Sonntag, November 27, 2005

Trekking in Nepal - Annapurnarunde

Trekking in Nepal im Okt. 2001
Annapurnaumrundung mit Thorung-La-Pass (5416m)
©Von Jürgen & Petra Baumann, Großostheim




















Nach halbjähriger Vorbereitungszeit kam der Abreisetermin plötzlich immer näher...
Dann war es plötzlich soweit:

27.9.2001 13:00 Uhr - 28.9.2001 Kathmandu
Schwiegervater Holger fährt uns zum Flughafen Frankfurt. 16:00 Uhr: Abflug nach Amsterdam. Dann folgte der Weiterflug mit Zwischenlandung in den VAE (5:00 Uhr) bis Kathmandu (12:00 Uhr OT). Zeitverschiebung +4:30 Std.Es folgten nervige 1,5 Stunden vor dem Visumschalter bei 30°C. Leute, die ihr Visum schon zu Hause besorgt hatten, mussten genausolange warten. Als diese Hürde genommen war, konnten wir unsere Koffer entgegennehmen und uns der Meute vor dem Flughafengebäude stellen:100 Hotelabholer, Taxifahrer, Hotelschlepper etc... Auf irgendeinem Schild stand: Jürgen & Petra. 6-7 Träger brachten unsere Koffer an´s Auto und nutzten meine Unkenntnis der neuen Geldscheine...Zusammen mit drei Personen fuhren wir zum ersten Mal durch Kathmandu:

Unbeschreiblich! Nicht in Bildern fassbar! Istanbul z. B., ist eine ruhige Oase dagegen!Linksverkehr, Rikschas, Kühe, Motorräder, Busse und hunderte von Fußgängern tun ihr Übriges zum Eindruck des totalen Chaos.Schließlich kamen wir im Büro von Govinda Poudel, unserem Veranstalter, an. Dort wurden wir auf´s herzlichste empfangen und auch gleich bewirtet.Nach ausgiebiger Lagebesprechung fuhren wir in´s Hotel "Greeting Palace". Dieses machte auf uns zuerst nicht den tollsten Eindruck; die Zimmer waren jedoch groß, sauber (!) und es gab eine funktionierende Dusche... War nach der langen Anreise wirklich nötig!
Frisch geduscht streiften wir durch Kathmandu. Einen genauen Stadtplan gibt es hier scheinbar nicht. Ohne GPS (Welches ich immer bei mir trug!) wäre das Hotel für uns sicher unauffindbar gewesen.


Die ersten Eindrücke stürzten förmlich auf uns ein. Es ist aber nicht nur Armut und Schmutz, was man sieht - es sind vielmehr freundliche Menschen, die immer zu Späßen aufgelegt sind. Jeder kann ziemlich perfekt Englisch, sodaß man keinerlei sprachlichen Probleme hat. Beim Handeln stäßt man schnell an Grenzen: Die geforderten Preise sind einfach ehrlicher, als z. B. in der Türkei, oder Nordafrika.Handeln ist zwar möglich, aber nicht so sehr verbreitet, wie in den vorgenannten Gegenden.AUch die Aufdringlichkeit der Händler ist weniger aggressiv und leichter abzuwenden, als dort.

Um 20:00 Uhr (Stockdunkel) gingen wir original Nepalisch essen. Beim Betreten des Lokals mussten wir die Schuhe ausziehen. Weiter ging es auf Teppichboden bis zu einem ca. 30 cm hohen Tisch mit Kissen davor. Interessante Geschmacksrichtungen streichelten unsere Gaumen! Der Reis schmeckte irgendwie nach vergorener Ziegenmilch, aber mit Baaht (Linsensoße) übergossen, war er recht gut. Wir aßen ein Gericht mit Hühnerfleisch.Aus dem geschnitzten Fenster konnten wir das Treiben auf der Straße verfolgen. Interessant! (Siehe Foto oben).Drei Kellner bemühten sich abwechselnd um uns.Die Rechnung betrug keine 10.-- Euro(Incl. zweier grosser Bier). Satt und zufrieden erreichten wir ber unbeleuchtete Geheimpfade unser Hotel.

29.9.2001 Kathmandu
Der Tag begann nach unruhiger Nacht (Zeitumstellung, Hundegebell, Hitzt & Stechmücken) mit einem leicht fettigen Frühstück. Tatendurstig schlenderten wir durch die Gassen der Altstadt von Kathmandu.Tees wurden dort auf Benzinkochern zubereitet. Schuster nähten auf der Straße. Scherenschleifer,Schuhputzer und allerhand Heilige kreuzten unseren Weg.
Sadduh auf dem Durbar Square
Zwischendurch bekamen wir Glück und ein langes Leben von einem Heiligen (sadduh) versprochen,was unsere Reisekasse um 20 Rupies schmälerte...Anschließend versuchten wir stundenlang mit Hilfe von Polizisten, Passanten, Rikscha- und Taxifahrern den weltberühmten Durbar Square von Kathmandu zu finden, was uns schließlich doch noch gelang.Dort angekommen, kamen wir mit zahlreichen "Führern" in Kontakt. Nichtsdestotrotz ist der Durbar Square mit seinen verschiedenen Tempeln eine einzigartige Attraktion.

Hervorzuheben sind die "Sadduhs". Das sind Heilige in roten Umhängen, die sich sehrfotogen in Szene setzen und gerne ablichten lassen.
Auf den Sogenannten Affentempel hingewiesen, begaben wir uns mit einem Führer auf den Weg dorthin.Nach längerem Fußmarsch und Anschließenden Aufstieg auf unseren ersten Trekkinggipfel (365 Stufen; Kassenhäuschen an der 360. Stufe).bekamen wir einzigartige Tempelanlagen zu sehen. Unter dem kritischen Blick Buddahs bestaunten wir Stupas, Chörten und Gebetsmühlen. Auch wilde Affen trieben dort ihr Unwesen.
Auf dem Heimweg versorgten wir Bettler, Händler und Taxifahrer mit Bargeld. Wir benötigten ohne den Führer ein Taxi, eine Rikscha und zwei Stunden, um unser Hotel wieder zu finden!Gegen 17 Uhr kam unser Trekkingguide vorbei, um unsere Garderobe zu begutachten.Von unserem Arzneimittelvorrat war er sehr beeindruckt.(Wir hatten sogar Infusionen mit Zubehör dabei: Danke, Werner!)
Später gingen wir wieder Abendessen: Besonders die Potatoe wedges (mit Indischer Bezeichnung) schmeckten hervorragend! (Restaurant: Thamel House)
Von Fleischgerichten nahmen wir Abstand. Die WIldschweinhälften, Ziegenköpfe und Hähnchenbeine, die wir morgens am Straßenrand (!) sahen, wurden abends immer noch feilgeboten... Trotzalledem wurden wir satt und es schmeckte klasse!
In der Nacht wurden wir 2x vom Monsumregen geweckt. Dafür war die Luft danach aber sehr klar, kühl und sauber.

30.9.2001 Busfahrt Kathmandu-Besisahar (750m)
Nach einem Frühstück mit viel Tee brachte uns Prasanta, unser Führer, zum Busbahnhof.Dort warteten ziemlich urwüchsige Busse (Marke "Seidenstrasse") auf uns.Gegen 9 Uhr fuhren wir los in Richtung Annapurnagebirge.
Nachmittags um 4 Uhr hatte die Strapaziöse Fahrt ein Ende. Zwischenzeitlich passierten wir unzählige Erdrutsche, kleine Dörfer und Märkte. Alle paar Stunden wurde zum Tee trinken, Mittagessen und aus sonstigen Gründen angehalten.Unser Guide war uns in dem Gemenge von Händlern, Bettlern und Hotelschleppern eine große Hilfe. Einmal kamen wir an einen Militärposten, der alle Insassen aussteigen ließ und kontrollierte. Später stieg ein Musikant zu, der vielleicht 45 Minuten lang auf einer Art Geige seine Sangeskünste zum Besten gab. Auch Ziegen wurden während kurzer Abwesenheit des Fahrers heimlich an Bord gebracht.
Die Landschaft wurde immer grüner und fruchtbarer: Bananenpflanzen, Orchideen udn alle möglichen Urwaldpflanzen überziehen die Berghänge. Im Tal fließen reißende Flüsse in grauer und gelber Farbe.
Wir bezogen ein Hotel mit Dachterrasse. Die Nacht war sehr kurz: 26° im Zimmer und Mücken auf jedem Körperteil, das aus dem Schlafsack ragte, ließen uns kaum Schlaf finden.

1.10.2001---> 1. Trekkintag Beshisahar (750m) - Bahundada (1310m)
6 Uhr Aufstehen, 6:59 Uhr Frühstück mit Müsli, 7:30 Abmarsch.Ich rief vorlaut: "Auf geht´s" (Was Prasanta sehr gefiel).Mingmar, unser Träger, marschierte mit seinen ca. 30 Kg im Seesack los, als wäre der Sackmit Stroh gefüllt. Petra und ich hatten jeder ca. 12Kg zu tragen (Jede Menge Wasser).Der Weg führte in den frühen Morgenstunden dicht am Fluss entlang, der recht wilde Eskapadentrieb. Dann folgte die erste Hängebrücke:"Vergesst alle Hängebrücken, die Ihr bisher gesehen und betreten habt!" Dieser Übergangbestand aus einigen zusammengenagelten Bambusrohren, die sich bei jedem Schritt in eine andere Richtung bogen. Man könnte ganze Bildbände mit den Verrenkungen füllen, die nötig waren, um diese Brücke zu passieren.
Es folgten 4-5 weitere Flußüberquerungen gleicher Art.
























Mittlerweile war es Mittag geworden undwir schwitzten aus allen Poren.Bis wir abends das Dorf Bahundada erreichten, waren mehrere Liter Schweiß vergossen worden.Zwischenzeitlich regnete es ein paar mal leicht. Wir sind aber nie richtig naß geworden, es war mehr eine willkommene Abkühlung...Für Nepal war dieses Jahr touristisch gesehen kein Gutes: Unruhen im eigenen Land und späternoch der USA-Afghanistan-Konflikt brachten 30% weniger Touristen in´s Land.Für uns war es jedoch OK: Wir hatten stets eine Gute Auswahl an Unterkünften und waren denganzen Tag über ziemlich unter uns...Im abendlichen Hotel nächtigten vielleicht 12 Touristen. Unser Führer kam heute ganz schön in´s schwitzen und wurde von mir durch herzhafte "Auf geht´s!"-Rufeangefeuert. Abends erlaubte er uns noch ein Bier für zwei Personen und als wir uns um 18 Uhrzurückziehen wollten, gab er mir hinter vorgehaltener Hand noch einen entscheidenden Tip:"Men should sleep ALONE at night, or the next day will be REALLY HARD!"Wir hielten uns daran...

2. Trekkingtag Bahundada (1310m) - Tal (1640m)
Nach einem stärkenden Frühstück verließen wir das Hotel, das auf einem Hügel über dem Dorf lag(Super Aussicht, Nebelschwaden im Tal, etc...). Es war eine angenehme Nacht gewesen. Dann folgte eine ernsthafte Tagestour, die durch grüne Täler, Reisterrassen, Bergrutsche und unzählige Dörferführte. Es war schönes, leicht bedecktes Wetter und 22°C.














Uns kamen viele Eselkarawanen entgegen. Träger transportierten Äpfel von der anderen Seite des Passes herüber (Kg für 1 ca. Euro). Manche schleppten 60-65 Kg(!). Die meisten trugen einfacheBadelatschen. Einmal fiel ein Träger ca. 50m vor uns hin und konnte sich nicht mehr unter seiner Lastbefreien. Wir hoben das Paket von ihm herunter (zu dritt!) und versorgten ihn notdürftig mit Medizin.Weiter ging es durch atemberaubend grün bewachsene Schluchten. Selbst Marijuanapflanzen fehlten nicht als Unkraut am Wegesrand.Prasanta (Vormals Grundschullehrer) kannte sich mit allen Pflanzen,Tieren, Land und Leuten bestens aus.Wir hängten noch 2,5 Stunden an die heutige Etappe dran, um einen Tag einzusparen (Zur späteren Verwendung). Nach 10 Stunden wandern reichte es uns aber dann doch...Dafür wurde unser Führer von seinen Kollegen am abend bestaunt.Wir gingen um 20.30 Uhr in unser 3,5m^2 großes Zimmer und schliefen sofort wie tot ein.

3. Trekkingtag 3.10.2001 Tal (1675m) - Kotho (2590m)
Heute starteten wir eine halbe Stunde früher. Wir folgten dem Wildbach über 5 Hängebrücken bergauf.Das Auf und Ab des Weges führte uns bis über 2700m.Pünktlich ab 2500m bemerkte ich eine kleine Konzentrationsschwäche und ein minimales Schwindel-gefühl. Hätte aber auch die Anstrengung sein können. Meinem rechten Fuß ging es über den Tag hinwegnicht schlechter, als gestern. Dem brutalen Muskelkater vom Vortag stand heute ein moderates gegtenüber.Wir kamen an mehreren Mani-Mauern mit tibetischen Gebetsmühlen vorbei.

Die Vielzahl der Menschen auf dem Trekk spiegelten ein bunt gemischtes Volk mit freundlicher Lebens-auffassung wider. Man kam sich in jedem Dorf wie ein Gast aufgenommen vor.Abends stiegen wir in einem urigen Hotel im Tibetischen Stil ab. Der Gastraum war gemütlich von Kerzenerleuchtet, von der Decke hin getrocknetes Yakfleisch in Streifen herab (Schmeckt übrigens wie Rind).Zur Krönung tranken wir einen original tibetischen Yakbuttertee. Wir hatten schon viel über dessen Geschmack gehört und wollten einfach mal selbst probieren:Yakbutter und Salz geben dem Tee einen fremdartigen und irgendwie Bouillonartigen Geschmack.Jedenfalls nicht unangenehm. Auch interessant: Mustang Coffee (Aus dem Kg.reich Mustang)Während wir wegen der zu erwartenden Höheneffekte striktes Alkohol- und Rauchverbot hatten,trank unser Guide den einheimischen Branntwein aus Limogläsern...

4. Trekkingtag, 4.10.2001 Kotho (2590m) - Pisang (3200m)

Wir haben heute gut geschlafen und machten uns früh auf den Weg. Das Wetter war regnerischund die Auswirkungen der zunehmenden Höhe machten das Wandern nicht leichter. Petra bekamgegen 10 Uhr erste Kopfschmerzen. Mir ging es eigentlich recht gut. Ich hatte mir angewöhnt,mit zwei Wanderstöcken zu laufen, was die Gelenke sehr entlastet. Wir begannen im T-SHirt undsteigerten uns über Fleecejacken bis zum Regenzeug.Schon gegen 15 Uhr kamen wir in Pisang, unserem Tagesziel an. Zum Mittagessen wurde uns wieder eine Knoblauchsuppe verordnet. Schwarzer Tee wurde ab heute ebenfalls gestrichen.Pisang liegt schön neben einem Gletscherfluß. Es ist zweigeteilt: Upper Pisang thront ein paar hundert Meter über Lower Pisang. Ganz oben findet man ein Buddhistisches Kloster.Hier ist es kalt und windig. Es regnet öfter ein bißchen.

5. Trekkingtag, 5.10.2001 Pisang (3200m) - Ngawal (3660m)

Wir starteten bei nebeligem Wetter. Petra ging es etwas besser, sodaß wir den höher gelegenenWeg nahmen. Dafür wurden wir, nachdem sich der Nebel gelichtet hatte, den ganzen Tag langmit fantastischen Ausblicken auf Annapurna II (7937m), Annapurna IV (7520m) und weiteren Bergen der Annapurnakette belohnt. Auch die Tiefblicke in´s Tal waren von beeindruckender Klarheit. Wir kamen an vielen Manimauern und Chörten vorbei. Die Dörfer waren meist leer, da die Bewohner mit der Getreideernte beschäftigt waren.Die Höhe machte uns nun zunehmend zu schaffen. Jede kleine Anstrengung führte zu schnellem Atmen und Kopfschmerzen. Wir kamen immer langsamer vorwärts. Mein Ruhepuls lag bei 80/min.
Der Weg nach Ngawal wird nicht so häufig begangen, sodaß wir eine sehr urige (typische) Unter-kunft annehmen mußten: Bretterverschlag mit fehlender Fensterscheibe, Klo in 100m Entfernungüber einen Zaun in einem kl. Obstgarten... (Gut, wenn man eine Taschenlampe dabei hat!)Hier oben stürmt es ständig. Die Sonne brannte unbarmherzig, aber bei dem Wind war es dennoch nicht sonderlich gemütlich hier.

6. Trekkingtag, 6.10.2001 Ngawal (3660m) - Manang (3500m) Akklimatisationstag

In der Nacht hatten wir beide Kopfschmerzen, schliefen aber dennoch recht gut. Als um 4 UhrPetras Kopfschmerzen unerträglich wurden, kamen zwei Aspirin und Mutter´s "Notfalltropfen" zum Einsatz. Wir schliefen etwas länger und starteten um 8.15 Uhr. Das Wetter war wieder top: Sonne pur!Später auf der Ebene kam ein staubiger Wind hinzu. Die Pflanzenwelt hatte sich gestern und heute auf Gebüschniveau verringert. Kurz vor Manang sahen wir die ersten Yaks. Unterwegs stiegen wir zu einem Buddhistischen Kloster auf. Wir bekamen freundlichen Einlass und gegen eine kleine Spende die Fotoerlaubnis. Im Kloster herrschte eine mysthische Atmosphäre. Der Klang der Gebetstrommel verstärkte den unheimlichen Eindruck, den die verschiedenen Masken, Dämonen und sonstige Gestalten verbreiteten. Sehr interessant!In Manang angekommen, bezogen wir ein neues Hotel, welches Zimmer mit Licht (!), Toilette (!!) und warmer Dusche (!!!) bot. Auch das Essen war sehr schmackhaft. Eine echte Wohltat!

















Frisch gestärkt machte ich mit Prasanta noch einen Ausflug zum nahegelegenen Gletschersee und, voller Übermut gleich noch auf den danebenliegenden Berggipfel (3800m, auf dem Foto schwarz im Vordergrund zu sehen).Da es hier sehr schnell dunkel wird, mussten wir uns mit dem Abstieg ganz schön beeilen.(Natürlich hatten wir keine Taschenlampen dabei...)

7. Trekkingtag, 7.10.2001 Manang (3500m) - Yak Karka (4000m) Luftdruck: 637hPa

Wir starteten nach gutem Schlaf und ebenso gutem Frühstück recht spät in Richtung Yak Karka(Übers.: Yak-Sammelplatz). 500 Höhenmeter sollten für heute genügen. Eine einfache Unterkunft am Weg bot uns ein Zimmer mit Toilette für die Nacht.Sobald die Sonne verdeckt ist, wird es hier ziemlich kalt. Petra´s Kopfschmerzen verschwandenimmer noch nicht. Auch das Medikament Diamox, welches die Akklimatisation beschleunigen soll,half nicht viel. Ich hatte vereinzelt schwache Kopfschmerzen, aber bisher nichts schlimmes...Mir war den ganzen Tag (seit ca. 3000m) leicht schwummrig. Die Luft ist hier so dünn, daß einemselbst leichte Anstrengungen sofort außer Atem bringen.Der River Marsyangdi, den wir noch vor ein paar Tagen als reißenden Fluß kannten, hat sich zueinem kleinen Bergbach mit 1,5m Breite verwandelt.Den ganzen Tag lang begleitete uns das faszinierende im Sonnenlicht gleißende Panorama derAnnapurnagipfel. In Yak Karka angekommen, konnten wir nun auch die ungefähre Lage des Thorung-La Passes erahnen...

8. Trekkingtag, 8.10.2001 Yak Karka (4000m) - Thorung Phedi (4500m)

Die Schritte werden kürzer, die Atemzüge länger... Die Atemfrequenz und die Kopfschmerzenerhöhen sich in gleichem Maß. Eine Treppe mit vier Stufen zu erklimmen, bringt einen ziemlichaußer Atem.Wir bekämpfen die Anzeichen der Höhenkrankheit mit Diamox und Dolormin. Einen Akklimatisationsspaziergang müssen wir nach 150 Höhenmetern wegen Schmerzen abbrechen. Wer hätte gedacht, daß die paar Meter so viel ausmachen?Daher gibt es am Abend wieder mal die ungeliebte "Garlic Soup"...Wir sahen heute auch Yaks und sogenannte "Blue Sheep", die in Wirklichkeit eher braun aus-sahen. Wohl eine Art Steinbock?

9. Trekkingtag, 9.10.2001 Auf dem Dach der Welt?
Thorung Pehdi (4500m) - Thorung-La-Pass (5416m) - Muktinath (3700m)

Die Nacht endete für uns gegen 3.15Uhr. Wir frühstückten und nahmen die HerausforderungThorung-La in Angriff. Mit Taschenlampen, heißem Wasser/Tee und 3-4 Schichten Kleidungstiegen wir in den Geröllhang ein.Die Serpentinen schienen endlos. Wir fühlten uns aber den Umständen entsprechend gut.Alle zwei Schritte ein Atemzug in der unter 0° kalten Luft. Alle 5 Minuten eine Pause.Das Trinkwasser war nach 2-3 Stunden wieder dem Gefrierpunkt nahe. Ein kalter Wind schnitt in alle unbedeckten Hautpartien ein. Unsere Sturmmasken (Vom Motorradfahren)waren eine gute Hilfe gegen die Kälte im Gesicht.Als es dämmerte, hatten wir ca. 300 Höhenmeter geschafft. Es lagen also noch 700 Hm vor uns.Man sollte meinen, mit dem Sonnenaufgang würde es wärmer werden?Dagegen sank die Temperatur ständig wegen der zunehmenden Höhe weiter ab. Auf den Ruck-säcken bildete sich Reif. Alles war so weit OK, bis Petra plötzlich unter Übelkeit litt. Zusammenmit den Kopfschmerzen der vergangenen Tage ein weiteres Symptom von AMS (Höhenkrankheit).Nun gab es für uns drei Möglichkeiten:

1.Absteigen und einen Tag abwarten.
2.Medikament Dexamethason einsetzen, welches ca. zwei DIN A 4-Seiten mit Nebenwirkungen hat und auf Steroidbasis funktioniert.
3.Ein "zufällig" bereitstehendes Pferd mit Führer mieten und Petra zum Pass hochbringen lassen,von wo aus sie alleine weitergehen könnte.Da wir nur noch ca. 200 Höhenmeter (~30 Min) vor dem Scheitelpunkt des Passes entfernt waren,entschieden wir uns für die dritte Möglichkeit.Für US$ 30.-- brachte ein Führer Petra mit Pferdekraft halbwegs sicher nach oben. Dort bekam sie von den Umstehenden schon mal einen kleinen Applaus...(Oder bekam das Pferd den Applaus? Es wehrte sich anfangs heftig...)Während Petra sich in einer kleinen Schutzhütte langsam erholen konnte, legten Prasanta und ich einen Spurt ein, der sich gewaschen hatte... So waren wir ca. 25 Min. nach Petra oben angekommen. Dort gab es strahlenden Sonnenschein, aber auch heftige Sturmböen.Wir schossen die obligatorischen Gipfelfotos und verließen den ungastlichen Ort bald wieder. Petra ging es schlagartig besser, sodaß wir unbesorgt weitergehen konnten.



















Man konnte bis nach Tibet (Wüstenlandschaft) und Mustang (Verbotenes Königreich) sehen.
Rechts und links des Passes erhoben sich weitere Gipfel, die ca. 6500m hoch waren.
Nun ging es die brutalen 1700 Höhenmeter bis nach Muktinath hinunter.Der Abhang war ca. 50° steil und zog sich über 10 Kilometer hin. Unsere Knie wurden aufeine harte Probe gestellt:






Der Abstieg...













Gegen Nachmittag (nach 9 Std.) kam die Belohnung: Ein Hotel mit gutem Essen und richtiger Dusche, heiß!! Wir aßen Mexikanisch-Indisch, was in Anbetracht der Lage sogar recht authentisch (Scharf) schmeckte. Zur Feier des Tages bekamen wir die "Bier-Erlaubnis", welche wir gnadenlos ausnutzten. "Nie mehr Garlic-Soup!"
Später besuchten wir den Klosterbezirk von Muktinath, einem Heiligtum für Buddhisten und Hindus gleichermaßen. Viele Pilger kommen von dieser Seite des Passes zu Fuß, oftmals Barfuß, hierher, um im nächsten Leben einen besseren Platz zu bekommen.
Es gibt viele Gerätschaften und eine immerwährende Gasflamme in dem Tempel zu sehen. Nun war der schwierigste Teil der Trekkingreise geschafft und es ging wieder langsam in Richtung Zivilisation. Irgendwie schade, aber es gab auch hier noch viel Interessantes zu sehen:
Die Landschaft änderte sich in Richtung Wüste:

10. Trekkingtag, 10.10.2001 Muktinath (3700m) - Jomsom (2860m)
Heute ging es um 7 Uhr los in Richtung Jomsom. Wir erreichten nach dem Mittagessen das Tal des Kali-Gandakiflusses. Ein ca. 800 Meter breites Flussbett, welches fast an eine Wüste erinnerte: Sandstürme tobten ab 10 Uhr bis zum Abend. Wir hatten ständig Gegenwind in Orkanstärke. Dieses Spiel wiederholt sich hier jeden Tag, sodaß der FLugplatz in Jomsom nur morgens nutzbar ist.




















Jomsom ist Distrikthauptstadt und für Touristen recht gut in ein paar Trekkingtagen von Pokhara aus erreichbar. Manche fliegen auch mit der Propellermaschine hierher, dies ist aber nicht Sinn der Sache... Der Weg von Muktinath aus ist sehr anstrengend. Kopfgroße Steine säumen die ganze Strecke, sodaß uns abends die Knochen ziemlich weh taten.
In Jomsom sehen die Häuser irgendwie wohlhabender aus, als auf der anderen Seite des Thorung-La. Strom, Wasser, Bier, Essen: alles ist hier billiger und besser.
Nur der Orkan, der den halben Tag durch die Gassen fegt, ist von Nachteil. Vielleicht schicke ich ein paar Emails nach Deutschland? 1 KB=80 Rupien = ca. 2,75 DM
Ein weiteres Mal kann ich nur die Freundlichkeit der Menschen hier hervorheben: Viele grüßen einem einfach so auf der Straße. Auch kleine Geschäfte und Feilschereien finden in einer netten, unverkrampften Atmosphäre statt.

11. Trekkingtag, 11.10.2001 Jomsom (2860m) - Kalopani (2600m)
Weiter ging´s im Kali-Gandakital bergab durch teilweise Pinienwälder, teilweise Steinwüsten mit Sandstürmen. Insgesamt milderes Klima als gestern, aber dafür eine größere Distanz zu laufen. Muskelkater und Blasen an den Füßen erschwerten das Vorwärtskommen etwas. Nach 8 Stunden kamen wir in Kalopani an. Wir hatten den ganzen Tag Sonne und Wind. Der Fluß teilte sich in unzählige Arme auf, sodaß man manchmal im Watt der Nordsee zu sein glaubte.
Unterwegs trafen wir einen Engländer, den wir schon in Yak Karka und am Pass getroffen hatten. Er war schon ein paar Monate in Asien unterwegs gewesen und nun auf dem Weg nach Indonesien und Thailand. Später wollte er nach Australien zum jobben fliegen. Oft trafen wir hier in Nepal auf solche Typen - scheinbar ein Treffpunkt für Aussteiger?
Auch Barfußgehende Mönche (Saddhus) in oranger Kleidung kamen uns entgegen. Sie strebten im Kloster Muktinath einer höheren Wiedergeburt im nächsten Leben entgegen. Prasanta erklärte uns alle Zusammenhänge. Im FLußbett finden sich Versteinerungen, die gesammelt und in ganz Nepal verkauft werden. ich fand einen großen Ammoniten, der jedoch schlecht erhalten und zu schwer zu tragen war.

12. Trekkingtag 12.10.2001 Kalopani (2600m) - Tatopani (1400m)
Heute hatten wir eine lange und teilweise steile Etappe von ca. 7,5 Stunden zu bewältigen. Wir sahen mit dem Kali-Gandakital das tiefste Durchbruchtal der Erde mit ca. 6000 Metern Höhenunterschied. Der Tag verging recht schnell und wir bekamen gegen 16 Uhr unsere heutige Belohnung: Die heißen Quellen von Tatopani. Ca. 50°C heißes Wasser ermöglichte die totale Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Ein weiterer Höhepunkt war das schöne Hotel mit guter Speisekarte: Ich wurde zu "Hähnchen, gegrillt mit Reis und Gemüse garniert" verführt. Echt klasse!

13. Trekkingtag 13.10.2001 Tatopani (1400m) - Gorerpani (2850m)
Schon wieder eine lange, extrem steile Etappe: 9 Stunden und 1450 Höhenmeter, das Auf und Ab gar nicht mitgerechnet. Der Weg führte uns durch zahlreiche Täler und Dörfer. Wir aßen 2x zu Mittag und wurden schließlich doch noch satt...
Der Weg glich einer 1450 Meter hohen Treppe. Diese führte durch verschiedene Vegetationszonen von trocken (Eidechsen!) bis Dschungel (Spinnen, Affen). Zum Schluß betraten wir den größten Rhododendronwald der Welt. Ein richtiger Urwald mit Lianen und Orchideen hier oben!

Schließlich erreichten wir unsere Unterkunft, ein Hotel in blaues Blech gepackt. Besonders hervorzuheben war die heiße Dusche, die in kompletter Dunkelheit stattfand. Wieder mal gut, daß ich eine Taschenlampe hatte! Morgen geht´s in aller Frühe die 400 Höhenmeter auf den Poon Hill (3200m). Die ist der Aussichtsberg mit Blick auf 14 Gipfel des Himalaya.

14. Trekkingtag 14.10.2001 Gorepani (2850m) - Poon Hill (3200m) - Gandruk (2100m)

Der Tag begann um 4 Uhr in der Früh: Wir bestiegen den Poon Hill. Mit Handschuhen, Gesichtsmaske und Taschenlampen machten wir uns bei Dunkelheit auf den Weg. Poon Hill ist der Aussichtsberg der Gegend. Oben angekommen (+400 Höhenmeter) warteten wir in Eiseskälte auf den Sonnenaufgang über dem Himalaya. DIeser ließ eine Stunde auf sich warten. inzwischen hatten sich weitere 50-80 Personen eingefunden, die ebenfalls auf das Ereignis warteten. Ich kam mir fast wie bei der Sonnenfinsternis 1999 in Karlsruhe vor.Eigentlich war das Ereignis nichts besonderes, aber da wir schon mal da waren, schlossen wir uns der Blitzlichtgemeinde an.


Nach erfolgtem Abstieg zum Hotel (-400 Höhenmeter) frühstückten wir ausgiebig um für den bevorstehenden Tag gewappnet zu sein. Um 8 Uhr liefen wir los, um um 15 Uhr im Trekker´s Inn in Gandruk anzukommen. Vorher mußten wir im Rhododendronwald unzählige Anhöhen erklimmen, um dann wieder in´s nächstbeste Tal abzusteigen. Teilweise waren Leitern an den steilsten Stellen ausgelegt. Abends gab es ein nettes Hotel mit schönen, großen Zimmern, wo wir es uns gutgehen ließen.

15. Trekkingtag, 15.10.2001 Gandruk (2100m)-Birethani
Der letzte Trekkingtag führte uns nochmals steil hinab bis nach Birethani. Dort tauchte nach dem Mittagessen unvermittelt die Straße nach Pokhara auf. Am Ende des langen Weges hatte uns die Zivilisation unvermittelt wieder. Taxifahrer buhlten um die Gunst der Reisenden. Von hier aus ging es in 30 Min. nach Pokhara.
Dieses liegt recht idyllisch an einem großen See und macht auf mich den Eindruck einer Westernstadt: Breite Hauptstraße mit wenig Verkehr; Shop an Shop - dichtgedrängt. Dazu unzählige Saloons (Nein, ich meinte Restaurants), deren Verlockungen wir nicht widerstehen konnten. Petra´s Riesenpizza hielten wir fotografisch fest. Meine Miniportion Hähnchen ebenfalls... Später versandten wir noch ein paar Emails nach Hause...

16.10.2001 Pokhara - Kathmandu
Es folgte wieder eine haarsträubende Busfahrt á la "Seidenstraße" nach Kathmandu. 150 Kilometer in 6 Stunden! Unzählige Erdrutsche, Tanklaster und sonstige Hindernisse mussten passiert werden. Der letzte Teil kurz vor Kathmandu war der schlimmste: Serpentinen im Schrittempo. Später ging es im Taxi weiter bis zum Hotel, wo wir diesmal Luxuszimmer mit richtigem Bad, europäischer Toilette (!!) und TV bekamen.
Frisch geduscht gingen wir am Abend gleich zwei mal Abendessen in die uns bekannten Lokale. In´s Erste wegen Preis, Service und Aussicht, in´s Zweite wegen Geschmack und Sättigung.

17.10.2001 Sightseeing Kathmandu (+Bhaktapur, Pashupatinath+Bodnath)
Wir beanspruchten Prasanta für einen Sightseeingtag, der uns alle notwendigen Sehenswürdigkeiten Kathmandus und Umgebung näherbringen sollte.
Die gemütliche Altstadt von Bhaktapur (Eintritt 2x20 US$!!!) ist sehr sehenswert. Im Vergleich zum Durbar Square Kathmandus war es dort uriger, ruhiger und weniger Aufdringlich. Viele alte Tempel wollten besichtigt werden...
Pashupatinath (In Kathmandu) beeindruckte mich besonders: Wir wohnten einer Leichenverbrennung mit allen Prozeduren bei. Ich fand das sehr interessant. Als der Rauch dann zu uns herüberwehte, gingen wir lieber weiter... Die Zeremonie hatte aber nichts abstoßendes an sich.
Die "Führung" ging weiter zur Stupah von Bodnath. "Die Augen Buddhas sehen alles!" drückt dieses Bauwerk unmissverständlich aus (Siehe Titelbild dieser Webseite). Durch ein Gewirr von engen Gassen gelangten wir schießlich in´s Hotel Greeting Palace zurück. Abends schlenderten wir noch durch Thamel (Stadtteil), wo es ein paar gute Pizzerien gab.

18.10.2001 Kathmandu
Heute besuchten wir die New Road mit Nepals grösstem EInkaufszentrum. Dort kann man Nepals erste Rolltreppe (Bj. 1969) benutzen. Wir hangelten uns von Café zu Café und landeten schließlich im Internet...
Eine Stunde surfen für Rs40 (~1,10 DM)ist aber auch verlockend, wenn man vom Rest der Welt ziemlich abgeschnitten ist! Später besuchten wir Pilgrim´s Bookshop, wo man neue und gebrauchte Bücher in allen Sprachen erstehen kann. Diese kann man im angeschlossenen Biergarten gleich lesen.
Abends wurden wir vom Direktor des Trekkingbüros zu einem Abschlußessen eingeladen. Es gab... natürlich Dhaal Bhat (mit Chicken). Mingmar, unser Träger hatte dieses Essen gezaubert, eine weitere Qualität, die wir noch nicht von ihm kannten. Wir unterhielten uns gut und besuchten später noch einmal unser Stammlokal (auf ein Bier).
Vorher holten wir unsere entwickelten Urlaubsbilder ab ( ~100 Stück für 40.--DM). Super Qualität, Digitalmaschinen machen´s möglich!

19.10.2001 Letzter Tag in Kathmandu
Heute packten wir die Koffer. Ob das Gepäck noch als Normalgewicht durchgeht? Wir bummelten ein letztes Mal durch unseren Stadtteil, Thamel. Inzwischen kennen wir uns einigermaßen aus. Ich glaube nicht, daß es für dieses Viertel einen Stadtplan gibt. Das Gesicht der Gassen und Straßen änderet sich ständig. Wir haben gelernt, uns an Himmelsrichtungen und ein paar Besonderen Fixpunkten zu orientieren.
Immer wieder lustig waren die Schlangenbeschwörer, die, wenn ein Tourist vorbeikommt, den Korb öffneten und der Schlange (meist Kobras) einen kurzen Schlag versetzten, damit sie auch auf jeden Fall ihren Kopf ´rausstreckten und böse fauchten...
Auch Großsittiche wurden hier verkauft, die von der Lautstärke her ein ganzes Viertel beschallen könnten. Petra hatte sich immer noch nicht an den Anblick frisch (?) geschlachteter Schweine und Ziegen gewöhnt, die am Straßenrand angeboten wurden.
Ich habe inzwischen schon mehrmals Hähnchen gegessen. Zu mehr Fleischkonsum konnte jedoch auch ich mich nicht durchringen...

Später trafen wir uns ein letztes Mal mit Prasanta, der uns zum Flughafen brachte. Dann ging ein unvergesslicher Urlaub seinem Ende zu...

FAZIT:
Nepal wird uns sicher in angenehmer Erinnerung bleiben. Das friedliche Miteinander der verschiedenen Kulturen war faszinierend. Ebenso die Vielfalt der Bräuche und Religionen. Auch für Fotografen eröffnet sichhier ein reiches Betätigungsfeld. Schließlich trugen auch die sehr günstigen Preise zu einem positiven Urlaubsempfinden bei.

Demgegenüber standen natürlich auch gewisse Nachteile: Mangelnde Hygiene, Stehklos, unsauberes Eßbesteck, SMOG, Wasser musste behandelt werden (Auch Mineralwasser!), Verkehrschaos (150 KM im Reisebus = 6Std.). Man muß sich eben vergegenwärtigen, daß man nicht in Europa, sondern in einem der ärmsten Länder der Welt unterwegs ist. Etwas Nachsicht ist da schon vonnöten. Nichtsdestotrotz machen einem die Nepalis mit ihrer ungezwungenen, freundlichen Art das Reisen so angenehm, wie möglich.

NAMASTE! ©19.10.2001 Jürgen & Petra Baumann, Großostheim
Nachdruck, Kopie und Veröffentlichungen (Auch von Ausschnitten) nur mit Genehmigung der Autoren!










2 Comments:

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