100% Adrenalin" gemeistert.(Original Aufschrift auf einem der Jeeps)Im wahrsten Sinne des Wortes "unbeschreiblich", das Gefühl - über einen Dünenkamm hinauszuschießen und mit allen 4 Rädern in der Luft in´s Tal zu kippen, bis die Blattfedern auf Anschlag gehen. Arme heben unmöglich - Achterbahn ist Kinderspielplatz dagegen. (Und teurer!) Ehrlich.&lt;br /&gt;Fix und fertig trafen wir im Hotel ein und spülten ca. 1 Kg. Sand aus den Haaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;13.10.2003 [Peru] Huacachina-Nazca&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach morgendlicher Pisco-Verköstigung ging es mit frischem Mut quer durch die Wüste nach Nazca.Dieses kleine Kaff wurde durch die dortigen Bodenzeichnungen weltbrühmt, als ein bekannter Bäckermeisterin seiner Fantasie Aliens als deren Baumeister sah: Die Linien von Nazca.&lt;br /&gt;Am besten schaut man sich diese Geoglyphen aus der Luft an.Dafür stehen Kleinflugzeuge bereit, die uns ca. eine Stunde lang jeder Bodenzeichnung näher brachten.Es wurde zwar ca. 30% der Passagiere schlecht - aber ich empfand die bisherigen Busfahrten schlimmer als diesefliegenden Blechbüchsen... auch war ich die ganze Zeit mit allerlei Videokameras und versch. Fotoapparaten beschäftigt...&lt;br /&gt;15:20 Uhr Shopping, Internet &amp; später Planetarium.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;14.10.2003 [peru] Nazca-Corire&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die 500 Kilometer dehnten sich scheinbar in´s Unendliche.... 10 Stunden Steinwüste.Abends Flußshrimps - Nachts Bauchschmerzen. (Der Beginn meiner Amöben-Darminfektion, schätze ich)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;15.10.2003 [Peru] Corire-Cabanaconde&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;8 Stunden Pistenfahrt mit dem Bus - wieder kein Zuckerschlecken.Wir schauten uns ein ganzes Hochtal voler Petroglyphen (Felszeichnungen) an und fanden auch jemanden, deruns versteinerte Dinosaurierspuren zeigte.Auf 3000m machten wir ein Picknick und sahen Alpacas und Vinkunas (Seltene Lama-Unterart).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;16.10.2003 [Peru] Cabanaconde - Arequipa 4800m max.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir besuchten den bunten Markt von Chivay. Danach ging´s ab in die Heissen Inka-Quellen. Herrlich!Vorbei an Inkaterrassen führt uns die Strasse in Richtung des Colca-Canyons.Dort findet man (mit Glück) einige der wenigen noch lebenden Condore.Wir hatten das Glück, dass die Tiere gerade als wir gehen wollten, zum Flug aus dem Canyon in RichtungMeeresküste ansetzten. Vom warmen Aufwind getrieben segelten sie majestätisch an uns vorbei.Der Colca-Canyon ist relativ unzugänglich - wäre sicher eine lohnende Trekkingtour. Nächstes Mal?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;17.10.2003 [Peru] Arequipa&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute: Ausschlafen, Stadtbesichtigung, Klöster etc...Hervorzuheben: Das Kloster st. Katalina - wahrhaft eine Stadt in der Stadt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;18.10.2003 [peru] Arequipa - Cusco&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Flug nach Cusco dauerte nur ca. 40 Minuten und ersparte uns einige Tage beschwerlicher Busfahrt.Nochmals konnten wir die Anden von oben bewundern.Kaum gelandet und im Hostal eingechecked, gab´s die nächste Stadtführung.Cusco - die alte Inkahauptstadt, hat viel zu bieten und ist echt sehenswert.Z. B. eine extrem ausgeschmückte Kathedrale mit Jesus (der typische Indio-Gesichtszüge trägt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;19.10.2003 [Peru] Cusco -pisaq&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Den Vormittag verbrachten wir in Pisaq: Markt &amp;amp; Inkaruinen.Nachmittag&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/winay%20wayna.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/winay%20wayna.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;s kam der Arzt zu mir und knöpfte mir für 5 Minuten Audienz sage und schreibe 200,-- Soles ab.(Ca. 50.- €). Seitdem stehe ich unter brutalen Antibiotika. Ich gebe den Flußshrimps die Schuld!Sicher waren es Exemplare, die ohne die allseits gewohnten Medikamente aufgewachsen waren.Und die musste ich jetzt nachreichen... na ja - nach 3 weiteren Tagen war der Durchfall einigermassen abgeklungen.Ein Hoch auf deutsche Chemiewerke!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;20.10.2003 [Peru] Machu Picchu&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute gab´s die abenteuerliche Zugfahrt in Richtung Machu Picchu. Wirklich schön, diese Ecke!Tiefe Täler, in denen es erst seit 20 Jahren Strom gibt...Im Anschluss an die Zugfahrt starteten wir zur zweitägigen Mini-Trekkingtour nach Machu Pichhu.Übernachtet wurde in Winay Wayna in 20iger-Zimmern ohne Licht und Warmwasser.Endlich mal ein wenig Komfortverzicht! ;-)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;21.10.2003 [Peru] Machu Pichhu&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;4 Uhr Aufstehen und dann im Schein der Kopflampen den Weg in die geheimnisvolle Inkastadt Machu Pichhu laufen.Sicher ein Traum vieler Menschen. Und genausoviele waren es dann auch: natürlich hatten viele, viele die gleiche Idee - "Wir stehen früh auf und sind dieersten am Sonnentor!".... Hahaha! Na ja - es ist gar nicht so einfach, ein Foto von M.P. zu machen, OHNE Touris drauf zu haben.&lt;br /&gt;Es geht aber doch. Hier der Beweis!Das verträumte Lama liegt sicher immer noch faul dort oben herum :-)) &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/Image34%20Lamas%20view%20Machu%20picchu1.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/Image34%20Lamas%20view%20Machu%20picchu1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Beachtet den hohen Berg hinter Machu Pichhu! (Huayna Picchu, 2700m)Warum gibt es in keinem Reiseführer ein Foto von da oben auf die Inkastadt herunter??&lt;br /&gt;Keine Ahnung - ich wollte es jedenfalls wissen und bin mit Sabine, Katja und Michael losgezogen, diesesgroße Geheimnis der Reiseführerbranche zu lüften.Nach dem passieren des einzigen Wegweisers (den wir falsch gedeutet hatten) haben wir uns dochprompt verlaufen. Peinlich, peinlich! zumal es plötzlich auf allen Seiten steil und glitschig mehrerehundert Meter bergab ging. Auf dem obigen Bild ist das auf dem kleinen Berg direkt hinter den Ruinen.Als wir auf dem Rückweg waren, kamen schon die nächsten Leute den bereits ausgetretenen (falschen) Pfad nach oben.&lt;br /&gt;Gut, dass ein Aufpasser in einer kleinen Hütte die Leute in ein Buch einträgt und vor Feierabend durchzählt, ob alle zurückgekommen sind. Auf die Idee, einfach den Wegweiser eindeutig zu beschriften, ist er aber noch nicht gekommen.&lt;br /&gt;So kam es, wie es kommen musste: Eine Staatsbürgerin des Weltpolizeistaates No.1 (erkenntlich an ihrem "slang") trat mit ihren Badelatschen einen Kopfgroßen Stein los - circa 80 Meter über dem Kopf eines darunter pausierenden Wanderers (der übrigens auf dem richtigen Pfad unterwegs war).Wir konnten die Flugbahn des Steins beobachten und es gelang uns tatsächlich, den unten sitzenden durch lautes Rufen zum Aufstehen zu bewegen. So traf ihn das Geschoss "nur" am Oberschenkel. Glück gehabt!Die nette Dame in Badelatschen war noch ca. 30 Minuten da oben mit Hilferufen beschäftigt, anstatt einfach umzukehren.Na ja ... jetzt ist der Pfad wenigstens bis an den Abgrund hin ausgetreten... &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/devilsteps.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/devilsteps.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Lohn des Ganzen:Hier ein Foto von Oben nach Unten. Machu Pichhu quasi von der Rückseite:&lt;br /&gt;Ist eine schöne Wanderung. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/devilsteps1.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/devilsteps1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die letzten 100 Höhenmeter müssen fast senkrecht auf Inka-Treppen gemeistert werden,die wohl für Schuhgröße 26 gebaut wurden. Natürlich gibt´s auch kein Geländer. Also: Auf allen Vieren rauf und runter.Und immer nur einer!&lt;br /&gt;Am späten Nachmittag labten wir uns an kühlem Bier und guter Pizza in dernahegelegenen Kleinstadt. Erinnerte mich an eine Westernstadt:Die Eisenbahn fährt einen Meter von der Tischkante des Strassenlokals vorbei.Danach: Rückfahrt mit dem zug nach Cusco.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;22.10.2003 [peru] Cusco - Llachon&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Es folgte eine Zugfahrt duch andine Landschaft. Aufgeheitert durch zugestiegene Zugmusikanten und 10-Minütigen stopps zur Souvenirversorgung (Anhalten. Aussteigen. Lama anfassen, Andenstoffe bewundern. Einsteigen. Weiterfahrt) erreichen wir nach acht Stunden JULIACA.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Danach folgte eine 2-3 Stündige abenteuerliche Busfahrt auf einer "Abkürzung".&lt;br /&gt;Am Ende dieser ABKÜRZUNG hatte sich der Reisebus im stockdunkeln auf einem schlammigen Feldweg 3. Kategorie festgefahren.&lt;br /&gt;Erst große Bestürzung und der Gedanke an eine kalte Nacht auf unbequemen Bussitzen... dann aber die Rettung:&lt;br /&gt;Der Bürgermeister des nächstesn Ortes schickte ein größeres Boot, welches uns "rettete" und wohlbehalten über den Titicacasee schipperte.&lt;br /&gt;Nach kurzem Fußmarsch mit vollem Gepäck (!) hatten wir unser Dorf erreicht.&lt;br /&gt;Jeder wurde einem Bauern zugeteilt und fand seine Unterkunft. Petra und ich hatten eine eigene Adobe-Hütte mit Strohdach. Es gab kein fließendes Wasser - morgens stand eine Wasserschüssél vor der Tür. Der Hausherr machte mir vor, wie man nach dem Zähneputzen mit dem Wasser verfuhr: EInfach quer über den Hof schütten. Gesagt, getan.&lt;br /&gt;Petra ging es am nächsten Tag schlecht: sie hatte Magen- und Kopfschmerzen sowie erbrechen. Es schien mir an der Höhe zu liegen. Sie hatte schon immer pünktlich ab 4000m Probleme damit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;23.10.03 Llachon 3850m&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut ausgeschlafen wanderte ein Teil der Gruppe zu einem Aussichtsgipfel hinauf (4200m). Von dort konnte man den Titicacasee gut überblicken und zu den heiligen Inseln hinüberschauen.&lt;br /&gt;Der Rest des Tages wurde verbummelt und ver-relaxed...&lt;br /&gt;Wir hatten netten Kontakt zu den Einheimischen und abendfs gab es ein Wettsingen verschiedener Volkslieder am Lagerfeuer.&lt;br /&gt;Sturm und Kälte beendeten das Treiben aber frühzeitig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;24.10.03 Llachon -Puno&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Morgens Bootsfahrt zu den Schilf-Inseln. Eine der wenigen Kulturen, die dank uneinnehmbarer Lage SCHWIMMEND auf dem Titicacasee verschiedenste Invasoren überlebt haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Heute verkaufen Sie kleine Andenken auf ihren schwankenden Inseln.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend ging die Busfahrt weiter nach Tihuanaco. Eigenständige Kultur - großer Unterschied zu sonstigen besuchten Stätten! Leider war der Aufenthalt nur kurz - die meisten besuchten lediglich die sauberen Toiletten ;-))&lt;br /&gt;Dann stand für mich das Highlight auf dem Programm:&lt;br /&gt;(Trotz frisch beendetem Bürgerkriegs in La Paz konnten wir einreisen)&lt;br /&gt;Drei Tage zuvor gab es noch Straßensperren und übelste Schießereien in der Stadt.&lt;br /&gt;Meine Gebete wurden erhört und wir konnten nach Bolivien einreisen.&lt;br /&gt;Ein wunderbares Land - Landschaftlich kaum zu toppen!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein die Anfahrt nach La Paz in der abenddämmerung ist ein sensationelles Erlebnis:&lt;br /&gt;La Paz liegt auf ca. 4000m Höhe in einem Vulkankrater. Die LIchter der Stadt ziehen sich die ´steilen Hänge hoch und man braucht echt Kondition, wenn man einen Stadtbummel machen möchte. Andere Menschen als in Peru - ärmeres Land, interessantere Gegensätze und Eindrücke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht´s demnächst! Ihr dürft gespannt sein!Fortsetzung folgt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/Image6%20Arbol%20de%20Piedra.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/Image6%20Arbol%20de%20Piedra.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Arbol de Piedra&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Death Road (64Km MTB-Downhill ab 4500m bis 1500m) La Paz, Bolivien&lt;br /&gt;Bin froh, zu den "Survivors" zu gehören... :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/Image16%20Solfatare%20ich.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/Image16%20Solfatare%20ich.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgens, halb sechs in Chile/Bolivien: Geysire&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laguna Blanca mit Flamingos u. Vulkanen, Altiplano (&gt;4000m) Bolivien&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/1600/Image39%20ich%20??ber"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/320/Image39%20ich%20%3F%3Fber%20machu%20picchu%202quer.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SPECIAL:&lt;br /&gt;Bolivien - Befahrung der Death-Road "Gefählichste Straße der Welt"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beschreibung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Starting from a high Andes pass at an altitude of 4670 meters we roll down the first part that is smoothly paved whilst enjoying the Andes peaks around us. Halfway the road change into a narrow dirt road that winds through some thick cloud forest with dramatic 1000m drops off the side. On the way you will get to see waterfalls and some streams have to be crossed. Our experience, the service we provide and the well maintained bikes guarantee that you can fully enjoy this breathtaking downhill ride.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Estimated duration of tour: 11 hours&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Estimated duration of bike ride: 5 hours&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Percentage of Downhill: 80 % Distance: 64 km &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Level of difficulty: Intermediate/Experienced&lt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Anbieter: &lt;a href="http://www.andesamazon.com"&gt;http://www.andesamazon.com&lt;/a&gt; (Video auf der Homepage!)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;©J:Baumann 2003 Verwendung von Text- oder Bildmaterial nur mit Genehmigung des Autors! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16122447-112555954139258590?l=reisenreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://reisenreisen.blogspot.com/feeds/112555954139258590/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16122447&amp;postID=112555954139258590' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default/112555954139258590'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16122447/posts/default/112555954139258590'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://reisenreisen.blogspot.com/2005/09/peru-bolivien-chile.html' title='Peru Bolivien Chile'/><author><name>Fireandice</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16037986541965065076</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/148/1519/200/JB3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
