Peru Bolivien Chile

Unterwegs in Südamerika
Peru - Bolivien - Chile Rundreise im Oktober 2003
10.10.2003 Ffm / [Chile] Santiago - Lima
Nach 17 Stunden Flug erreichten wir erschöpft aber glücklich Chiles Landeshauptstadt:
Santiago de Chile.32° Süd - neuer Rekord für uns... auch, was die Flugzeit betrifft :-(
Unterwegs trafen wir einzelne Mitglieder unserer Reisegruppe.In Santiago angekommen, trennten wir uns gleich von den neuen Bekann
tschaften, um unseren chilenischen Email-FreundFrancisco zu suchen. Der sympathische Pilot zeigte uns von 10-18 Uhr seine Stadt. Wir aßen in einer Gaststätte, die als Geheimtipp gelten darf.Danach bummelten wir bei lockeren 25°C und strahlender Sonne durch Santiago.Von einem Aussichtsberg hatten wir einen tollen Blick auf das wahre Ausmass der Stadt (5,5 mio Ew.) und den sie umgebenden Anden.
Wir tauschten mit Francisco verschiedene Wohnmobil-Tipps und Ideen aus udn lernten die WoMo-Bastler von Santiago kennen.Viel zu früh trennten sich unsere Wege: 20:00 Uhr Weiterflug nach Lima (Peru). 3 Stunden udn ca. 2500km nach Norden.Zur Gefühlslage: 2 Tage nicht richtig gepennt.. schon fast Terrormässig!
11.10.2003 [Peru] Lima - Pisco
Frisch gebadet starteten wir in den Tag. Der Geldwechsler kam in´s Hoteludn gab uns einen guten Umtauschkurs.Danach standen ein Kloster und eine Kathedrale in Lima auf dem Programm.Fantastisch, was die Spanier so alles aus dem Inkagold in die Kirchen gestellt haben...
Dass Lima 8-10 Millionen Einwohner aht, erkannten wir erst bei der Abreise: Elendsviertel ziehen sich die Berghänge hinauf. Dennoch ist Lima interessanter als Santiago. Viele alte Gebäude erzeugen eine "antike Stimmung".Die Gebeine des Pizarro konnten auch besichtigt werden - genau wie die Katakomben.
Danach starteten wir mit unserem Bus in Richtung Pisco. Unterwegs nahmen wir ein bad im Pazifik - wenn auch nur ein kurzes Fußbad: 10°C Wassertemperatur!Gestärktvon einem Picknick am Strand ging es dann gemütlich weiter in Richtung Süden.Die Panamericana führte uns durch verschiedene Wüsten- und Gebirgslandschaften.19:00 Uhr Ankunft in Pisco.EIn Stromausfall im Hostal verhinderte weitere Pisco-Runden. Die Reisegruppe fand langsam Gefallen an den landestypischen Getränken :-)
12.10.2003 [Peru] Pisco - Paracas
nach gutem Frühstück fuhr uns der Bus zur Paracas-Halbinsel. Dort wurden wir von interessierten Pelikanen begrüßt.Mit einem 300-PS-Schnellboot gibg es dann zu den Ballestas-Inseln. Dort gab es eine Menge zu sehen, z. B.Baßtölpel, Geier, Pinguine, Seelöwen, Robben aller Art...
Auf der Vollgas-Heimfahrt ging uns kurz mal der Sprit aus.
Vollgas fahren scheint überhaupt die Lieblingsbeschäftigungder Peruaner zu sein, wie sich auch einen Tag später noch zeigen sollte...Nach leckerem Mittagessen (Fisch) sahen wir uns einMuseum mit Mumien der Nazca-Kultur an und gingen danach am Pazifik-Strand spazieren..Später ging es in Richtugn Oase Huacachina.
Offroad-Dünenfahrten und Sandboarding stand auf dem Programm. Hörte sich ja ganz interessant an - war in Wirklichkeit aber DER HAMMER!Mit abenteuerlich veränderten amerikanischen V8-Jeeps versuchten die Fahrer, die Schwerkraft zu überlisten.Spektakulärer kann man sich Dünen sicher nicht zu Gemüte führen:Ca. 60° steile Abfahrten, sowohl mit den Jeeps als auch auf den Sandboards wurden mit "100% Adrenalin" gemeistert.(Original Aufschrift auf einem der Jeeps)Im wahrsten Sinne des Wortes "unbeschreiblich", das Gefühl - über einen Dünenkamm hinauszuschießen und mit allen 4 Rädern in der Luft in´s Tal zu kippen, bis die Blattfedern auf Anschlag gehen. Arme heben unmöglich - Achterbahn ist Kinderspielplatz dagegen. (Und teurer!) Ehrlich.
Fix und fertig trafen wir im Hotel ein und spülten ca. 1 Kg. Sand aus den Haaren.
13.10.2003 [Peru] Huacachina-Nazca
Nach morgendlicher Pisco-Verköstigung ging es mit frischem Mut quer durch die Wüste nach Nazca.Dieses kleine Kaff wurde durch die dortigen Bodenzeichnungen weltbrühmt, als ein bekannter Bäckermeisterin seiner Fantasie Aliens als deren Baumeister sah: Die Linien von Nazca.
Am besten schaut man sich diese Geoglyphen aus der Luft an.Dafür stehen Kleinflugzeuge bereit, die uns ca. eine Stunde lang jeder Bodenzeichnung näher brachten.Es wurde zwar ca. 30% der Passagiere schlecht - aber ich empfand die bisherigen Busfahrten schlimmer als diesefliegenden Blechbüchsen... auch war ich die ganze Zeit mit allerlei Videokameras und versch. Fotoapparaten beschäftigt...
15:20 Uhr Shopping, Internet & später Planetarium.
14.10.2003 [peru] Nazca-Corire
Die 500 Kilometer dehnten sich scheinbar in´s Unendliche.... 10 Stunden Steinwüste.Abends Flußshrimps - Nachts Bauchschmerzen. (Der Beginn meiner Amöben-Darminfektion, schätze ich)
15.10.2003 [Peru] Corire-Cabanaconde
8 Stunden Pistenfahrt mit dem Bus - wieder kein Zuckerschlecken.Wir schauten uns ein ganzes Hochtal voler Petroglyphen (Felszeichnungen) an und fanden auch jemanden, deruns versteinerte Dinosaurierspuren zeigte.Auf 3000m machten wir ein Picknick und sahen Alpacas und Vinkunas (Seltene Lama-Unterart).
16.10.2003 [Peru] Cabanaconde - Arequipa 4800m max.
Wir besuchten den bunten Markt von Chivay. Danach ging´s ab in die Heissen Inka-Quellen. Herrlich!Vorbei an Inkaterrassen führt uns die Strasse in Richtung des Colca-Canyons.Dort findet man (mit Glück) einige der wenigen noch lebenden Condore.Wir hatten das Glück, dass die Tiere gerade als wir gehen wollten, zum Flug aus dem Canyon in RichtungMeeresküste ansetzten. Vom warmen Aufwind getrieben segelten sie majestätisch an uns vorbei.Der Colca-Canyon ist relativ unzugänglich - wäre sicher eine lohnende Trekkingtour. Nächstes Mal?!
17.10.2003 [Peru] Arequipa
Heute: Ausschlafen, Stadtbesichtigung, Klöster etc...Hervorzuheben: Das Kloster st. Katalina - wahrhaft eine Stadt in der Stadt!
18.10.2003 [peru] Arequipa - Cusco
Der Flug nach Cusco dauerte nur ca. 40 Minuten und ersparte uns einige Tage beschwerlicher Busfahrt.Nochmals konnten wir die Anden von oben bewundern.Kaum gelandet und im Hostal eingechecked, gab´s die nächste Stadtführung.Cusco - die alte Inkahauptstadt, hat viel zu bieten und ist echt sehenswert.Z. B. eine extrem ausgeschmückte Kathedrale mit Jesus (der typische Indio-Gesichtszüge trägt).
19.10.2003 [Peru] Cusco -pisaq
Den Vormittag verbrachten wir in Pisaq: Markt & Inkaruinen.Nachmittag
s kam der Arzt zu mir und knöpfte mir für 5 Minuten Audienz sage und schreibe 200,-- Soles ab.(Ca. 50.- €). Seitdem stehe ich unter brutalen Antibiotika. Ich gebe den Flußshrimps die Schuld!Sicher waren es Exemplare, die ohne die allseits gewohnten Medikamente aufgewachsen waren.Und die musste ich jetzt nachreichen... na ja - nach 3 weiteren Tagen war der Durchfall einigermassen abgeklungen.Ein Hoch auf deutsche Chemiewerke!20.10.2003 [Peru] Machu Picchu
Heute gab´s die abenteuerliche Zugfahrt in Richtung Machu Picchu. Wirklich schön, diese Ecke!Tiefe Täler, in denen es erst seit 20 Jahren Strom gibt...Im Anschluss an die Zugfahrt starteten wir zur zweitägigen Mini-Trekkingtour nach Machu Pichhu.Übernachtet wurde in Winay Wayna in 20iger-Zimmern ohne Licht und Warmwasser.Endlich mal ein wenig Komfortverzicht! ;-)
21.10.2003 [Peru] Machu Pichhu
4 Uhr Aufstehen und dann im Schein der Kopflampen den Weg in die geheimnisvolle Inkastadt Machu Pichhu laufen.Sicher ein Traum vieler Menschen. Und genausoviele waren es dann auch: natürlich hatten viele, viele die gleiche Idee - "Wir stehen früh auf und sind dieersten am Sonnentor!".... Hahaha! Na ja - es ist gar nicht so einfach, ein Foto von M.P. zu machen, OHNE Touris drauf zu haben.
Es geht aber doch. Hier der Beweis!Das verträumte Lama liegt sicher immer noch faul dort oben herum :-))

Beachtet den hohen Berg hinter Machu Pichhu! (Huayna Picchu, 2700m)Warum gibt es in keinem Reiseführer ein Foto von da oben auf die Inkastadt herunter??
Keine Ahnung - ich wollte es jedenfalls wissen und bin mit Sabine, Katja und Michael losgezogen, diesesgroße Geheimnis der Reiseführerbranche zu lüften.Nach dem passieren des einzigen Wegweisers (den wir falsch gedeutet hatten) haben wir uns dochprompt verlaufen. Peinlich, peinlich! zumal es plötzlich auf allen Seiten steil und glitschig mehrerehundert Meter bergab ging. Auf dem obigen Bild ist das auf dem kleinen Berg direkt hinter den Ruinen.Als wir auf dem Rückweg waren, kamen schon die nächsten Leute den bereits ausgetretenen (falschen) Pfad nach oben.
Gut, dass ein Aufpasser in einer kleinen Hütte die Leute in ein Buch einträgt und vor Feierabend durchzählt, ob alle zurückgekommen sind. Auf die Idee, einfach den Wegweiser eindeutig zu beschriften, ist er aber noch nicht gekommen.
So kam es, wie es kommen musste: Eine Staatsbürgerin des Weltpolizeistaates No.1 (erkenntlich an ihrem "slang") trat mit ihren Badelatschen einen Kopfgroßen Stein los - circa 80 Meter über dem Kopf eines darunter pausierenden Wanderers (der übrigens auf dem richtigen Pfad unterwegs war).Wir konnten die Flugbahn des Steins beobachten und es gelang uns tatsächlich, den unten sitzenden durch lautes Rufen zum Aufstehen zu bewegen. So traf ihn das Geschoss "nur" am Oberschenkel. Glück gehabt!Die nette Dame in Badelatschen war noch ca. 30 Minuten da oben mit Hilferufen beschäftigt, anstatt einfach umzukehren.Na ja ... jetzt ist der Pfad wenigstens bis an den Abgrund hin ausgetreten...
Der Lohn des Ganzen:Hier ein Foto von Oben nach Unten. Machu Pichhu quasi von der Rückseite:
Ist eine schöne Wanderung.

Die letzten 100 Höhenmeter müssen fast senkrecht auf Inka-Treppen gemeistert werden,die wohl für Schuhgröße 26 gebaut wurden. Natürlich gibt´s auch kein Geländer. Also: Auf allen Vieren rauf und runter.Und immer nur einer!
Am späten Nachmittag labten wir uns an kühlem Bier und guter Pizza in dernahegelegenen Kleinstadt. Erinnerte mich an eine Westernstadt:Die Eisenbahn fährt einen Meter von der Tischkante des Strassenlokals vorbei.Danach: Rückfahrt mit dem zug nach Cusco.
22.10.2003 [peru] Cusco - Llachon
Es folgte eine Zugfahrt duch andine Landschaft. Aufgeheitert durch zugestiegene Zugmusikanten und 10-Minütigen stopps zur Souvenirversorgung (Anhalten. Aussteigen. Lama anfassen, Andenstoffe bewundern. Einsteigen. Weiterfahrt) erreichen wir nach acht Stunden JULIACA.
Danach folgte eine 2-3 Stündige abenteuerliche Busfahrt auf einer "Abkürzung".
Am Ende dieser ABKÜRZUNG hatte sich der Reisebus im stockdunkeln auf einem schlammigen Feldweg 3. Kategorie festgefahren.
Erst große Bestürzung und der Gedanke an eine kalte Nacht auf unbequemen Bussitzen... dann aber die Rettung:
Der Bürgermeister des nächstesn Ortes schickte ein größeres Boot, welches uns "rettete" und wohlbehalten über den Titicacasee schipperte.
Nach kurzem Fußmarsch mit vollem Gepäck (!) hatten wir unser Dorf erreicht.
Jeder wurde einem Bauern zugeteilt und fand seine Unterkunft. Petra und ich hatten eine eigene Adobe-Hütte mit Strohdach. Es gab kein fließendes Wasser - morgens stand eine Wasserschüssél vor der Tür. Der Hausherr machte mir vor, wie man nach dem Zähneputzen mit dem Wasser verfuhr: EInfach quer über den Hof schütten. Gesagt, getan.
Petra ging es am nächsten Tag schlecht: sie hatte Magen- und Kopfschmerzen sowie erbrechen. Es schien mir an der Höhe zu liegen. Sie hatte schon immer pünktlich ab 4000m Probleme damit.
23.10.03 Llachon 3850m
Gut ausgeschlafen wanderte ein Teil der Gruppe zu einem Aussichtsgipfel hinauf (4200m). Von dort konnte man den Titicacasee gut überblicken und zu den heiligen Inseln hinüberschauen.
Der Rest des Tages wurde verbummelt und ver-relaxed...
Wir hatten netten Kontakt zu den Einheimischen und abendfs gab es ein Wettsingen verschiedener Volkslieder am Lagerfeuer.
Sturm und Kälte beendeten das Treiben aber frühzeitig.
24.10.03 Llachon -Puno
Morgens Bootsfahrt zu den Schilf-Inseln. Eine der wenigen Kulturen, die dank uneinnehmbarer Lage SCHWIMMEND auf dem Titicacasee verschiedenste Invasoren überlebt haben.
Heute verkaufen Sie kleine Andenken auf ihren schwankenden Inseln.
Anschließend ging die Busfahrt weiter nach Tihuanaco. Eigenständige Kultur - großer Unterschied zu sonstigen besuchten Stätten! Leider war der Aufenthalt nur kurz - die meisten besuchten lediglich die sauberen Toiletten ;-))
Dann stand für mich das Highlight auf dem Programm:
(Trotz frisch beendetem Bürgerkriegs in La Paz konnten wir einreisen)
Drei Tage zuvor gab es noch Straßensperren und übelste Schießereien in der Stadt.
Meine Gebete wurden erhört und wir konnten nach Bolivien einreisen.
Ein wunderbares Land - Landschaftlich kaum zu toppen!!
Allein die Anfahrt nach La Paz in der abenddämmerung ist ein sensationelles Erlebnis:
La Paz liegt auf ca. 4000m Höhe in einem Vulkankrater. Die LIchter der Stadt ziehen sich die ´steilen Hänge hoch und man braucht echt Kondition, wenn man einen Stadtbummel machen möchte. Andere Menschen als in Peru - ärmeres Land, interessantere Gegensätze und Eindrücke.
Weiter geht´s demnächst! Ihr dürft gespannt sein!Fortsetzung folgt!

Arbol de Piedra
Death Road (64Km MTB-Downhill ab 4500m bis 1500m) La Paz, Bolivien
Bin froh, zu den "Survivors" zu gehören... :-)
Morgens, halb sechs in Chile/Bolivien: Geysire
Laguna Blanca mit Flamingos u. Vulkanen, Altiplano (>4000m) Bolivien

SPECIAL:
Bolivien - Befahrung der Death-Road "Gefählichste Straße der Welt"
Beschreibung:
Starting from a high Andes pass at an altitude of 4670 meters we roll down the first part that is smoothly paved whilst enjoying the Andes peaks around us. Halfway the road change into a narrow dirt road that winds through some thick cloud forest with dramatic 1000m drops off the side. On the way you will get to see waterfalls and some streams have to be crossed. Our experience, the service we provide and the well maintained bikes guarantee that you can fully enjoy this breathtaking downhill ride.
Estimated duration of tour: 11 hours
Estimated duration of bike ride: 5 hours
Percentage of Downhill: 80 % Distance: 64 km
Level of difficulty: Intermediate/Experienced<
Anbieter: http://www.andesamazon.com (Video auf der Homepage!)
©J:Baumann 2003 Verwendung von Text- oder Bildmaterial nur mit Genehmigung des Autors!



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